Samstag, 31. Dezember 2011

Prosit Neujahr!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes, neues Jahr!

Wir lesen uns wieder im Schicksalsjahr 2012! ;-)

Samstag, 24. Dezember 2011

3. Die rettende Idee

Einige Tage waren vergangen seitdem ich Sei als meinen Diener akzeptiert hatte und seitdem hatte ich ihn nicht mehr gesehen. Irgendwie hatte ich mir erwartet, dass das Ganze etwas Abwechslung in meinen öden und traurigen Alltag bringen würde und mich von dem Kummer, den mir Alons Abwesenheit bereitete, ablenken würde.
Doch es hatte sich nichts geändert und schließlich hielt ich es nicht mehr in meinen Gemächern aus – ich hatte das Gefühl, als würden die Wände mich erdrücken. Also schlich ich mich aus dem Raum – auch wenn ich ein schlechtes Gewissen hatte, weil Alon das sicher nicht gut heißen würde. Aber irgendwas musste ich tun um nicht ganz verrückt zu werden!
Meine Wachen abzulenken, war leicht – ich musste ihnen nur irgendwas befehlen, für das sie beide los gehen mussten und schon war ich sie los.
Nun streifte ich also durch die endlosen, düsteren Korridore des Schlosses und musste zugeben, dass es an manchen Stellen schon etwas unheimlich war. Riesige, steinerne Statuen von Kreaturen und Monstern, deren Scheußlichkeit sich nicht in Worte fassen ließ, waren immer wieder zu finden – die Tatsache, dass sie so detailgetreu waren, dass ich mir nicht sicher war, ob sie wirklich aus Stein geschlaugen oder nur zu Stein erstarrt waren und jeden Moment wieder zum Leben erwachen könnten, machte es nicht gerade besser.
Ich war gerade wieder auf dem Weg zurück zu meinen Gemächern – der Ausflug hatte mir erst mal gereicht an Abendheuer – als ich zwei Soldaten, die an einer Ecke standen und sich unterhielten, entdeckte. Sofort versteckte ich mich – ich wollte nicht, dass man mich hier entdeckte, ich wollte nicht, dass das Erste, was Alon bei seiner Rückkehr hören würde, war, dass ich seinen Befehl missachtete hatte.
„Er hat wirklich sein ganzes Herr mobilisiert…“ sagte der eine.
„Kein Wunder auch, schließlich handelt es sich da um Eres… solch eine Schlacht hat es seit dem Beginn der Welt nicht mehr gegeben…“ erwiderte der andere.
Dann waren sie schon um die nächste Ecke gebogen und ließen mich geschockt zurück.
Das hörte sich ganz und gar nicht nach einer ‚Kleinigkeit‘ an, wie Alon versucht hat, mir weiß zu machen – das war ein ausgewachsener Krieg mit einem ernstzunehmenden Feind!
Ich versuchte meine panischen Gedanken zu ordnen und nach einer Erklärung zu suchen. Vielleicht irrten sich diese Soldaten ja? Man sollte nicht zu viel auf Klatsch und Tratsch geben – vor allem, da ihr Wort gegen das meines Liebsten stand! Doch ich wusste genauso, dass mir diese Sache keine Ruhe lassen würde, bis ich ihr auf den Grund gegangen war! Doch wie sollte ich das tun?
Sei!
Natürlich, schließlich war er mein Ritter – er würde mir Rede und Antwort stehen!
Ich schlich – so ruhig, wie ich nur irgendwie konnte – zurück in meine Gemächer. Glücklicherweise hatte noch niemand meine Abwesenheit bemerkt – sie dachten wohl alle, ich hätte mich wieder in meinem Bett vergraben. Also schlüpfte ich unauffällig durch die Tür, suchte meine nächste Dienerin und ließ Sei sofort rufen.
Nervös schritt ich auf und ab während ich drauf wartete, dass Sei auftauchte. Endlich ging die Türe auf und ich sah den Hereinkommenden gespannt an. Sei wirkte etwas genervt, auch wenn er sich große Mühe gab, diese Tatsache zu verstecken. Er kniete sich vor mir hin und sagte kühl: „Ihr habt mich rufen lassen, Herrin?“
„Ja.“ versuchte ich so gelassen wie möglich zu antworten – ich wollte nicht, dass er bemerkte, wie besorgt ich war – und deute ihm, dass er sich erheben konnte.
„Nun, was kann ich für euch tun?“ fragte er nun, während er sich wieder aufrichtete.
„Ich möchte von dir wissen, was du über Eres weißt!“ sagte ich gerade heraus – für Spielchen hatte ich wahrlich keine Nerven.
Er wirkte etwas verwundert ob der Frage, aber er hatte seine gelassene Fassung sofort wieder.
„Nicht viel, Herrin.“ begann er zu erklären. „Ich bin jünger als ihr, ich habe also nicht mehr erlebt, wie Eres das letzte Mal in dieser Welt wandelte – alles, was ich über ihn weiß, ist selbst aus zweiter Hand.“
Nun, aus zweiter Hand war besser als gar nichts.
„Fahr fort!“ sagte ich kühl.
„Nun, Eres war einer der ersten Dämonenlords – er hat sich mit seiner Majestät um die Vormacht über die Dämonen duelliert. Am Ende dieses Kampfes hat seine Hoheit ihn bei lebendigen Leib in einen Kristall eingeschlossen, wo er seitdem ruhte…“
„Das heißt, Eres ist so mächtig wie es Kantos?!“ rief ich und merkte wie meine kühle Fassade bröckelte.
„Kantos?“ fragte Sei überrascht und dann fing er an zu lachen, was dazu führte, dass ich ihn ungläubig anstarrte. „Kantos war ein kleiner Fisch – er war es seiner Majestät nicht einmal wert, dass er ihn verbannte! Hätte er nicht so einen miesen Trick angewandt um Eurer habhaft zu werden, hätte er dem Kaiser nie etwas anhaben können! Eres dagegen… ist ein richtiger Dämonenlord!“
Ich hatte das Gefühl, als würde die Welt um mich herum zerfallen und für einen Augenblick war ich mir nicht sicher, ob ich nicht zusammenbrechen würde.
„Das… das heißt… Alon… ist in… Gefahr?!“ schloss ich – jedes Wort musste ich mühsam aus meiner Lunge pressen. Der Gedanke war schon zu grausam, es auch noch aussprechen zu müssen war mehr, als ich zu ertragen konnte.
„Natürlich nicht – seine Majestät wird Eres auf jeden Fall besiegen!“ antwortete Sei energisch – aber ich sah hinter seine Fassade.
„Die Wahrheit, Sei – du bist mein Diener, also sag mir, wie die Dinge wirklich stehen!“ forderte ich pfauchend.
„Ihr werdet nicht lange einen Diener haben, Herrin, wenn ihr versucht, ihn dazu zu bringen, sich um Kopf und Kragen zu reden!“ gab er verhalten zurück – es würde niemand gut bekommen, an Alon zu zweifeln.
„So schlimm…?“ flüsterte ich mehr zu mir als das diese Worte Sei erreichen hätten sollen.
Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Alon hatte das Ganze nur heruntergespielt um mich nicht zu beunruhigen! Ich war schon hysterisch genug gewesen, als ich von seiner Schlacht mit Eres erfahren hatte – hätte er mir das volle Ausmaß eröffnet, wäre ich nie im Stande gewesen ihn gehen zu lassen!
Irgendetwas musste ich doch tun können… und mit einem Mal zischte eine Erinnerung durch meinen Kopf. Eine Erinnerung aus einer längst vergangenen Zeit… aus meinen ersten Leben.

