Mittwoch, 22. Februar 2012

Bipa "Bi Stylish" Papier-Tragetasche

Heute mal ein kleiner Tipp für meine österreichischen Leser - beim Bipa gibt es jetzt neue, sehr schöne Papiersackerl. Mit einem Gutschein, der bei der Kassa ausliegen sollte, gibt es da pro BipaCard zwei Stück gratis (man muss nicht beide auf einmal nehmen). Der Gutschein gilt bis Ende des Jahres.

Wie findet ihr das Sackerl? Werdet ihr euch die zwei holen?

Sonntag, 19. Februar 2012

Flammkuchen light

Vor einiger Zeit bin ich in den Weiten den Internets auf ein Gericht gestoßen, welches mir bis dato unbekannt war: Flammkuchen. Ja, den kennt man in Österreich praktisch nicht. Neugierig, wie ich bin hab ich mich nun dran gemacht, ihn nachzukochen - allerdings versuche ich grad ein paar Winterkilos loszuwerden (Jaja, der Drachenkuchen war da nicht optimal. *hust*) und Speck mag ich so und so nicht, also hab ich eine Light-Variante mit Putenschinken und Frühlingszwiebel entwickelt und finde, es ist super-lecker geworden und war gar nicht so schwierig, wie ich zuerst dachte. Daumen hoch - das gibt es bei uns sicher öfter!

Zutaten für 2 Portionen:
125 g Mehl
70 ml Wasser
1 TL Sonnenblumenöl
1/2 TL Salz
100g Creme Fraiche light
50 g Pizzakäse light
1 Frühlingszwiebel
50g Putenschinken
Salz, Muskat, Pfeffer, Kräuter

Zubereitung:
Mehl, Wasser, Salz und Öl zu einem Teig kneten und 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Frühlingzwiebel in Ringe und Putenschinken in Streifen schneiden und Creme Fraiche mit Muskat, Pfeffer und Kräutern nach Geschmack würzen und verrühren. Nun den Teig sehr dünn ausrollen und auf einen mit Backpapier ausgelegten Gitterost geben. Creme Fraiche darauf verteilen, Schinken und Zwiebel und zum Schluss den Käse darauf verteilen. Backrohr auf 240°C vorheizen und ca. 10 Min backen.

Edit:

Variation:
Hier noch eine Variante mit etwas Trockenhefe (ca. 1 TL) im Teig, der dann 45 Minuten in einem Frischhaltebeutel in einer Schüssel im heißen Wasserbad gegangen ist. Zudem hab ich statt Kräuter Ajvar in die Creme Fraiche gemischt und den Kuchen noch zusätzlich mit Tomatenschreiben belegt. Zum Schluss habe ich noch italienische Kräuter über den Käse gestreut. Die Backzeit hat sich dann auf 11 Minuten verlängert.

Guten Appetit!

Freitag, 17. Februar 2012

Drachenkuchen

Oder auch: Cheesecake mit Oreo-Kruste und Erdbeer-Topping. Wie ich ja schon erwähnt habe, feiern mein Freund und ich dieses Wochenende den Valentinstag nach und ich hab uns diese süßen Kuchen (es gab 2, auch wenn nur einer am Foto ist) gebacken (war sehr romantisch, wie wir uns das Herz in der Mitte geteilt haben ;-)). Die Formen dafür stammen übrigens vom Tchibo und sollten ab 6.3.2012 in allen Tchibo-Filialen erhältlich sein, die Masse sollte aber auch für einen 18cm Kuchen reichen, für einen 24cm Kuchen braucht ihr ca. die doppelt Menge.

Wieso Drachenkuchen? Weil Luriel diesen Kuchen zur Feier des Jahres des Drachen gemacht hat und ich finde auch, das Schwarz (Kruste), Gold (Käsemasse) und Rot (Erdbeer-Topping) die klassischen Drachen-Farben sind. Ich hab ihr Rezept etwas verändert und da auch sie sich inspirieren hat lassen (von MissChievous), habe ich das ganze Rezept jetzt neu aufgeschriebenfür manche könnte es ja auch praktisch sein, das Ganze auf Deutsch zu haben.

