Mittwoch, 31. Oktober 2012

Let it snow...

...not! Das Wetter bei uns spinnt wirklich immer mehr - Anfang Oktober konnte man bei uns draußen noch mit kurzen Ärmeln rumlaufen und vorgestern hats geschneit wie verrückt. Die Tage, wo es angenehm mild ist, kann man echt an einer Hand abzählen. Trotzdem bin ich in letzter Zeit schon von Winter- und Weihnachtsmotiven angetan, wie zum Beispiel von den einen Set falscher Fingernägel von Fing'rs aus der Winter Wonderland LE - blöd nur, dass ich keine falschen Nägel trage. Aber wie heißt es so schön? Selbst ist die Frau. ;-)

Verwendet:
Essence "Black & White" LE Nagellack "02 White Hype"
Anny Nail Polish "585 Anny in the sky"
Anny Nail Polish "589 Ocean in a bottle"
No Name Nagelsticker

Sonntag, 21. Oktober 2012

Princess Luna

Vor einiger Zeit habe ich auf Blogs immer wieder Amus zu Ponys aus der Serie "My little Pony - Friendship is Magic" gesehen und wollte dann natürlich wissen, worum es da geht - also hab ich mir eine Episode angesehen. Und noch eine. Und noch eine... und ja, am Ende alle. :-D

Besonders ein Charakter hat es mir angetan - "Princess Luna" (Prinzessin der Nacht, muss ich noch mehr sagen? :-D), also wollte ich gerne eine Figur von ihr haben... leider gibt es offiziell keine, die ihr nur im Entferntesten ähnlich sieht. Und auf ebay sind die Costum extrem teuer (von Plüschis wollen wir gar nicht erst reden), also hab ich selber zu Fimo und Acrylfarben gegriffen.

Ok, ihre Beine sind etwas zu kurz/dick geworden und ihre Mähne sollte weiter hochwallen, aber sonst bin ich zufriedenvor allem, da es mein erster Versuch war eine solche Figur zu machen. :-)

Sonntag, 7. Oktober 2012

12. Forgiveness and Destiny

Dunkel. Alles um sie herum war dunkel – sie wusste nicht, wie lange sie hier schon umherwanderte an diesem Ort, der keinen Anfang und kein Ende zu kennen schien. Es hätten Stunden, Tage, ja, sogar Jahre sein können oder vielleicht nur Minuten oder gar Sekunden. Alles hatte hier an Bedeutung verloren, es gab kein Jetzt, kein Gestern und auch kein Morgen. Nichts änderte sich, alles blieb gleich – als wäre die Zeit stehen geblieben ist diesem unendlichen Nichts.
Doch plötzlich geschah es – das, worauf sie nicht mal mehr zu hoffen gewagt hatte: Vor ihr war etwas. Zuerst sehr klein, doch umso näher sie kam umso größer und leuchtender wurde es! Ein Ausgang aus ihrem finsteren Gefängnis, eine Oase aus Licht! Schneller, immer schneller lief sie drauf zu bis sie plötzlich Gras untere ihren Füßen spürte. Sie befand sich auf einer grünen, idyllischen Wiese, das Wetter war angenehm und sonnig, der Wind spielte mit ihren Haaren und trug ihr den sanften Duft zarter Blüten entgegen.
Sie fühlte sich leicht und unbeschwert, fast so, als könnte sie fliegen – sie drehte sich im Kreis und tanzte fast schwebend vor sich hin… und plötzlich sah sie ein paar Menschen – zwei Erwachsene und zwei kleine Jungs - in einiger Entfernung von sich auf der Wiese stehen. Es brauchte ein paar Sekunden, dann erkannte sie sie.
„Mama… Papa… Alexander… Jacob…“ flüsterte sie und wollte im selben Moment auf ihre Eltern zulaufen, als plötzlich ein kleines Mädchen vor ihr stand und ihr tief in die Augen sah, bevor sie zu sprechen begann: „Schwester…“
Sie wich ein paar Schritte zurück und sah ihre kleine Schwester entsetzt an – das letzte Mal, als sie sie gesehen hatte, hatte sie ihr eine Pistole an den Kopf gehalten – und abgedrückt.
„Marie…“ flüsterte sie. „…es tut mir so leid!“
Sie sank zu Boden während sich Tränen den Weg über ihre Wangen suchten und wagte es nicht auf und damit ihrer Schwester in die Augen zu sehen.
Doch dann spürte sie eine kleine Hand auf ihren Kopf und die freundliche, weiche Stimme ihrer Schwester sagte: „Es gibt nichts, was dir leid tun müsste…“
Zutiefst schockiert fragte sie: „Marie… wie kannst mir das nur verzeihen?!“
Sanft lächelte sie ihre große Schwester an: „Ich weiß, dass du keine andere Wahl hattest – und ich hätte niemals gewollt, dass du meinetwegen stirbst, vor allem einen so sinnlosen Tod!“
Noch mehr Tränen fanden den Boden, als sie ihre kleine Schwester in die Arme schloss und das Gefühl hatte, als wäre sie nun leicht wie eine Feder – der Ballast, die sie so viele Jahre in ihrem Herzen herumgetragen hatte, schien verschwunden.
Doch plötzlich hörte sie leise eine Stimme ihren Namen rufen: „Kiraaaaaaa!
Im selben Moment sprang sie auf und drehte sich nach der vertrauten Stimme um. Hinter ihr war das Dunkel einem brennenden Dornenwald gewichen, den sie entsetzt anstarrte und dann wieder zurück zu ihrer Schwester, die sie in einer Mischung von Mitleid und Trauer ansah.
„Geh… er wartet auf dich!“ sagte sie und Kira spürte, wie der Schmerz des Abschieds sie traf.
„Deine Zeit ist noch nicht gekommen, wir werden hier auf dich warten bis der Tag gekommen ist, an dem wir für immer vereint sein werden… doch bis dahin hast du noch ein ganzes Leben zu Leben!“
erklärte ihre Schwester und Kira hörte wie sie ihre Tränen unterdrückte. „Marie…“ begann sie und streckte ihre Hand nach Marie aus.
„Geh!“ wies diese sie zurück und schüttelte den Kopf. „Du musst leben – für uns beide!“
Ein paar Sekunden betrachtete sie noch den festen Blick ihrer Schwester, dann nickte sie und drehte sich um in dem brennenden Wald zu verschwinden.