Ich schlich durch die Gänge des Schlosses, jedes Knistern der Fackeln ließ mich innerlich aufschrecken – würde man mich erwischen, würde ich Ärger bekommen, das war sicher. Schließlich sollte ich brav schlafend in meinem Bett liegen und mich nicht nachts aus dem Schloss schleichen. Annie würde sich sicher wieder furchtbar aufregen und mein Vater würde mir eine Standpauke darüber halten, dass sich mein Benehmen für eine Prinzessin nicht gehörte. Ach, wie ich das satt hatte – diese Nächte, in denen ich frei war, waren der einzige Lichtstreifen in meinem eintönigen Leben.
An einem der Gänge war etwas seltsam – eine Tür war einen Spalt weit offen und es fiel durch diesen etwas Licht in den Gang – und das zu einer Uhrzeit, wo normalerweise das ganze Schloss schlief. Meine Vernunft sagte mir, ich solle einen weiten Bogen um diese Tür machen, aber meine Neugierde war stärker.
Also schlich ich so leise wie ich konnte an die Tür heran und lauschte – und hätte um ein Haar einen verräterisches „Was?“ losgelassen, als ich die Stimme meines Vaters erkannte. Was um alles in der Welt machte er um diese Zeit hier?
„Wie ist die Lage, Jaton?“ fragte er – in seiner Stimme schwang eine Beunruhigung mit, die ich von meinem sonst so selbstsicheren Vater nicht gewöhnt war.
„Alon wird bald vor unseren Toren stehen und es gibt nichts, mit dem wir ihm entgegenhalten könnten, Majestät!“ antwortete Jaton – seine Stimme klang verzweifelt, was auch für ihn mehr als untypisch war. Ich wusste, die Lage war angespannt, weil das dunkle Reich Sato immer mehr Länder überfiel und auch, dass mein Vater deswegen das Heer in Alarmbereitschaft versetzt hatte, aber dass es schon so schlimm war, hatte ich nicht einmal in meinen kühnsten Träumen geahnt!
„Nun, dann gibt es nur noch einen letzten Weg – wir müssen Hevshire einsetzten!“ entgegnete mein Vater bedeutungsschwanger.
„Das Engelschwert?“ fragte Jaton erstaunt. „Es existiert wirklich?“
„Ja.“ erklärte der König. „Als vor langer Zeit meine Blutlinie die Herrschaft über dieses Land antrat wurde uns vom Himmel ein unsagbar wertvolles Geschenk gemacht: Ein Schwert, von Engel geschmiedet und erfüllt mit der Magie des Lichts!“
„Aber wo befindet sich das Schwert jetzt, Herr? Ich habe es noch nie gesehen!“ wollte sein Untergebener begierig wissen.
„Es wurde zusammen mit dem ersten König begraben – in unserer ersten Gruft.“ erklärte er.
„Und ihr glaubt, es ist mächtig genug um Alon zu besiegen?“ fragte Jaton aufgeregt.
„Es ist mächtig genug jeden Dämon zu besiegen!“ antwortete ihm mein Vater bestimmt.