Zutaten für 18cm Kuchen:
1 Pkg. Oreo-Kekse
2 1/2 EL Butter
100g Zucker
1 1/2 Pkg. Frischkäse
2 M-Eier
1 1/2 EL Universal-Mehl
1 Pkg. Vanillezucker
1 Pkg. Orangeschale
1 EL Bacardi Oakheart oder Orangelikör
400g tiefgefroren Erdbeeren
1/2 Pkg Gelatine
2 EL Erdbeermet oder Erdbeerlikör (optional)

Zubereitung:
Zuerst die Oreo-Kekse teilen und die Creme mit einem Messer von den Keksen kratzen. Die Kekse in einem großen Frischhaltebeutel (oder nicht alle auf einmal) füllen und mit einem Nudelholz zu feinen Brösel zerdrücken. Die Brösel mit 2 1/2 EL geschmolzener Butter mischen und mit Hilfe eines Löffels oder Frischhaltefolie in die Form(en) drücken. Backrohr(Heißluft) auf 160°C vorheizen und dann die Kruste 8 Minuten backen.
Inzwischenzeit die Creme der Oreo-Kekse mit 75g Zucker, 1Pkg. Vanillezucker und 1 1/2 Pkg. Frischkäse cremig schlagen, dann 1 1/2 EL Mehl dazu mischen. Nun 2 Eier separat dazugeben und hineinmischen, dann die Orangeschale und den Bacardi oder Orangelikör dazugeben. Die Mischung in die ausgekühlte Kruste füllen und in einem Wasserbad (oder mit einer Wasserschale unter dem Rost) eine Stunde lang backen bei 175°C (Heißluft) backen bis sich das Ganze etwas gesetzt hat. Danach das Ganze im Rohr auskühlen lassen (einen Kochlöffel in die Tür stecken, damit die Hitze nur langsam entweicht). Über die Nacht im Kühlschrank kaltstellen.
Für das Topping 300g Erdbeeren mit 25g Zucker und 1/2 Pkg Gelatine bei kleiner Hitze zum Kochen bringen, Erdbeeren abseihen und die Sauce weiter kochen, bis ein Sirup daraus wird. Dann mit zwei 2 EL Erdbeermet oder Erdbeerlikör ablöschen, wieder mit den Erdbeeren mischen auskühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Direkt vor dem Servieren die Erdbeeren über den Kuchen verteilen.

Guten Appetit!

Only the Ringfinger...

Da ich krank war, feiern mein Freund und ich dieses Wochenden den Valentinstag nach, deswegen gibt es jetzt auch noch von mir etwas verspätet eine Valentins-Mani. :-)

Verwendet:
Essence Colour&Go Nail Polish "51 Mellow Yellow"
Essence "Circus Circus" LE Duo Nail Polish "03 Applause, Applause"
Catrice Nail Lacquer "550 Marilyn & Me"

Montag, 13. Februar 2012

Daren Waves Projektor

So, heute mal ein Review zu einem ganz un-beauty-technischen Ding, dem Daren Waves Projektor. Das ist Gerät, mit dem man das Muster, dass Wellen am Meeresboden machen, an die Decke, Wand oder sonst wohin projektieren kann.

Ich habe mir das Teil bei Ankaka.com bestellt und dafür mit Versand ca. 18 Euro gezahlt. Leider war, anders als dort abgebildet leider der falsche USB-to-Stecker-Konverter dabei, allerdings kriegt man sowas bei uns für ein paar Euro, insofern ist das nicht so schlimm, aber auf jeden Fall ärgerlich.

Funktionieren tut das Gerät sehr einfach, man steckt es entweder mit Adapter an die Steckdose, mit USB an dem PC oder man kann auch Batterien unter hinein geben (es soll auch wasserfest und damit fürs Bad geeignet sein, ich würde es aber nicht in der Wanne versenken) und schaltet es ein. Durch die innere Platte, die sich bewegt, hat man kein statisches sondern ein bewegendes Wellenmuster, das ungefähr eine Kreisbewegung beschreibt. Zudem kann man auch noch einen MP3-Player anhängen und hat somit auch gleich eingebaute Boxen (die zwei Tasten neben dem Einschaltknopf sind lauter und leiser), was aber keine Auswirkungen auf die Bewegung der Wellen hat.