Das dumpfe Gefühl von Schmerz holte sie langsam zurück in die Welt der Lebenden. Sie wusste, dass sie mit schmerzstillenden Mitteln vollgepumpt worden war und das, wenn sie zu wirken aufhörten, es noch viel schlimmer kommen würde. Doch die Aussicht erschreckte sie nicht. Sie hatte in ihrem Leben schon so oft unter unsagbaren Schmerzen gelitten, dass dies dagegen ein angenehmer Frühlingsspaziergang war. Langsam öffnete sie ihre Augen – sie hatte das Gefühl ihre Augenlider wären hunderte von Tonnen schwer, doch schließlich gewann sie ihren Kampf. Zuerst war alles verschwommen, doch dann erkannte sie ein weißes, steriles Krankenzimmer.
Und allmählich kamen auch ihre anderen Sinne zurück – sie hörte das Tropfen der Infusion, das Piepsen der Maschinen… und das gleichmäßige Tippen auf einer Tastatur. Sie drehte ihren Kopf leicht zur Seite und da sah sie ihn sitzen. Auf einem Stuhl neben ihrem Bett mit seinem Laptop auf den Schoß, vertief in seine Arbeit – so wie immer.
„You… you ruined my hero death…“ krächzte sie schließlich, überrascht wie leise und rau ihre Stimme klang – so viel zu ihrem coolen Spruch, der jetzt nur mehr jämmerlich klang.
Das Tippen verstummte und er sah zu ihr hinüber, direkt in ihre Augen – sein Blick war unbestimmt, sie konnte unmöglich sagen, was er wohl dachte.
„You have a strange way to say thanks...“ stellte er schließlich fest und klappte seinen Laptop zu.
“…but you sound like you’re already fine again, so, I guess my presence here isn’t needed anymore.” setzte er noch nach und stand auf um im nächsten Moment durch die Türe verschwunden zu sein.
Er hatte gerade den halben Weg zum Aufzug hinter sich gebracht, als ihm sein kleiner Bruder entgegen kam.
„Nii-sama!“ rief Mokuba verwundert. „You’re leaving so early?“ “Kira is awake.” Stellte er nüchtern fest. „There is no need to stay here anymore.“ “She‘s awake?!” staunte er und drängte im nächsten Augenblick: “And? What did she answer?!”
“Answer to what?” fragte der junge CEO mit einer hochgezogenen Braue.
„When you told her that you love her, of course!“ antwortete Mokuba ungeduldig. “Love her?!” schüttelte Seto den Kopf. „That is ridiculous, Mokuba!“
“You can’t fool me, Nii-sama!” setzte sein Bruder energisch entgegen. „Even if I wouldn’t know you better then anyone else… you should have seen yourself when you believed that she is dead – it could be more obvious what you feel for her!”
“Pff.” machte der große Bruder. „I just didn’t want to be in debt of a dead person… now we are even.”
“Nii-sama…!” fing Mokuba an, entsetzt über die schlechte Ausrede seines Bruders.
„I don’t want to hear anything about this anymore – I have work to do and now time for this nonsense!“ schnitt der CEO ihm das Wort ab und ging an ihm vorbei.
Ohne sich nochmal umzudrehen setzte er noch nach: “Besides that, there is no reason to believe that she loves me!”
“She was willing to sacrifice her one life for you… how could she express her feelings better?!“ brauste Mokuba auf. “A woman like Kira-san is one in a lifetime – if you let her go now you will surely regret it someday. Do you really want to lose her to some other guy just because you were scared that she would reject you?! That does not fit you, Nii-sama!”
“I’m not scared!” pfauchte er als er sich zu seinem Bruder umdrehte. „Yes, you are!“ hielt Mokuba mit funklenden Augen entgegen.
„Ridiculous.“ sagte Seto und drehte sich wieder Richtung Aufzug um, in dem er wortlos verschwand.

