Montag, 30. Mai 2011

Kinderwägen

Ich weiß, mit diesem Post werde ich mir mehr Feinde als Freunde machen, aber es muss einfach mal raus: Ich hasse - ja, wirklich HASSE - Kinderwägen! Wobei, ganz so stimmt das nicht - eigentlich hasse ich die Mütter (und vereinzelt auch Väter), die zu blöd, sind einen Kinderwagen richtig zu verwenden.

Ein paar Beispiele gefällig? Here we go...

Halb 6 am Abend in einer U-Bahn in Wien - kurz: Rushhour. Vor allem auf dem vielbefahrenen Streckenteilen in der Innenstadt ist jetzt die Hölle los, alles steht gedrängt wie in einer Sardinendose. Es ist schon zwei Mal das "Zug fährt ab!" durchgesagt worden, als eine Frau mit Kinderwagen Richtung U-Bahntür donnert - den ganzen Kinderwagen schüttelt es dabei so, dass das Kind schon drin herumfliegen muss wie ein Gummiball. Die U-Bahntür schließt sich schon langsam, aber davon lässt sich die Mutter nicht irritieren - schnell noch schiebt sie den Kinderwagen dazwischen. Wenn die automatische Tür keinen Sensor hat, d.h. das sie in so einem Fall nicht schließt, kann sie sich ja ein neues Baby machen, nicht? Ihr ist ja nix passiert.
Zum Glück aber geht die Tür wieder auf - blöd nur, dass die U-Bahn so voll ist, dass die Leute eigentlich eh schon gegenseitig auf der Schoß sitzen müssen. Aber wie gesagt, unsere Vorbildmutter lässt sich nicht beirren, Kinderwägen haben ja eine Zusatzqualifikation als Rammbock - einfach mit voller Kraft in die Kniekehlen anderer Leute schieben, dann werden die schon wie die Affen irgendwo auf die Decke klettern oder sich in Luft auflösen.
Leider klappt das nicht ganz und ein Mann hat das Pech, nicht schnell genug den Sich-auflöse-Knopf gedrückt zu haben und kann nur noch mit einem verzweifeln Griff zur nächsten Stange verhindern rücklings in der Kinderwagen zu fallen. Mehr hat Mama nicht gebraucht - was fällt diesem Mann ein, dass er sich nicht auflöst sondern fast in ihren Kinderwagen fällt? Sie ist schließlich Dreh- und Angelpunkt der Welt - da kann man sich doch etwas mehr Respekt erwarten! Ganz zurecht macht sie als den Mann zu Schnecke, was ihm einfällt an ihrem Kinderwagen anzukommen und ob er nicht aufpassen kann.

Normalerweise ist auf der Buslinie eher weniger los, aber an jenem Tag war es doch etwas mehr, besonders bei einer ganz besondere Kategorie Fahrgast - an jeder Haltestelle ist eine Frau mit einem Kinderwagen eingestiegen. Ansich kein Problem... bis zur 4. Haltestelle jedenfalls - es gibt in dem Bus nämlich nur 3 Kinderwägen/Rollstuhlfahrer-Stellplätze. Und bei der 4. Haltestelle stand dann wieder eine Frau mit Kinderwagen. Ich war schon mal gespannt, was nun passieren würde - denn obwohl man von Außen gut sehen konnte, dass alle Stellplätze belegt sind, hat die Frau trotzdem den Einsteige-Knopf gedrückt. Mein erster Gedanke war "Das geht sich NIE aus!". Und offensichtlich war ich damit nicht alleine, der Busfahrer hat genauso gedacht, er hat die Tür nämlich nicht aufgemacht. Die Frau ist also zu dem vorderen, kleinen Eingang gefahren und hat lauthals zu schimpfen begonnen, dass er gefälligst die Tür aufmachen soll. Ich muss sagen, ich habe den Fahrer bewundert, denn er hat ihr wirklich ruhig erklärt, dass alle Stellplätze voll sind und er sie nicht einsteigen lassen kann, weil das den Sicherheitsvorschriften widerspricht. Ich habe keine Ahnung, ob sie ihm nicht zugehört hat oder ob es ihr nur egal war - sie hat jedenfalls weiter geschimpft, bis der Busfahrer es aufgegeben hat, die vordere Tür auch zugemacht hat und weiter gefahren ist.