Nun, ich bin sehr zufrieden damit, allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten, die mich stören - ich finde es blöd, dass das Plastik so dunkelblau ist, mir hätte ein türkiserer Ton besser gefallen, es würde so mehr nach Meer wirken. Außerdem hätte ich mir einen Knopf gewünscht, wo man die Bewegung stoppen kann und ein statisches Bild hat. Außerdem macht das Teil beim Bewegen der innere Platte ab und zu ein leises, ratterndes Geräusch - man hört es allerdings nur wenn man direkt daneben sitzt und es sehr leise ist, wenn man Musik dazu verwendet hört man nichts mehr. Dass der falsche Adapter dabei ist, ist natürlich zusätzlich blöd.

Fazit: Für die 18 Euro kann ich es empfehlen, der Effekt ist sehr schön und wer sich immer schon mal wie Arielle fühlen wollte - DAS ist eure Chance. ;-)

Freitag, 10. Februar 2012

Lolita Lempicka 'Si Lolita' EdT

Um das EdP von Lolita Lempicka Si Lolita bin ich ja sehr lange herumgeschichen, habe es mir dann aber doch nicht gekauft, weil ich von so starken Düften auf Dauer Kopfschmerzen bekommen. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es seit einiger Zeit ein EdT gibt.

Meines Wissens ist das gute Stück in unseren Breitengraden (noch) nicht erhältlich, also habe ich mal wieder das weite Internet bemüht um an das Teil ranzukommen, daher kann ich auch keinen allgemein gültigen Preis nennen, ich habe ca. 30 Euro für 30ml bezahlt.

Die Flasche lehnt sich stark an das EdP an, nur dass es ein rotes Halstuch mit weißen Punkten und grünen Blättern statt einem weißen mit schwarzen Punkten und roten Blumen hat und statt dem Goldrand einen außen mattiert ist. Auch der Duft ist dem EdP sehr ähnlich, also auch würzig in der Basisnote (wenn auch nicht so stark), allerdings zitroniger/frischer im Auftakt. Die Herznote ist dezent blumig, wird aber schon leicht von der würzigen Basis überlagert. Die Haltbarkeit ist für ein EdT normal, nach einem halben Tag rieche ich es nicht mehr, allerdings kommt es da auch immer auf die Haut/Nase drauf an.

Fazit: Alles in allem ein schöner Duft und gut geeignet für die, das Si Lolita EdP zwar gut fanden, aber es ihnen doch etwas zu heftig war.

p2 Nail Voluminizer

Mit Anfang Februar wurde ja mal wieder das Nagelpflege-Sortiment von p2 umgestellt und ich habe mir ein paar Teile davon besorgen lassen - heute möchte ich euch ein Teil davon genauer vorstellen, den p2 Nail Voluminizer.

Kosten tut der Lack 1,95 Euro und ist eigentlich für Nägel, die nach der Entfernung von Kunstnägeln geschwächt sind - nun, das habe ich nicht, aber ich finde trotzdem, etwas Volumen könnte meinen Nägeln nicht schaden. Laut Beschreibung soll der Lack optisch den Kunstfingernagel ersetzen... und, dann hab ich wohl einen Knick in der Linse!

Die Schicht unterscheidet sich überhaupt nicht von einem normalen Klarlack, gleicht noch nicht einmal feinste Rillen aus, so dünn ist sie - von wegen den Kunstnagel ersetzen. Zudem zieht der Lack beim Lackieren Fäden, wie es normal nur Lacke tun, die schon viel zu dickflüssig sind. Der Auftrag ist damit auch alles andere als angenehm, weil man dann überall die Fäden hängen hat. Die Trockenzeit ist normal, aber auch nicht so schnell, wie ich sie von vergleichbaren Klarlacken gewöhnt bin. Die Haltbarkeit ist ungefähr durchschnittlich für einen Klarlack (ca. einen Tag), bei mir halten aber alle Lacke sehr schlecht (keiner länger als 3 Tage).