Endlich. Endlich war der Tag gekommen – der Tag ihrer Entlassung. Sie hatte ihren Aufenthalt im Krankenhaus gehasst! Nicht wegen der Schmerzen, die waren sogar noch weniger schlimm wie befürchtet – wahrscheinlich auch, weil sie immer gut mit Schmerzmittel versorgt worden war… nein, das den ganzen Tag im Bett liegen – und später auch sitzen – hatte sie wahnsinnig gemacht.
Im Gegensatz zu seinem Bruder, der sich gar nicht mehr hatte blicken lassen seit sie zum erste Mal aufgewacht war, besuchte Mokuba sie oft und versuchte, es ihr angenehmer zu machen, aber trotzdem hätte sie sich diesen Tag nicht mehr herbeisehnen können. Das Nichtstun war einfach so dermaßen gegen ihre Art, dass sie es nicht hätte in Worte fassen können. Sie brauchte die Thrill, der ihr das Adrenalin in die Adern pumpte wie die Luft zum Atmen.
Sie hatte wieder ihre typische Uniform an und schritt durch die Gänge der Kaiba Villa, wo der CEO ein Heimbüro hatte. Sie war bereit ihren Dienst wieder aufzunehmen, auch wenn sie sich entgegen ihrer Abenteuerlust trotzdem ein paar ruhigere Tage als die, als sie gegen die feindliche Organisation kämpften, wünschte. Aber die sollten nun zum Glück erledigt sein und das normale Bodyguard-Business war auch nicht so herausfordernd. Mit diesem aufbauenden Gedanken klopfte sie an seine Tür um sich bei ihm zu melden.
„Come in.“ kam seine Stimme gedämpft durch die Tür.
Nachdem sie eingetreten war, schloss sie die Tür hinter sich und wartete bis er von seinem Laptop aufsah. Das dauerte wie immer ein bisschen und als er das schließlich tat hob er fragend eine Augenbraue, worauf sie zu sprechen begann: „I’m ready for duty again!“
„Well… as far as I remember I had fired you!” stellte er kühl fest und wand sich wieder seiner Arbeit zu.
Kira sah ihn ungläubig an – das konnte doch nicht sein Ernst sein?! Nach allem, was sie für ihn und Mokuba getan hatte, verstieß er sie so?! Dafür war sie in die Welt der Lebenden zurückgekehrt und hatte ihre Familie zurückgelassen? Und wieso in aller Welt hatte er sie dann gerettet?! Hatte er damit nur seine Schuld bezahlen wollen?! Wie auch immer, was er wollte, dann konnte er es gerne haben!
„Well, if this is what you want, then I’m gone!“ sagte sie und drehte sich zu Tür um. Gerade, als ihre Hand die Klinke berührte hörte sie ihn hinter sich mit fester Stimme sagen: “Marry me!”
Sie drehte sich mit aufgerissenen Augen wieder zum ihm um und sah, dass er aufgestanden war und sie mit unbeirrbaren Blick ansah.
„What?!“ rutschte ihr reflexartig raus.
„I want you to end your life as a soldier and become my wife!“ stellte er mit ausdruckstarker Stimme fest.
“You’re kidding, aren’t you?!” fragte sie ungläubig.
“No.” antwortete er. “When I saw you almost dying I realize that I would do whatever it needs to safe you and that I want you to be by my side forever. You belong to me and I won’t give you to anyone else!”
“Are you trying to tell me that you love me…?” fragte sie ungläubig.
“You can call that love, if you want…” räumte er ein – offensichtlich war Liebe ein Wort, das ser nicht gerne benützte.
Sie sah ihm direkt in die Augen und zog ihre beiden Waffen.
“Being a soldier is all I ever knew, all I can, all I am… feeling the thrill of a fight is like everything to me – giving that up would be like giving up myself…” erklärte sie und sah wie sich sein Gesicht verzog.
Dann drehte sie ihre Waffen um und legte sie mit dem Griff zu ihm auf den Tisch. „But my love for you is even stronger than that, stronger then everything…“ Und schließlich setzte sie noch mit einem langen Blick in seine Augen nach: “…yes, I will become your wife!”