Das war es! Wenn dieses Schwert die Macht besaß, selbst Alon zu besiegen, dann würde es auch Eres besiegen können!
„Ich weiß, was ich tun kann!“ rief ich und plötzlich wurde mir bewusst, das Sei immer noch da war und mich fragend ansah.
„Ich kenne eine Möglichkeit, Eres zu besiegen!“ erklärte ich aufgeregt.
Sei sah mich ein wenig so an als ob er an meinem Geisteszustand zweifelte, aber sagte nichts Diesbezügliches sondern: „Und welche?“
Doch ich ignorierte seine Frage und wies eine meiner Dienerinnen an: „Packt meine Sachen.“
Und zu Sei gerichtet: „Wir brechen so schnell es geht auf!“

Frohes Nicht-Weihnachten!

Erinnert ihr euch noch an diesen Post? Zumindest ein Teil meines Wunsches ist in Erfüllung gegangen - ich hab meinen schwarzen Weihnachtsbaum mit den Totenköpfen drauf, yeah! :-D

In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern ein schönes Nicht-Weihnachtsfest! Als kleines Geschenk kommt heute Abend noch extra ein neuer Teil von "Inmitten der Finsternis" online. :-)

Und noch vielen Dank an dieser Stelle an meine Hippo-Schwestern Papyra (Für die tolle Anleitung!) und Lilly (Für die Inspiration!) . ;-)

Montag, 19. Dezember 2011

In 3-H(olo)!

So, nach langer Zeit hab ich endlich mal wieder gestampt - zum Glück ist das wie Fahrrad fahren, das verlernt man nicht. Mich erinnert das Muster in der Kombination übrigens sehr stark an 3D-Modelle, daher übrigens der blöde Post-Titel, mir ist nix besseres eingefallen. ;-D

Verwendet:
Catrice Nail Lacquer "440 I Wear My Sunglasses At Night"
Look by Bipa Special Effect Nail Polish "4 - Mettalic Matt"
Konad Schablone "M57"

Sonntag, 18. Dezember 2011

Beauty meets IT

Erinnert ihr euch noch an meinen Post über die Computer Engineer Barbie? Ich habe damals ja gemeckert, dass echte Informatikerinnen nicht so aussehen bzw. nicht anders als andere Frauen. Nun, dazu steh ich auch immer noch, aber es gibt schon diese Tage, da outet man sich als Geek, so wie ich unlängst bei der Abgabe meines C++-Beispiels. Nur, ich bleib deswegen trotzdem auch noch ein Beautyjunkie... wie das aussieht? So. :-D

Getragen:
T-Shirt von getDigital (Aktuell)
Bolero von New Yorker (Letztes Jahr?)
Unterbrust-Korstett vom Pimkie (Alt)
Hose von New Yorker (Aktuell)
Stiefel von Deichmann (Aktuell)
Gürtel von New Yorker (Alt)
Ohrringe von Clairs (Letztes Jahr?)
Look by Bipa Special Effect Nail Polish "9 Gold Changer"

Verwendet:
Zoeva 88er Schimmer Palette
Essence Eyeliner "01 Black"

P.s.: Und, wer hat die Pointe von dem T-Shirt verstanden? Outet euch, Mädels! ;-D
P.P.s.: Meine Nichte bekommt diese Computer Engineer Barbie übrigens zu Weihnachten von mir. Bin schon gespannt, was sie und meine Schwester dazu sagen. ;-D

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Bloggin' around the Christmas Tree - die Gewinnerin!

Wow, ich muss sagen, ich war wirklich überwältigt, wieviele von euch bei dem Türchen mitgemacht haben - da hab ich wohl richtig gelegen, mit der Vermutung, das euch die Lacke gefallen werden. ;-)

Aber leider kann es nur eine Gewinnerin geben und Random.org hat da ein Machtwort gesprochen. ;-)

Und von wem war nun der 34. Kommentar? big.s - bitte schick mir eine E-Mail mit deiner Adresse, damit ich dir die Lacke zukommen lassen kann. :-)

Alle anderen müssen nicht traurig sein, MrsPetrutschka verlost beim heutigen Türchen auch ein paar der Lacke, vielleicht habt ihr ja dort Glück? Ich drück euch die Daumen! :-)

