Sonntag, 29. Juni 2014

Misslyn "Galaxy Nails" LE

Eigentlich habe ich noch nicht mit ihr gerechnet, weil Misslyn LEs normal nie vor dem angekündigtem Erscheinungsdatu zu finden sind - aber als ich gestern am Nachmittag beim Müller war stand die "Galaxy Nails" LE vor mir. Und ich habe natürlich sofort zugeschlagen. ;-)

Mitgenommen habe ich mir die Nail Polish "334 Venus" und "575 Orbit" sowie den Metallic Diamond Nail Polish "86B Satellite War". Außerdem durfte noch die Nail Sticker "74 Glam" mit.

VLNR Nail Polish "334 Venus" & "575 Orbit", Metallic Diamond "86B Satellite War"


VLNR Nail Polish "334 Venus" & "575 Orbit", Metallic Diamond "86B Satellite War"

Decken tun alle drei Lacke späterstens nach 3 Schichten komplett - über die Haltbarkeit kann ich noch nichts sagen, da ich sie bis jetzt nur geswatcht habe. Ich freue mich aber schon total auf eine Mani mit ihnen - vor allem "Orbit" und "Satellite War" stell ich mir toll zusammen vor da der grüne Ton und der blaue Schimmer von "Orbit" perfekt zu den Glitter von "Satellite War" passt. :-)

Nail Sticker "74 Glam"

Fazit: Endlich wieder mal eine LE, die mich begeistern konnte! Kosten tun die Lacke übrigens zwischen 5-6 Euro (leider sind sie in Ö deutlich teuer als in D) und die Sticker zwischen 3-4 Euro (auch diese sind in Ö teuerer)...