Fazit: Lasst die Finger davon, ein normaler Klarlack hat den selben Effekt und lässt sich dabei wesentlich besser auftragen und trocknet schneller.

Dienstag, 7. Februar 2012

Tchibo "Modeklassiker voll im Trend" Woche

Letzte Woche war ich mal wieder bei meiner Tchibo-Testfiliale um mir zwei Teile der dort aktuellen "Modeklassiker voll im Trend" Woche zu holen. Und zwar eine Tasche und die dazu passende Geldbörse - eine wirklich hübsche Woche, die ich euch hier gerne näher vorstellen will.

Leider ist das Ankündigungsheft etwas zerknittert, weil ich es einige Zeit in meiner Handtasche herumgetragen habe.

Ich habe, wie man sieht, nicht alle Seiten eingescannt, sondern nur die, die ich persönlich am interessantest/hübschesten finde. Es gibt also noch einige andere Sachen, z.B.: Shirts, Cardigans, Schals, Blusen, Jeans, Strumpfhosen...

Kommen wir jetzt zu der Tasche und der Geldbörse, beides natürlich schwarz (;-)). Beide Sachen sind sehr schön verarbeitet und fühlen sich gut an. Ganz nach dem Motto der Woche sind sie sehr klassische Basics, die praktisch überall dazu passen. Etwas blöd finde ich bei der Tasche, dass man zwar ein Band zum Umhängen hat, aber die normalen Henkel nicht abnehmen kann, die sind dann etwas im Weg, wie ich finde.

Die Geldbörse ist groß und geräumig - toll finde ich, dass ein Makerl für Einkaufswagen dabei ist und auch ein extra Platz dafür. Ich suche mein Makerl beim Einkaufen nämlich immer, das sollte jetzt ein Ende haben! Super ist auch, dass viele Kartensteckplätze dabei sind, gerade in Zeiten, wo man überall Bonus-Karten nachgeschmissen bekommt, braucht man das auch. Blöd finde ich aber, dass nur ein kleiner Innenteil für einen Ausweis vorgesehen ist und man den nicht ausklappen kann. Ich hab das bei meiner alten Geldbörse und es ist sehr praktisch, nicht rumwurschteln zu müssen, wenn man nach einem Fahrausweis gefragt wird. Außerdem ist der große Teil wohl für Geldscheine und der kleine Zipp vorne für Münzen, was ist eher blöd finde - ich hab immer sehr viel Kleinschotter, den werde ich im großen Teil unterbringen müssen... ich hoffe nur, da fliegt er nicht lustig herum.

Fazit: Ich bin froh, die zwei Sachen gekauft zu haben - trotz kleiner 'Mängel' sind sie toll für den Preis. Die Tasche hat, wie man im Ankündigungsheft sehen kann, 24,95 Euro und die Geldbörse 11,95 Euro gekostet - sie müssen aber nacher in den anderen Geschäften nicht den selben Preis haben, der Sinn der Testfilialen ist auch, den 'richtigen' Preis für Produkte zu finden. Ich habe schon ein paar Mal gesehen, dass Sachen in den anderen Filialen dann günstiger oder teuer waren, teilweise sogar recht extrem. Erscheinen werden die Sachen in den normalen Tchibo-Filialen ab dem 29.2. - werdet ihr euch was davon holen? :-)

Montag, 6. Februar 2012

Nivea Creme "Share Love" Edition

Vor einigen Tagen hat mich von Nivea ein Päckchen erreicht mit den diesjährigen Valentinsedition Cremen "Share Love", die es inzwischen im Handel geben sollte. Es sind 150ml drin und sie soll pro Dose 2,99 Euro kosten.