2. Der unerwartete Schwur

Ich hatte mich in meinem Bett eingerollt und weigerte mich, aufzustehen. Am Tag zuvor war Alon aufgebrochen und ich hatte das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit alleine schlafen müssen. Die ganze Nacht durch hatte ich geweint, bis ich erschöpft eingeschlafen war. Meine Augen brannten immer noch und waren bestimmt total rot.
Außerdem war ich viel zu müde und lustlos, als dass ich mich ankleiden lassen hätte wollte – so hatte ich meine Dienerinnen jedes Mal weg geschickt, als sie mit Kleidung zu mir gekommen waren. Selbst das Essen, das sie mir brachten, hatte ich nicht angerührt.
„Herrin…“ hörte ich Angelika neben mir. „…ihr müsst etwas essen.“
Ihre Stimme hatte etwas Besorgtes, was leichte Schuldgefühle in mir aufkommen ließ – doch nicht stark genug, als das sie mich dazu gebracht hätte, das Bett zu verlassen.
Plötzlich hörte ich, wie die Tür ein zweites Mal aufging und eine weitere Dienerin eintrat.
„Herrin…“ setzte sie an und ich hörte, dass sie verlegen und etwas aufgeregt war, was ganz und gar nicht zu ihrer Art passte.
Ich drehte mich zu ihr um und sah sie an – ihr Gesichtsausdruck ließ drauf schließen, dass sie irgendetwas total verstört hatte.
Angst flammte in mir auf – war am Ende Alon etwas zugestoßen? Ich verbannte den Gedanken sofort wieder, er war zu schrecklich als das ich mich ihm auch nur eine Sekunde hätte aussetzten können.
„…Meister Sei bittet um eine Audienz bei euch.“ erklärte sie schließlich.
„Was?“ fragte ich überrascht.
Was um alles in der Welt kann der von mir wollen?
Ich hatte nur mehr am Rande mitbekommen, dass die zwei lästernden Generäle rechtbehalten hatten und Sei im Schloss zurück geblieben war – meine Gedanken waren zu der Zeit ganz wo anders, schließlich wollte ich Alon solang es ging nachschauen.
„Hat er gesagt worum es geht?“ setzte ich nun etwas gefasster nach.
„Nein, Herrin, er meinte, es müsste diese Angelegenheit mit euch persönlich besprechen.“ antwortete sie sachlich.
Nun, jetzt war meine Neugierde geweckt – ich würde dieser Sache auf den Grund gehen. Etwas Ablenkung würde mir ohnehin gut tun.
„Gut, dann sagt ihm, dass ich ihn empfangen werde!“ befahl ich ihr und im nächsten Moment war sie auch schon verschwunden.
„Angelika…“ wand ich mich wieder meiner obstersten Hofdame zu. „…bereite meine Ankleidung vor!“
Sie leistete dem Befehl sofort folge und kurz drauf hin wurde ich gewaschen, angekleidet und geschminkt – sie schaffte es doch tatsächlich, meine roten Augen zu verschleiern.
Sogar ein paar Bissen des Essens hatte ich heruntergeschluckt – es wäre peinlich gewesen, hätte mir inmitten meiner Unterredung mit Sei der Magen geknurrt.
Nun befand ich mich auf dem Weg zu meinem Empfangssaal – der einzige Bereich meiner Gemächer, denn ein Mann – außer Alon – betreten durfte. Nicht, dass das schon einmal vorgekommen war, aber genau das war der Grund, wieso ich so aufgeregt war – ich hatte keine Ahnung, was er von mir wollen könnte und ich hätte lügen müssen, wenn ich behauptet hätte, ich wäre nicht neugierig.
Ich betrat mit Angelika an meiner Seite den Saal und sah Sei in der Mitte des Raumes warten – als er mich entdeckte, lächelte er mich an, verbeugte sich und sagte: „Meine Kaiserin.“
Die ganze Sache wurde immer seltsamer – normalerweise ignorierten mich Alons Generäle, ich wusste, dass es ihnen nicht gefiel, dass ein Mensch ihre Kaiserin war – sie mochten die Tatsache, dass es eine Kaiserin gab, schon nicht, schließlich war eine Liebesbeziehung etwas ungewöhnliches für einen Dämon, aber natürlich hätten sie es nie gewagt, das auszusprechen, denn Alon hätte sie für jedes schlechte Wort über mich foltern und hinrichten lassen, das wussten sie. Was war also mit diesem Halbdämon los?
Ich ließ mich von seiner freundlichen Art nicht blenden und blieb vorsichtig und reserviert: „Meister Sei… was kann ich für euch tun?“
„Nun, ich bin gekommen um euch meine Treue anzubieten, Majestät.“ erklärte er gelassen.
Was?
Ich starrte ihn für ein paar Sekunden fassungslos bis ich Angelika plötzlich neben mir blaffen hörte: „Was fällt euch ein?! Die Kaiserin wegen solch einem Unsinn zu belästigen – ihr könnt ihr nicht die Treue schwören – nur einen der Generäle könnt ihr als Herren erwählen!“