Sonntag, 1. Juni 2014

7. Das alte Versprechen

Viel schlimmer konnte es gar nicht mehr werden! Nicht nur, dass ich von den drei Rittern, die mich gefangenen genommen hatten, zu diesem grauenhaft glitzerndem Kristallschloss verschleppt wurde – nein, sie hatten mir zu allem Überfluss auch noch Hevshire abgenommen!
Sollte es mir also wie durch ein Wunder gelingen zu entkommen, so würde ich es zurücklassen müssen! Aber selbst das schien schon praktisch unmöglich – schließlich saß ich mit gefesselten Händen mit einem der drei Soldaten auf einem Pferd und wir wurden zudem von den anderen beiden flankiert.
Und als wäre das noch nicht genug, hatte ich überhaupt keinen Schimmer, wieso sie mich überhaupt gefangen genommen hatte! Sobald ich nur den Mund aufmachen wollte um zu fragen, befohlen sie mir harsch zu schweigen – und zwar mit einem Blick, der eindeutig ausdrückte, dass es besser für meine Gesundheit war, ihre Befehle zu befolgen.
Ich seufzte also nur resigniert und fragte mich, was mich in dem funkelnden Palast erwarten würde – auch, wenn ich es in Wirklichkeit gar nicht wissen wollte. Denn eines war sicher – angenehm würde es nicht werden!
Schließlich waren wir bei der äußeren Palastmauer angekommen und wartete vor einem riesigen, leuchtendem Goldtor, das sich langsam öffnete. Als es einrastete trabten unsere drei Pferde mit uns durch die Öffnung und sofort hörte ich, wie das Tor hinter uns wieder heruntergelassen wurde.
Nun, soviel zu meiner Hoffnung auf Flucht!
Vor uns lag ein weiter und geschäftiger Burghof – Knechte sattelten und fütterten Pferde, Diener putzten Waffen und Rüstungen und die ein oder andere Magd holte Wasser aus einem der Brunnen. Und natürlich überquerten unzählige Ritter, wie die, die mich gefangen genommen hatten, das Gelände – die meisten von ihnen hatten ebenfalls Gefangene bei sich und allen von ihnen war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Ich fühlte, wie sich ein Kloß in meinem Hals bildete und mein Magen schwer wurde. Ich saß echt in der Tinte!
Plötzlich tauchte aus einer großen, schweren Holztür am anderen Ende des Hofs eine Gestalt auf an der mein Blick hängen blieb, denn seine Kleidung war um einiges pompöser als die der restlichen Soldaten. Und auch das Verhalten der Anderen ihm gegenüber zeigte, dass er wichtig sein musste, denn sie sprangen ihm schnell aus dem Weg oder blieben für ihn auf ihrem Weg stehen und einige salutierten sogar!
„General Opal!“ schrie der Ritter, auf dessen Pferd ich saß und salutierte. Der Neuankömmling sah uns an und kam nun direkt auf uns zu, während meine drei Wächter abstiegen und schließlich auch mich vom Pferd hoben.
„Sergeant Rabul!“ antworte der General, als er schließlich vor uns stand. „Was gibt es?“
„Wir haben diese Frau im verbotenen Bezirk festgenommen...“ wollte er gerade erklären, doch der Höherrangige schnitt ihm das Wort ab.
„Nun, ihr wisst doch, was mit ihr zu geschehen hat, oder?!“ sagte er streng und wollte sich gerade wegdrehen als der Sergeant Hevshire hervorholte.
„Aber...“ stammelte er verzweifelt. „...sie hatte dies bei sich!“
Der Blick des Generals fiel auf Hevshire und seine Augen weiteten sich vor Erstaunen.
„Ist das...?!“ fragte er perplex und deutete seinem Untergebenen, ihm das Schwert zu geben. Er nahm es vorsichtig in die Hand und untersuchte es von allen Seiten genau.
„General, ist es wirklich ein Engelschwert?“ fragte mein Wächter, als er die Spannung nicht mehr aushielt und nervös sein Gewicht von einem auf den anderen Fuß verlagerte.
Der Hochrangige sah den Ritter fest an und antworte: „Nicht nur das – sondern ein äußerst mächtiges noch dazu!“
Ich spürte, wie sich die drei Soldaten um mich herum anspannten.
„Davon muss seine Majestät erfahren!“ schloss der General dann und drehte sich sofort in Richtung des Schlosses und eilte davon, aber im nächsten Moment hielt er dann inne und rief über die Schulter hinweg: „Folgt mir – und bringt das Frau mit! Seine Hoheit wird sie sehen wollen!“
Na klasse – es wurde also doch schlimmer! Nu würde ich direkt vor den Engellord gezerrt! Wobei, zumindest landete ich nicht gleich im Kerker, ich hatte also vielleicht noch eine winzige Chance da irgendwie herauszukommen!