VLNR "Dreaming with you", "Love you", "Like You"

Also ich muss sagen, ich wäre im Laden wohl daran vorbeigegangen - für meinen persönlichen Geschmack ist das Ganze zu schlicht, ich hätte die kleinen Maxerl beim ersten Hinsehen wohl auch gar nicht bemerkt. Gerade beim Valentinstag hätte ich mir etwas mehr Schnick-Schnack gewünscht, da darf es ruhig richtig kitschig sein. Vor allem, wo ich doch weiß, das Nivea sowas viel besser kann - vor einigen Jahren gab es von Nivea Soft Creme mal die wirklich wunderschöne "I love..." Designer Edition, die es auch als Minis gab, welche ich mir damals zugelegt habe.

Sind sie nicht niedlich? Ja, so stell ich mir eine Valentinsedition vor! Nichts desto trotz habe ich die Gelegenheit genutzt und meinem Freund eine der "Share Love"-Dosen geschenkt, eine werde ich meiner besten Freundin schenken und eine behalte ich selber. Ihr dürft jetzt raten, welche an wen geht. ;-)

Was meint ihr? Werdet ihr euch eine oder mehre "Share Love" Dosen holen? Wenn ja, welche? Oder vielleicht sogar verschenken? Steht ihr auf schlichte Eleganz (Wie seid ihr dann auf meinem Blog gelandet? :-D) oder auf Kitsch? Und wie steht ihr allgemein zum Valentinstag? Shared eure Meinung mit mir! ;-D

Die Nivea "Share Love" Dosen wurden mir kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt, die Nivea "I love..." Designer Edition Soft Creme Dosen habe ich selbst gekauft.