Sei ließ sich durch ihre schroffe Art nicht verunsichern und antwortete gelassen: „Das stimmt nicht – zwar kann ich den Kaiser direkt nicht als meinen Herren wählen, weil mein Rang dafür zu niedrig ist, aber laut dem Gesetzbuch…“ – mit diesen Worten hob er einen schweren, edlen Einband, denn er mit sich führte – „…das Kaiser Alon bei seiner Krönung übernommen und signiert hat, ist es mir zulässig, einen General oder ein Mitglied der königlichen Familie als meinen Herren zu erwählen.“
Er hatte das Buch aufgeschlagen und eine bestimmte Seite herausgesucht. „Die Passage sagt nichts über das Geschlecht, demnach ist die Kaiserin als Herrin für mich zulässig.“
Dann klappte er das Buch wieder zu und sah Angelika, deren Kopf inzwischen hochrot vor Zorn war, triumphierend ins Gesicht.
Sie wollte ihm gerade eine wütenden Antwort entgegen schleudern als ich schließlich kühl sagte: „Ich akzeptiere.“
Sowohl Angelika als auch Sei sahen mich verwundert an – Angelikas Verwunderung glich allerdings mehr geschockter Entrüstung währenden Seis Gesichtsausdruck auf eine freudige Überraschung schließen ließ – er hatte wohl nicht gedacht, dass es so einfach werden würde, auch wenn ich nicht glaubte, dass er Zweifel dran hatte, dass er mich hätte überzeugen können.
„Das ist großartig – ich werde euch nicht enttäuschen, Hoheit!“ rief er fröhlich als er sich wieder gefasst hatte.
„Herrin…“ flüsterte Angelika immer noch geschockt.
„Nun, was muss ich tun damit das gültig wird?“ fragte ich ihn nun – ich wusste nur wenig von solchen Dingen, schließlich hatten sie mich noch nie selbst betroffen. Aber bei Alon hatte ich mitbekommen, dass solche Treueschwüre immer in Form einer Zeremonie abgehalten wurden – schließlich galt so ein Schwur für die Ewigkeit und konnte nicht mehr zurück genommen werden. Und die meisten Dämonen nahmen es damit auch sehr genau, wie ich bei Laures schon erlebt hatte – nur der Gedanke, den Schwur gegenüber seines Herrn zu brechen war schlimmer als sämtliche Qualen der Hölle.
„Nun, das ist einfach, meine Kaiserin…“ erklärte er. „Ihr müsste mich nur, nachdem ich meinen Schwur geleistet habe auf beiden Schultern mit eurem Schwert berühren und dabei sagen, dass ihr meinen Schwur akzeptiert.“
„Die Kaiserin hat gar kein Schwert!“ brachte Angelika nun vor, die wohl endlich ihre Fassung wiedergefunden hatte.
„Das macht nichts – irgendein Schwert tut es auch, sie muss es nur führen.“ entgegnete er gelassen während er wieder in dem Gesetzbuch blätterte und es dann auch sofort wieder schloss.
Nun, wenn es weiter nichts war – ich konnte mit einem Schwert umgehen, auch wenn das wohl die wenigstens wussten. Das waren Relikte einer Vergangenheit, die ich lieber vergessen hätte – schließlich habe ich den Schwertkampf erlernt, weil ich gegen Alon in den Krieg hatte ziehen wollen.
Bevor Angelika noch etwas sagen konnte antworte ich ihm: „Das ist kein Problem!“
Dann wand ich mich einem der Wachen neben der Haupttüre zu und sagte: „Gib mir dein Schwert!“
Einen kurzen Moment zögerte der Wachmann – der Gedanke, einer Frau seine Waffe zu reichen, auch – oder vielleicht gerade weil es sich dabei um seine Kaiserin handelte, war ihm offensichtlich zuwider. Aber dann schien ihm klar zu werden, dass es ihm nicht gut bekommen würde, diese Befehl zu verweigern und er kam schließlich heran um mir sein Schwert zu reichen.
Ich nahm es entgegen und Sei fiel vor mir auf die Knie und begann zu sprechen während er mir direkt in die Augen sah:
„Ich schwöre euch ewige Treue und Gehorsam. Ich werde euch folgen, wohin auch immer ihr geht und gehen, wohin auch immer ihr mich befielt. Ich werde euch schützen, auch wenn es mein Leben fordert und tun, was auch immer ihr wünscht. Ich werde euch ehren, wie es euch gebührt und jeden strafen, der euch Schmach zufügt. Mein Wille und mein Leben ist eure, meine Herrin.“
Ich zog das Schwert aus seiner Scheide und berührte mit der flachen Seite der Spitze kurz seine Schultern während ich sagte: „Ich akzeptiere.“
Angelika hatte den Ganzen in nun absoluter Fassungslosigkeit zugesehen – doch mir war das egal. Ich hatte jetzt einen Ritter – und mein Instinkt sagte mir, dass er mir noch wirklich nützlich werden würde, auch wenn ich noch keine Ahnung hatte, wie nützlich.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Bloggin' around the Christmas Tree - die 13ste!