Ein ganz besonderes Schmankerl in Kombination mit Kinderwägen sind jedoch Rolltreppen. Ich frage mich ja immer ob manche Mütter mit der Geburt auch irgendwie ihre Fähigkeit zu Lesen verloren haben - anders KANN ich es mir nicht erklären, wie man die großen Aufkleber, die eindeutig darauf hinweisen, dass man mit einem Kinderwagen Rolltreppen nicht benützen darf, sondern den Lift verwenden soll, übersehen kann.
Neuerdings haben aber auch diese Mütter eine Hilfestellung: In vielen Kaufhäusern gibt es bereits Rolltreppen mit einer Poller davor - also so wie die Absperrung, die man auch von Fußgängerzonen kennt. Damit sollte es nicht mehr möglich sein mit einem Kinderwagen auf eine Rolltreppe zu kommen - für große Kinderwägen trifft das auch zu, aber nicht für Buggies, wie eine Mutter letztens unter Beweis stellte.
Es war ein Samstag in einem von Wiens größten Einkaufszentren um ungefähr halb 5 - also genau die Zeit in der Woche, wo am Allermeisten los ist. Überall wurde gedrängt, als ob es was gratis gebe und auch vor der Rolltreppe war einiges los, als gerade eine Mutter mit Buggie darauf zustartete. Blöd nur, dass die Frau offensichtlich kein gutes Augenmaß hatte - der Buggie blieb nämlich zwischen dem Poller und dem Rand der Rolltreppe stecken. Die Ruhe in Person, die sie war, hat sie sofort angefangen wie wild an dem Ding rumzuschütteln (mich wundert wirklich, dass das Kind sich nicht übergeben hat - Hut ab, es muss mit der Mutter schon so einiges gewöhnt sein...), bis sie ihn durch hatte. Natürlich begleitet von wildem Rumgeschimpfe und sich keiner Schuld bewusst. Ach ja, dass sich hinter ihr schon eine Schlage gebildet hatte und der nächste Lift gerade mal 5 m entfernt war, muss ich jetzt nicht dazusagen, oder?
Davon, dass die damit nicht nur ihr Kind sondern auch die anderen Menschen auf der Rolltreppe stark gefährend, will ich gar nicht erst anfangen...

Ich gehe jetzt noch einen Schritt weiter und finde, man sollte gerade in der Großstadt, wenn möglich, gar keine Kinderwägen verwenden - es gibt nämlich sehr gute Alternativen.
Tragetaschen für Kinder zum Beispiel (hab ich schon öfter gesehen) - und nein, die Ausrede, das ist so schwer, lasse ich nicht gelten. Ich trage (fast) jeden Tag meinen 17-Zoll-Laptop + Bücher spazieren, also mehr als 15 kg (!)... wer ein Baby hat, das so schwer ist, dann soll er bitte mal Zoo anrufen und nachfragen, ob sie nicht Elefantenachwuchs vermissen. Davon abgesehen ist es für das Baby viel besser, getragen zu werden - es hört so den Herzschlag der Mutter, der es beruhigt und schreien so auch viel weniger!
Für ältere Kinder gibt es Brustgeschirre, damit sie nicht abhauen (jeder, der schon mal ein Kleinkind in seiner Nähe hatte, weiß, so schnell kann man gar nicht schauen, wie die weg sein können, wenn sie wollen...!) - wozu braucht ein 4-Jähriger bitte einen Buggie... die können doch schon gehen...?!
Klar gibt es Ausnahmen - wenn jemand Zwillinge hat z.B., da verstehe ich es auch. Aber der Großteil der Kinderwägen sind finde ich unnötig - vor allem auch viel zu groß. Da würden oft 2 Kinder reinpassen. Ok, wer am Land lebt und ein Auto hat, sein Bier - aber wer in der Stadt anderen Leuten in den ohnehin überfüllen Öffis den Platz weg nimmt und oft sogar den Platz von zwei Kinderwägenstellplätzen verbraucht... Sorry, aber das geht gar nicht!

26 Kommentare:

kuhlchikk hat gesagt…

so geil! und ich stimme voll und ganz zu! Ich musste oft mit geschwister spazieren gehn, und dann noch der kinderwagen, ich habe ihn gehasst! Lieber hab ich die kleinste auf dem arm genommen!!! Und manche mütter sind echt eine nummer für sich!!
klasse post!

Chinda-chan hat gesagt…

Danke - ich bin froh, dass ich damit nicht alleine da stehe! :-)

Chinda-chan hat gesagt…

LOL, mich hat gerade wer de-abboniert... als wenn ich's nicht geahnt hätte. Manche Leute vertragen einfach keine Kritik... mir wurscht. =P

QueenOfEvilness hat gesagt…

ich finde es auch schlimm wie sich mache verhalten! unmöglich die armen kinder!

Chinda-chan hat gesagt…

Ja, die Kinder sind da echt arm... :-(

MissSue hat gesagt…

Du hast nicht als die Tatsachen erwähnt. Daher versteh ich nicht warum man sich über deinen Post aufregen soll.
Die Mütter werden immer schlimmer- das habe ich auch schon beobachten können.

Angi hat gesagt…

Als Mutter von Zwillingen habe ich den Beitrag wirklich schmunzelnd gelesen.
Ich stimme dir vollkommen zu. Oftmals fehlt mir auch jegliches Verständnis, deshalb habe ich meinen Kindern früh angewöhnt ohne Wagen unterwegs zu sein. Alles andere hat einfach zu viele Nerven gekostet.