Sie führten mich einige Treppen hinauf und Gänge entlang und je länger wir gingen, desto prunkvoller wurde alles. Oder auch kitschiger – denn dieses Schloss glitzerte Innen fast so schlimm wie Außen! In den unteren Geschoßen schien die Wände wenigstens noch aus normalen Stein zu bestehen, auch wenn sie weiß und mit verschnörkelten Goldmustern bemalen waren. Aber schließlich waren wir in einem Bereich angekommen, da schienen sie, genauso wie die Böden, aus mit Metall hinterlegtem Kristall zu bestehen. Zwar schien hier die Sonne nicht herein so dass alles nicht ganz so extrem funkelte, aber meine Augen begangen trotzdem wieder zu schmerzen. Und die goldverzierten Türen, Teppiche, Bilder und Skulpturen taten ihr übriges. Sogar der Duft der Blumengestecke, die überall standen und hangen, verursachte mir Übelkeit. Wie konnte man hier nur leben?!
Plötzlich sah ich am Ende des Ganges eine riesige, bewachte Türe und mir wurde sofort klar, dass wir nun unser Ziel erreicht hatten. Der General wand sich an eine der Wachen und befahl ihm: „Richtet seiner Majestät aus, dass ich um eine dringende Audienz bitte!“
Der Soldat verschwand nur um kurz drauf wieder aufzutauchen und nickend zu verkünden: „Seine Hoheit empfängt euch!“
Wir wurden in den Thronsaal geführt, der den Gängen, was Kitsch betraf, leider in Nichts nachstand – im Gegenteil! Die Wände waren immer noch aus Kristall, aber hier schien von Hinter dem Thron direkt die Sonne hinein und tauchte damit den gesamten Raum in regenbogenfarbenes Licht. Ich musste ein paar Mal zwinkern bis sich meine Augen soweit dran gewöhnt hatten, dass ich den Rest erkennen konnte. In der Mitte des Raumes stand ein – was für eine Überraschung – ebenfalls kristallener Thron, der mit zwei riesigen, goldenen Flügen zu beiden Seiten verziert und mit unzähligen Juwelen in allen Farben bestückt war. Und auf diesem Thron saß ein hochgewachsener Mann in prunkvoller, goldener Rüstung und mit brünetten, halblangen Haaren. Aber bevor ich ihn weiter mustern konnte, wurde ich harsch zu Boden gedrückt und meine Begleiter knieten sich vor dem Mann nieder.
„Habt dank, euer Majestät!“ sagte der General und sah zu seinem Herrscher auf.
„Was ist so dringend, Opal?“ fragte der Engellord und deutete dem General und den Soldaten aufzustehen, aber ich wurde weiter am Boden gehalten.
„Meine Männer...“ begann dieser zu erklären.
„...haben diese Frau im verbotenen Bezirk festgenommen. Sie hatte dies bei sich!“ setzte er fort und reichte dem Engellord Hevshire.
Dieser nahm das Schwert an sich und während er es ebenfalls genauer musterte, zeigte er dieselbe Reaktion wie der General.
„Dieses Schwert... das kann nicht sein... ist das etwa Hevshire?“ fragte er mehr zu sich selbst als zu irgendjemand anders, aber ich entschied mich trotzdem zu antworten. Die Soldaten wollten mich nicht reden lassen, aber vielleicht würde mir der Engellord zuhören? Schließlich hatte er das Schwert erkannt!
„Ja, das ist Hevshire!“ antwortet ich und versuchte ihm dabei in die Augen zu schauen, aber meine drei Wächter drückten mich noch tiefer zu Boden und pfauchten: „Wie könnt ihr es wagen ungefragt...“ Doch ich saß aus dem Augenwinkel wie der Herrscher ihnen mit einer Armbewegung gebot zu schweigen.
„Wo hast du das her?“ fragte er mich nun direkt und die Soldaten ließen nun soweit von mir ab, dass ich ihm, wenn ich antwortete, in die hellblauen Augen schauen konnte.
Für ein paar Sekunden überlegte ich, ob ich mir eine geschickte Lüge hätte einfallen lassen solle, aber ich entschied mich dann für die Wahrheit und sagte, während ich ihm fest in die Augen blickte: „Es ist seit Generationen im Besitz meiner Familie!“
Er riss erstaunt die Augen und sogar etwas den Mund auf und sah mich für ein paar Sekunden perplex an. Dann hatte er sich wieder weit genug gesammelt um etwas zu sagen und stammelte: „Prin... Prinzessin Esmeralda...? Seid... ihr das...?“
Nun war ich es, die erstaunt schaute. Woher in aller Welt kannte er mich nur?
„Ja...“ antworte ich nun verblüfft.
„Aber wie...?“ flüsterte er.
Im nächstem Moment sah er die Soldaten an und befahl: „Lasst die Prinzessin sofort los!“
In den nächsten Moment wurde ich – nun jedoch äußerst sanft auf die Füße gezogen und dann traten sich die Ritter peinlich berührt zurück.
Daraufhin sah mich der Kaiser wieder an und fragte schließlich: „Wie kann es sein, dass ihr noch lebt...? Es muss mehr als 2000 Jahre her sein... “