So, jetzt ist es als soweit - ich habe heute die Ehre, das 13. Türchen unseres "Bloggin' around the Christmas Tree"-Adventkalenders zu öffnen! Emily wäre stolz auf mich, yeah! :-D

Genug Blabla, kommen wir zum wichtigen Teil - dem Gewinn! Als alter Nagellack-Junkie habe ich ein paar besonders hübsche Lacke ausgesucht, die es nur in Österreich gibt - darunter einige der tollen, neuen Look by Bipa Special Effect Lacke! ;-)

Und wie könnt ihr die gewinnen? Und was müsst ihr dabei beachten?

  • Ihr solltet Leser meines Blogs sein - neue, interessierte Leser sind auch willkommen.

  • Hinterlasst mir einen Kommentar mit eurer E-Mail-Adresse.

  • Jeder kann nur einmal teilnehmen.

  • Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein oder eure Eltern müssen zustimmen.

  • Offen für Europa.

  • Das Türchen schließt sich am 14.12 um 1 Uhr - ihr habt also 25 Stunden Zeit, ich gebe euch somit eine extra Stunde. ;-)

  • Der Gewinner wird ausgelost und am Blog bekannt gegeben - ihr habt 3 Tage Zeit euch zu melden, sonst lose ich neu aus.

Also, viel Glück - und schaut morgen bei ! ;-)

Freitag, 9. Dezember 2011

Look by Bipa Special Effect Nail Polish

Sie sind da! Die Nagellacke, über die die österreichische (Nagellack-)Beauty-Szene (Was für ein Wort! XD) seit Tagen spricht: Die Look by Bipa Special Effect Nail Polish! Aber genug der Worte - lassen wir Tat... äh, Bilder sprechen! ;-)

Wie man schon am Bild sehr schön sehen kann, gibt es einige metallische und einige Duochrom-Lacke. Erstere haben mich nicht so wirklich interessiert, aber von den Duochrome habe ich (fast) alle mitgenommen.

VLNR 6 - Metallic Violett, 9 - Gold Changer, 10 - Bronze Changer, 8 - Green Changer, 3 - Metallic Hologram, 4 - Metallic Matt

Leider ist das Licht im Moment sehr bescheiden (Jaja, ich werde mir eine Tageslicht-Lampe besorgen! :-D), aber ich denke, das Entscheidende sieht man - im Sonnenlicht sind sie bestimmt noch schöner!


VLNR 6 - Metallic Violett, 9 - Gold Changer, 10 - Bronze Changer, 8 - Green Changer, 3 - Metallic Hologram, 4 - Metallic Matt

Die Swatches sind alle 2 Schichten, obwohl eigentlich bis auf "Metallic Hologram" (und dem "Metallic Violett" vielleicht) alle nur eine gebraucht hätten. Man sieht es leider am Foto nicht wirklich, aber "Metallic Matt" ist einer matter, silberner Holo - der bräuchte aber eindeutig besseres Licht.


VLNR Sephora "Diving in Malysia", Look by Bipa "9 - Gold Changer"

Und wer jetzt brav aufgepasst hat, dem wird wahrscheinlich folgender Gedanke gekommen sein: 'Der "Gold Changer" kommt mir doch irgendwoher bekannt vor...?' - Ganz recht, der erinnert sehr stark an der Peridot, den habe ich zwar nicht, aber das Peridot-Dupe von Sephora "Diving in Malaysia". Man sieht, der Malaysia (und damit auch der Peridot) ist deutlich kühler, aber trotzdem, wem der Peridot zu teuer ist und nicht an einen Sephora ran kommt: Zuschlagen!

Fazit: Die Lacke sind wunderschön, vor allem die Duochrom (alle mit 'Changer' im Namen), aber auch die anderen sind hübsch! Die Deckkraft ist ein Hammer, wenn man von "Metallic Hologram" mal absieht, aber der ist auch ein Glitter und entfaltet seine wahre Schönheit wohl erst beim Layern. Und für 1,99 Euro (für 5ml) kann man da wirklich nicht meckern - Look, bitte mehr solche LEs! *Daumen hoch*

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Frankenpolish "Don't feed the scarabaeus!"

Ich habe mal wieder gefrankt - und die Farbe, die raus gekommen ist, gefällt mir ziemlich gut... sie erinnert mich an lauter kleine Skarabäen. Leider ist es in Anbetracht der aktuellen Witterung nicht wirklich möglich, ein gutes Foto zu machen, aber ich hab mein Bestes versucht. :-)

Verwendet:
3 Teile Essence Colour & Go Nail Polish "38 Choose Me!"
2 Teile Catrice Lacquer "440 I Wear My Sunglasses At Night"

Montag, 5. Dezember 2011

Oh, du Schreckliche!

Irgendwie will bei mir dieses Jahr keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen und ich würde mich am Liebsten bis März in die Karibik absetzen und höchstens "Oh, Palmenbaum!" singen - und das, obwohl noch nicht mal Mitte Dezember ist (in der letzten Woche vor Weihnachten ist das nämlich durchaus normal bei mir :-D). Und genau deswegen präsentiere ich euch hier ein absolut nicht-weihnachtlichen LMU... passend zu meinem Wunsch, den Weihnachtsbaum dieses Jahr schwarz aufzuputzen und mit Totenköpfen zu behängen. :-D

Verwendet:
Essence Black Mania Carbon Black Eye Pencil
Maybelline Expression Kajal "45 Russian Green"
Luminelle Gloss & Charm "06 Strass Or"