Mittwoch, 1. Februar 2012

6. Die vergessene Vergangenheit

„Ich bin immer noch der Meinung, dass das keine gute Idee ist…“ sagte Sei, als wir auf den Rücken unsere Pferde den Wald schließlich verließen und sich grüne Ebenen vor uns abzeichneten, die nur durch das Meer am Horizont unterbrochen wurden.
„Ich habe aber nicht nach deiner Meinung gefragt!“ gab ich zurück. „Und solange sich das nicht ändert, würde ich bevorzugen, wenn du den Mund hältst!“
Doch anstatt beleidigt zu sein setzte Sei nur ein Lächeln auf und sagte: „Wie ihr wünscht, Herrin!“
Dann setzte er noch zufrieden nach: „Wenigstens bin es nicht ich, die seiner Majestät erklären muss, warum seine Gemahlin mitten in einem Krieg nur mit einer Hand voll Soldaten ans äußerste Ende des Reiches reist um ein Engelsschwert zu suchen – ich befolge nur Befehle.“
Ganz unrecht hatte er damit nicht – Alon würde verdammt wütend sein, wenn er herausfand, was ich tat, dessen konnte ich mir sicher sein. Aber das war immer noch besser als wenn er von Eres… ich konnte den Gedanken nicht einmal zu Ende denken, so schrecklich war alleine die Vorstellung.
„Ich tue nichts Vorbotenes.“ antwortete ich Sei nüchtern. „Meine Handlungen sind durch das Gesetz gedeckt!“
„Das stimmt – aber seine Majestät würde das nie erlauben, wäre er hier.“ erwiderte Sei gelassen. „Und ihr wisst das – wir alle wissen das.“
Ja, natürlich wusste ich das!
„Aber Alon ist nicht hier.“ stelle ich sachlich fest.
„Ihr dehnt die Regel ziemlich…“ gab er nun amüsiert zurück. „…das ist juristischer Graubereich. Und im Moment befinden wir uns auf sehr dunkelgrauen Boden.“
„Wenn du meinst, dass ich Alon hintergehe, wieso reitest du dann nicht zu ihm und sagst ihm das?“ gab ich ihm zurück, wohl wissende, dass er das nicht konnte – er hatte mir die Treue geschworen, mich zu verraten, wäre für ihn die Größte aller Schanden.
Sei sah mich für einen Moment verdutzt an, dann schüttelte er lächelnd den Kopf. Zufrieden gab ich meinem Pferd die Sporen und ließ es den Weg die Ebene hinunter galoppieren – Sei und seine Soldaten folgten mir sofort.
Nach einiger Zeit tauchte die Ruine des Schlosses auf, das meinem Vater – den meines ersten Leben – gehört hatte.
„Dahin wollen wir also? Sieht so aus, als ob das schon seit langer Zeit verlassen worden ist…“ stellte Sei fest, als er neben mich ritt.
„Über 2000 Jahre.“ erklärte ich. „Aber nein, wir wollen nicht hinein – das wäre auch keine gute Idee.“
„Wieso?“ fragte er als ihm der Ton in meiner Stimme aufgefallen – was konnte es schon in einem verlassenen Schloss geben außer ein paar alter Steine und Gras?
„Das letzte Mal, als ich es betrat, wurde ich von einer Meute wütender Geister, die mich eine ‚Verräterin‘ nannten, vertrieben – ich schätze, mein Volk und mein Vater haben es mir nicht verziehen, dass ich den Mann liebe, der sie dahin gemeuchelt hat…“ erzählte ich ihm und konnte nicht umhin dabei einen traurigen Gesichtsausdruck zu machen.
„Zumindest hat euch euer Vater nicht gesagt, dass eure Mutter nur ein Spielzeug für ihn war und sie die Nacht mit ihm nie hätte überleben sollen…“ antwortete er mit einem bitteren Lächeln. „…nun, meine Geburt hat sie nicht mehr überlebt, aber das war wohl ihr Glück, denn nach der Schmach – einen Halbdämon als Sohn zu haben – die sie ihm zugefügt hatte, wäre ihr Tod wohl sehr grausam gewesen.“
„Pff.“ machte ich abwinkende. „Es ist ja nicht so, als würdest du es drauf anlegen, einen Mustersohn abzugeben…“
Sei sah mich fragend an und wollte gerade etwas sagen, als ich ihm ins Wort fiel: „Oder glaubst du, ich weiß nicht, wieso du mich als Herrin ausgesucht hast? Welch größere Demütigung könnte es für Laures geben als wenn sein Sohn – sein eigen Fleisch und Blut – gerade der Person dient, die er am meisten hasst und verachtet?“
„Ihr wisst das…?“ fragte er mich geschockt. „Aber wieso habt ihr dann…?“
„Weil es mir egal ist, wieso du mir dienst – das Einzige, was mich interessiert, ist das du es tust!“ antwortete ich lässig - es war nur die Wahrheit, wie hätte ich auch je erwarten können, dass mich einer von ihnen je respektieren würde?