„Ich wurde wiedergeboren.“ purzelte es aus meinem Mund heraus.
„Zuerst hatte ich keine Erinnerung an mein altes Leben, doch als ich sie zurückerlangte, habe ich mir Hevshire wiedergeholt und bin mit seiner Hilfe hier her geflüchtet, da ich wusste, dass wir hier Verbündete hatten!“ setzte ich fort und sagte dabei wieder nichts als die Wahrheit – das war am Einfachsten. Ich ließ nur ein paar Details aus – dass ich mich Hals über Kopf in eine Dämonenlord verliebt und ihn geheiratet hatte, wäre bei einem Engel sicher nicht so gut angekommen....
Während er meiner Erklärung lauschte wurden seine Augen immer größer und als ich schließlich fertig war, schloss er sie und schüttelte den Kopf. Ich fürchtete schon für einen Moment, er würde mir nicht glauben, aber als er mich wieder ansah war sein Blick voller Mitleid und Reue.
„Ich... ich kann euch gar nicht sagen, wie schrecklich leid es mir tut, Prinzessin!“ erklärte er nun mit brüchiger Stimme. „Als ich von dem Angriff erfuhr, war es schon zu spät... laut meinen Spähern war euer Land vernichtet und ich glaubte euch und euren edlen Vater tot. Hätte ich geahnt, dass es nur die winzigste Chance gegeben hätte euch zu retten, ich hätte nichts unversucht gelassen, das schwöre ich euch!“
Nun war ich es, die baff war. Wer hätte das erwartet? Aber gut, damit war ich hoffentlich außer Gefahr. Nun musste ich nur noch eine gute Ausrede finden um von hier zu verschwinden und dann Sei wiederfinden, der sicher schon verrückt vor Sorge war.
„Könnt ihr mir trotz all der Schmerzen, die ihr deswegen habt erleiden müssen, vergeben?“ setzte er nun noch nach als ich ihn nur perplex anblicke.
„Natürlich...“ schoss es mir fast reflexartig heraus. Wieso sollte ich ihm deswegen böse sein? Schließlich hätte ich sonst nie Alon kennengelernt... und die Erinnerung an ihn stach mir Mitten ins Herz. Ich sah ihn vor mir, wie er damals auf den Thron meines Vaters saß und mich mit seinem glühenden Blick betrachtete... es wurde mir erst später bewusst, aber ich hatte mich sofort in ihn verliebt! „Prinzessin...“ flüsterte der Engellord, der plötzlich ganz nah vor mir stand und holte mich damit wieder zurück in die Gegenwart.
„...ich weiß, der Verlust euers Vaters muss sehr hart für euch gewesen sein. Ihr habt mein tiefstes Beileid!“ setzte er fort und mir wurde im selben Moment bewusst, dass man mir meine Gefühle hatte im Gesicht ablesen können. Zum Glück hatte er sie falsch interpretiert – denn um diesen Mann, der mich nur zum Wohl seines Landes hatten verkaufen wollen, hatte ich nie getrauert!
„Ich danke euch...“ stotterte ich und schaute zu Boden - ich ertrug den intensiven Blick, mit dem er mich durchbohrte, einfach nicht länger.
„Dann...“ sagt er schließlich und sank plötzlich auf die Knie. Er nahm meine Hand und schaute mich wieder durchdringend an. „...erlaubt mir zumindest eines meiner alten Versprechen einzulösen, Prinzessin! Schließlich habe ich euch als Beweis für die Verbundenheit unserer Reiche die Ehe versprochen!“
Was?! Er ist es, an dem Vater mich hatte verheiraten wollen?!
Im nächsten Moment hätte ich mich ohrfeigen können, dass ich nicht schon früher dran gedacht hatte. Wer hätte es denn sonst sein sollen?!
„Ich habe zwar, nachdem ich euch tot glaubte und lange getrauert hatte, eine Andere zu Frau genommen – aber sie ist schon vor vielen Jahrhunderten von uns gegangen. Das Einzige, was mich noch an sie erinnert ist unsere Tochter, Crystal! Aber ich bin mir sicher, ihr werdet ihr eine großartige Mutter sein!“
Eine Tochter aus erster Ehe – das wird ja immer besser!
Plötzlich sah ich wie seine Augen sich leicht verengten und er nun mit einem leicht schärferen Ton fragte: „Ihr wollt doch meine Gemahlin werden, oder?“
Nein, wollte ich natürlich nicht – aber so, wie er mich ansah, wusste ich, dass ich in Wirklichkeit keine andere Wahl hatte. Entweder das oder der Kerker... oder gar Schlimmeres!
„Natürlich!“ antwortete ich mit zuckersüßer Stimme und versuchte mich herauszureden. „Ich war nur so überrascht, dass ich gar nicht wusste, was ich sagen soll...“
Zumindest das war die Wahrheit – und er schien, als würde ihn das zufriedenstellen, denn er lächelte nun wieder freundlich. Aber mir ging nur eine Sache durch den Kopf: Wie komm ich aus diesem Schlamassel nur wieder raus?!