Donnerstag, 1. Dezember 2011

1. Die schlechte Neuigkeit

Langsam und anmutig – wie man es von einer Kaiserin erwartete – schritt ich durch die Gänge des Schlosses. Meine oberste Hofdame, Angelika, und zwei Wachen begleiteten mich, denn Alon mochte es nicht, wenn ich alleine durch das Schloss streifte. Er meinte, es wäre zu gefährlich – auch wenn ich mir sicher war, dass seine Sorge unbegründet war, denn das Schloss war gut bewacht, sowohl von Soldaten als auch von etlichen Schutzzaubern. Und seit Kantos mich damals aus dem Schloss gelockt hatte, hatte Alon die Maßnahmen sicher noch verschärft.
Trotzdem leistete ich seinem Wunsch folge und verließ meine Gemächer nicht alleine – so wie jetzt, als ich auf dem Weg zum Thronsaal war. Alon meinte, er hätte wichtige Besprechungen, doch nun hatte er mich rufen lassen – ich war glücklich darüber, schließlich waren die Tage ohne ihn langweilig und leer.
Die Wachen vor dem Thronsaal verbeugten sich vor mir und ließen mich hinein – auch meine Wachen blieben vor der Türe stehen, nur meine Hofdame begleitete mich. Wider Erwarten war Alon nicht auf seinem Thron, doch im selben Moment vernahm ich ein aufgeregtes Gespräch aus dem Hinterzimmer, dass durch einen schweren, edlen Samtvorhang – der nun zur Seite gebunden war - vom großen Saal getrennt war. Es war ebenfalls sehr geräumig und hatte einen riesigen, runden Tisch in seiner Mitte, der eine Landkarte der Welt abgebildete hatte und darauf standen einige Figuren.
Alon unterhielt sich angeregt mit einigen seiner Generäle, die verschiedene Abteilungen seines Heeres befehligten – und natürlich Laures, Alon’s rechte Hand. Laures mochte mich nicht – wobei, ‚nicht mögen‘ nicht die richtige Bezeichnung war – ‚aus tiefsten Herzen hassen‘ würde es besser treffen – war ich doch der Grund, wieso ihm Alon eines seiner roten Augen genommen hatte. Doch ich war seine Kaiserin und dementsprechend waren ihm die Hände gebunden.
Ich ließ meinen Blick über die Runde streifen und eine Gestalt, die etwas abseits stand, erregte meine Aufmerksamkeit – er war neu hier, was mehr als ungewöhnlich war, denn Alon besetzte normal nie Stellen um, es sei denn jemand leistete sich einen Fehler und es schien auch so, als würde er gar nicht dazu gehören, denn niemand schenkte ihm nur die geringste Beachtung. Er hatte lange, silberne Haare und violette Augen und schön, wie alle hochrangigen Dämonen, doch irgendwas war anders an ihm, auch wenn ich nicht sagen konnte, was es war.
„Wer ist das?“ flüsterte ich Angelika möglichst leise zu – sie war jemand, der immer die neusten Neuigkeiten bei Hofe kannte.
Sie folgte meinem Blick und antwortete so emotionslos wie es jede von Alon’s Dienerinnen tat – wenn sie überhaupt sprachen: „Meister Sei, General Laures‘ Sohn, meine Kaiserin.“
Laures‘ Sohn?!
Laures war für mich der letzte Men… Mann, von dem ich je erwartet hätte, er würde mit einer Frau… und gar ein Kind in die Welt setzten. Dämonen, wie er einer war, waren zudem unsterblich – Kinder waren deswegen für sie überflüssig. Nein, im Gegenteil, sogar eine Gefahr, denn ihre einzige Möglichkeit in der Hierarchie steigen zu können lag darin ihre eigenen Eltern zu ermorden.
„Was?!“ entfuhr mir nun etwas zu laut und die Runde wurde dadurch auf mich aufmerksam.
„Esmeralda!“ rief Alon erfreut und wand sich mir zu. „Komm nur her!“
Mit einem Mal waren all das aus meinem Kopf verschwunden und um Alon alleine schwirrten meine Gedanken – ich lief ihm entgegen, bis ich kurz vor ihm stand während er alle anderen im Raum weg schickte.
„Liebste.“ sagte er sanft während er mir zärtlich über die Wange streichelte. „Es gibt eine Angelegenheit, für die ich für einige Zeit das Schloss verlassen werde müssen...“
„Was?“ flüsterte ich geschockt. So etwas war noch nie passiert – und es waren schon viele Jahre verstrichen seit unserer Vermählung. Ich konnte nicht einmal mehr genau sagen, wie viele es waren – schließlich sorgte Alon’s Magie dafür, dass auch mir ewige Jugend vergönnt war.
„Warum?“ setzte ich noch gequält nach – ich wollte nicht von ihm getrennt sein, allein der Gedanke daran war unerträglich.
„Eres, ein alter Dämonenlord, ist wieder auferstanden und macht Ärger – ich muss ihn auf seinen Platz verweisen.“ erklärte er mir ruhig.
„Das heißt, du ziehst in den Krieg?!“ schloss ich hysterisch.