Sei sah mich noch für ein paar Sekunden geschockt an, dann gewann er seine Fassung wieder zurück und schenkte mir ein zufriedenes Lächeln als er fragte: „Und wohin müssen wir nun, Herrin?“
Ich blickte an dem Schloss vorbei zum Horizont und sagte: „Westlich an der Küste entlang – das Schwert war eine Grabbeigabe des ersten Königs und dort liegt das alte Grabmal, in dem alle Könige begraben wurden…“
Nun, nicht alle… die Überreste meines Vaters würden immer noch Thronsaal verstreut liegen, wo Alon ihn damals getötet hatte.
Sei und ich gaben unseren Pferden die Sporen und mit den Soldaten hinter uns machten wir uns auf zur Küste, die wir dann entlang zu reiten begannen. Und damit standen wir vor dem schwerste Teil: Ich hatte keine Ahnung, wo sich die Grabstätte genau befand!
Nur der König und die Grabwächter – ein Priesterorden, der dazu verpflichtet war, das Grabmal zu pflegen und zu beschützen – wussten, wo es lag. Zudem war es noch an einem eher versteckten Ort untergebracht – es sollte es Grabräubern und allen anderen, die den Frevel begehen wollten, die Ruhe der alten Könige zu stören, möglichst schwer machen. Es war wahrscheinlich auch der Grund, wieso Alon nichts von dem Schwert gewusst hatte – wer weiß, wie der Kampf ausgegangen wäre, hätte mein Vater noch die Zeit gehabt, es zu holen und hätte Alon nicht doch früher angegriffen, als befürchtet?
Aber es war auch egal – ich wäre wahrscheinlich ohnehin schon seit vielen Jahrhunderten tot und diese Vergangenheit lag weit hinter mir. Was nun zählte, war das Schwert. Selbst ich als Prinzessin hatte nur eine ungefähre Ahnung, wo es lag – ich hatte mich auch nie wirklich dafür interessiert. Ein schwerer Fehler, denn nun lag die Suche nach der Nadel im Heuhaufen vor uns – die Jahrhunderte würden der Natur genug Zeit gelassen haben, den Eingang zu überwuchern und ihn damit noch besser zu verstecken.
Schließlich erreichten wir ein Waldstück, das bis zur Küste reichte – und damit das Gebiet, dass wir durchkämen mussten, denn eine der wenigen Dinge, die ich über das Grab wusste, war, dass es in einem Wald lag.
Ich zügelte mein Pferd und wand mich in Richtung des Waldes – Sei und die Soldaten kamen ebenfalls zu Stehen und er sah mich fragend an.
„Wir müssen in den Wald – irgendwo dort ist die Grabstätte.“ erklärte ich, während ich mit einer Hand auf den Wald wies.
„Irgendwo?“ fragte Sei ungläubig.
„Das heißt, ihr wisst nicht, wo es sich genau befindet?!“ setzte er noch nach und ich konnte seine unterdrückte Wut in jedem Wort hören.
Sei Blick wanderte über den Wald – und ich konnte ihn verstehen, denn die Bäume schienen kein Ende zu nehmen. Man konnte wahrscheinlich eine Ewigkeit darin verbringen und hatte trotzdem noch nicht alles gesehen.
„Ja – wir werden ihn durchkämen, bis wir das Grab gefunden haben.“ erwiderte ich kühl und selbstsicher – ich wollte nicht, dass er bemerkte, wie wenig Zuversicht ich selbst hatte.
Er sah mich mit einem Blick an, der Ungläubigkeit und unterdrückten Zorn verriet, sowie die Tatsache, dass er mich nun endgültig für verrückt hielt. Aber mir war das egal – er musste tun, was ich ihm befahl, sein Schwur band ihn.
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren lenkte ich mein Pferd in Richtung des Waldes – ich drehte mich nicht um, um zu kontrollieren, ob er und seine Soldaten mir folgten, doch nach einiger Zeit hörte ich hinter mir Pferdegetrampel und lächelte zufrieden in mich hinein – bis ein lautes Klirren hinter mir mich zum Stehen brachte.
Reflexartig drehte ich mich zusammen mit meinem Pferd um und sah, wie Sei und seine Soldaten von einer Gruppe maskierter Männer angegriffen wurden. Im nächsten Moment stürzte sich einer der Unbekannten auch auf mich, doch ich war schneller – ich zog mein Schwert, wich seinen Schlag aus und stach ihn mit einem Schwert direkt in die Brust. Dann trat ich ihn weg von mir um mein Schwert, dass in seinem Körper steckte, zu befreien und ritt zurück zu Sei und seinen Soldaten.
Die Szene, die mich dort erwartete, schockierte mich zutiefst – Sei und auch seine Soldaten waren Dämonen und jedem Menschen bei weiten überlegen, aber dieser Kampf glich einem Desaster.
Ein paar der Soldaten waren schon durch die Fremden gefallen, die anderen gingen automatisch zu Boden, wenn sich die Fremden – nicht einmal halb so viele wie wir und auch noch unberitten – sich näherten. Nur Sei konnte sich auf den Beinen halten und kämpfen, aber auch sein Gesichtsausdruck verriet, dass er sich dafür hart anstrengen musste – es sah so aus, als würde ihm irgendetwas Qualen bereiten.
Ich stürzte mich sofort in den Kampf und tötete einen der Männer, der gerade einem der Soldaten den Hals durchgeschnitten hatte und sah aus dem Augenwinkel, wie es auch Sei schaffte, seinen Gegner zu töten. Noch einer starb durch meine Klinge nachdem ich mich von meinem Pferd hatte gleiten lassen – ich brauchte es schließlich noch und auch Sei konnte einem weiteren niederstrecken – schließlich hatten wir sie alle besiegt, doch von Seis Soldaten hatte nur ein paar das Gemetzel überlebt.
Dann eilte ich an Seis Seite und bat ihm meine Hand an um ihm aufzuhelfen – er war voller Erschöpfung zu Boden geglitten. Er sah mich schockiert an und ich wusste was ihn so verstört hatte: Er hätte nie gedacht, dass ich kämpfen konnte – schon gar nicht so gut!
„Was in aller Welt…?“ setzte ich an, als ich sah, wie sich sein Gesicht wieder zu einer schmerzverzerrten Grimasse verwandelte. In meinem Augenwinkel sah ich, wie die Soldaten, die überlebt hatte, mit einem Knall zu schwarzer Asche zerfielen und nun entdeckte ich eine verhüllte Gestalt, die am Rande des Schlachtfelds stand und ein goldenes Artefakt in ihren Händen hielt.
Ich konnte nicht sagen, woher ich es wusste – aber ich war mir sicher, dass dieses Ding es war, das für diese Katastrophe verantwortlich war. Reflexartig stand ich auf und schlug der Gestalt das Artefakt aus der Hand, worauf es zu Boden fiel und zerbrach.
„Wie…?“ fragte die Gestalt schockiert nachdem sie vor meinem Schlag instinktiv zurückgewichen war und ich erkannte, dass es die Stimme einer Frau war. „Kein Dämon kann sich der heiligen Macht entziehen!“
„Nun…“ antworte ich mit einem bösen Lächeln während ich meine Kapuze abnahm. „…ich bin auch kein Dämon!“
Im Augenwinkel sah ich, wie Sei aufstand und offensichtlich wieder im vollem Besitz seiner Kräfte war.
„Aber…“ hörte ich sie verwirrt ansetzen. „Wieso reist ein Mensch in der Gesellschaft von Dämonen…?“
„Ganz einfach – weil ich die Kaiserin bin! Und nun sag mir, wer du bist! “ befahl ich während ich mein Schwert auf sie richtete.
Auch sie nahm ihre Kapuze ab und ich sah sie geschockt an – die Tätowierung auf ihrer Stirn war das Zeichen der Grabwächter!
„Ihr seid eine Grabwächterin!“ stellte ich überrascht fest.
„Ja, die letzte…“ gestand sie bitter. „…und ihr die Verräter-Prinzessin!“
Ihre letzten Worte hatte sie mit einer Verachtung gezischt, dass es sogar Laures würdig gewesen wäre.
Sei zog sein Schwert und im nächsten Moment berührte dessen Spitze fast ihren Hals als er ihr bedrohlich versprach: „Wagt es, meine Herrin zu beleidigen und es war das letzte, war ihr getan habt!“
„Ich fürchte den Tod nicht, Dämon!“ warf sie verächtlich ihm ins Gesicht.
„Dann sei es so!“ erwiderte sei und wollte sie gerade töten, als ich dazwischen rief: „Halt!“
Sei sah mich verwundert an und entrüstet feststellte: „Sie hat euch beleidigt – und meine Soldaten getötet, sie verdient den Tod!“
„Möglicherweise…“ gestand ich. „…aber sie weiß, wo sich das Grab befindet!“
Sei entspannte sich etwas, als er verstand.
„Pah.“ mischte sie sich ein. „Egal, was ihr mir antut, ich werde euch nie verraten, wo es ist!“
Sei wollte ihr schon wieder drohen, aber ich war schnell: „Doch, das werdet ihr – ihr seid dem Königshaus von Lotus verpflichtet und da ich das einzige noch lebende Mitglied dessen bin, seid ihr an meinen Befehl gebunden!“
Sie sah mich schockiert an, als ihr bewusst wurde, dass ich Recht hatte – sie mochte mich als Verräterin sehen, aber es war nicht an ihr, das zu beurteilen, demnach war sie immer noch an den Schwur, den ihre Vorfahren vor so langer Zeit geleistet hatten, gebunden.
Resigniert schüttelte sie den Kopf und sagte schließlich: „Dann bleibt mir keine andere Wahl – ich werde euch hinführen!“