„Esmeralda, Liebste…“ sagte er liebevoll während er erneut meine Wange streichelte um mich zu beruhigen. „Das ist keine große Sache – aber etwas, das ich als Kaiser selbst erledigen muss.“
„Ich will mit dir kommen!“ forderte ich bestimmt.
„Ein Schlachtfeld ist wohl kaum der richtige Platz für eine Kaiserin!“ konterte er mit einem resignierten Seufzer.
„Aber…“ setzte ich an, aber er unterbrach mich. „Ich werde bald wieder zurück sein…“
Dann nahmen seine Augen wieder diesen verführerischen Blick an, der mir schon so oft den Verstand geraubt hatte. „…und dann werde ich dich für die Nächte, die du allein verbringen musst, mehr als gut entschädigen!“
Bei seinen letzten Worten hatte er sich zu meinem Ohr herunter gebeugt und sie leise hinein gehaucht und nun wanderten seine Lippen an meinem Hals entlang und machten es unmöglich nur einen vernünftigen Gedanken zu fassen.
„Also, sei ein braves Mädchen und mach es mir nicht noch schwerer als es ohnehin schon ist, ja?“ forderte er nun während er sich wieder aufrichtete und mir tief in die Augen sah.
Was hätte ich da schon erwidern können, nachdem er mich so fragte? Vor allem, da ich wusste, dass er recht hatte. Wäre ich an seiner Stelle gewesen, hätte ich mich auch nicht mitgenommen – ein zerbrechlicher Mensch, auf einen Schlachtfeld in einem Krieg zwischen Dämonen? Viel zu gefährlich!
Mir schwirrte immer noch der Kopf als ich schließlich stotternd antwortet: „O…ok.“
„Gutes Kind.“ sagte er mir leicht belustigter Stimme und küsste mich auf die Stirn.
Ich schnaufte leise, als ich das Wort ‚Kind‘ hörte – ich wusste, dass Alon viele Jahrtausende älter war als ich, aber ich konnte es trotzdem nicht leiden, wenn er mich so nannte. Er fand das jedoch sehr erheiternd und lachte leise vor sich – sicher auch seines leicht errungenen Triumphes.
„Nun muss ich mich wieder den Vorbereitungen widmen…“ sagte er schließlich nachdem er mich nochmal zärtlich auf die Lippen geküsst hatte – mit einem Kuss auf die Stirn hätte ich mich auch nicht abspeisen lassen.
Ich wollte protestieren, aber ich wusste, dass es sinnlos war – Alon hatte schließlich auch Verpflichtungen. Also verließ ich mit einem langen Blick zurück den Raum und sah, wie die Generäle an mir vorbei wieder zurück kamen. Was mir dabei jedoch auffiel, war, das Sei und Laures möglichst weit voneinander weg gingen.
Plötzlich hörte ich das höhnische Geflüster zwischen zwei der anderen Generälen: „Wieso ist der überhaupt hier?“
Mein Blick folgte ihren und ich bemerkte, dass sie von Sei sprachen.
„Keine Ahnung, es ist ja nicht so, als würde seine Majestät einen Halbdämon mit in die Schlacht nehmen.“ erwiderte der Zweite, wobei er das Wort ‚Halbdämon‘ mit einer solchen Verachtung aussprach, als würde er von stinkendem Abschaum reden.
Halbdämon? Laures Sohn ist ein Halbdämon… das bedeute ja das seine Mutter ist… ein Mensch?
Das machte einfach keinen Sinn! Laures hasste Menschen – mich im Besonderen, aber auch allgemein hatte er nur Verachtung für meine Art über. Nicht, dass Dämonen allgemein viel von Menschen hielten – in ihren Augen taugten wir nur als Spielzeug oder Futter – aber bei Laures war es besonders ausgeprägt. Wieso also hatte er mit einer Menschenfrau ein Kind gezeugt?
„Wahrscheinlich darf er das Schloss hüten während wir weg sind…“ hörte ich sie weiter lästern. „Ja, wie ein Wachhund – das passt!“
Dann war ich schon zu weit weg um mehr hören zu können und sie hatten sich auch schon wieder zusammen mit Alon um den Tisch versammelt um weitere Maßnahmen zu besprechen. Angelika war wieder zu mir gestoßen um mich auf dem Weg zurück zu meinen Gemächern zu begleiten.
Ich schüttelte innerlich den Kopf – was interessierte mich, was Laures tat? Ich würde nun für eine unbestimmte Zeit alleine – ohne meinen Liebsten – zurück bleiben müssen! Und noch schlimmer, ich wusste, dass er in den Krieg zog – auch wenn er sagte, dass es eine Kleinigkeit war, so konnte ich nicht umhin, mir Sorgen zu machen! Doch mir würde nichts anderes übrig bleiben, als hier geduldig auf ihn zu warten – egal, wie sehr ich es hasste, nichts tun zu können.
Mit diesen bedrückenden Gedanken trat ich meinen Weg zurück an während ich verzweifelt versuchte, meine Tränen zu unterdrücken – zumindest bis ich in die Sicherheit meines Bettes verschwinden konnte, wo mich niemand weinen sehen würde…