Chinda-chan hat gesagt…

MissSue - Leider gibt es auch Menschen, die das anders sehen wie du... aber mir macht das wie gesagt nichts, aber trotzdem danke. ;-)

Angi - Ich bin echt froh, dass es auch welche wie dich gibt. *nick*

MissXoxolat hat gesagt…

Bis auf den letzten Punkt stimme ich mit dir wirklich überein. Aaaaaber:
Ich nehme an, dass du keine eigenen Kinder hast, denn so einfach, wie du dir das denkst ist es meist nicht.
Ich war eine "Tragemama", bin lieber mit dem Tragetuch (oder der Trage) als mit dem Kinderwagen unterwegs gewesen. Aber irgendwann mal (mein Kleiner ist mittlererweile 2 Jahre) geht es halt nicht mehr. Zum einen, weil vielleicht der Rücken nicht mitmacht oder zum anderen, weil das Kind einfach nicht mehr getragen werden will. Die Gründe, warum man damit aufhört sind vielfältig.
Ich bin mittlererweile auf jeden Fall lieber mit dem Kinderwagen unterwegs, es ist für mich und das Kind bequemer.
So ein Brustgeschirr kommt für mich nicht in Frage, mein Kind ist doch kein Hund! Entweder ich kann auf mein Kind aufpassen oder nicht...
Und warum soll ein 4-jähriger nicht mehr im Wagen sitzen? Klar können sie in dem Alter schon gehen, aber es geht nun mal im Wagen schneller als zu Fuss.
Aber das sollte jeder selbst entscheiden.

Unterm Strich läuft aber alles auf ein respektvolles Miteinander und Toleranz raus. Anders funktioniert es nicht.

Öhm... und ich fahr auch mit dem Kinderwagen die Rolltreppe rauf, einfach aus dem Grund, weil ich nicht durch die ganze Station zurück- und dann auf der Strasse wieder nach vor laufen will (ist der Aufzug gleich daneben, kein Thema, dann nehm ich natürlich den Aufzug)...

Chinda-chan hat gesagt…

Nein, habe ich nicht - aber eine 5-Jährige Nichte. ;-)

Wie ich schon gesagt habe, ich weiß, dass es auch Ausnahmen gibt, wo es nicht anders geht - aber es geht auch oft genug ohne.
Klar muss man das selbst entscheiden, aber nötig ist es deswegen trotzdem nicht. Vor allem nicht in der Rushhour, da ist es finde ich einfach egoistisch...

Nein, kein Hund, aber genauso unberechenbar - kleine Kinder können in einem Moment noch ruhig da stehen und dann flitzen sie schon, man weiß nie, was nicht vllt. Interessantes gesehen haben... und da reicht manchmal schon eine Sekunde Unaufmerksamkeit.

Sei mir nicht böse, aber wenn dir die Sicherheit deines Kindes nicht wichtig genug ist, dass du den Aufwand in Kauf nimmst, in der Station zurück und dann wieder auf der Straße vor zu fahren... weißt du eigentlich, wieviele Unfälle da schon passiert sind? Das ist nicht umsonst verboten sondern weil es gefährlich ist!

Mel Eyre hat gesagt…

Ich mag die Kinderwägen mehr als die Mütter dahinter. Aber ich stimme dir zu^^

Geiler Post^^

Mila hat gesagt…

Sehr lustig geschrieben dien Text.
Mir gehen die Kinderwagen auch oft auf den Keks. Wobei sich das eher auf das Einkaufen bezieht. zB im H&M, die Bude ist voll und dann kommt Mann/Frau mit Kinderwagen daher :-(

Im öffentlichen Verkehr tun mir Kinderwagenfahrer dagegen manchmal eher leid. Bei uns in Graz gibt es zB noch viele alte Straßenbahnen. D.h. nicht ebenerdig, sondern mit schmalen stufigem Eingang. Mit Kinderwagen unmöglich.
Im Bus finde ich es immer interessant, wie die Mütter/Väter um ihr Recht kämpfen, ihren Kinderwagn abzustellen. (Bei uns haben max. 3 Kinderwagen nebeneinander Platz) Da wird mit allen Mitteln gekämpft.

Achja, mega unhöflich finde ich es aber, wenn sich niemand anbietet einer Mutter zu helfen, wenn ein Hindernis (Stufen/Zugeingang etc) vor ihr liegt.

Chinda-chan hat gesagt…

Mel - Danke. :-D

Mila - Oh ja, das mit Geschäften kenne ich auch - vor allem, wenn sie sich dann unbedingt mit dem Kinderwagen wo durchzwängen wollen, wo es einfach nicht geht (zB zwischen zwei Kleiderständern) oder in Geschäfte, wo es so eng ist, dass man schon als schlanke Person schwer durchkommt, zB beim Clairs. v.v

Die gibt es zuminderst bei den U-Bahnen in Wien nicht mehr (vllt. bei den Straßenbahnen, aber mit denen fahr ich sehr selten, weil die nicht auf meinen Wegen liegen) - aber auch davor (letzten ca. 5 Jahre) gab es die eher selten und nie zwei hintereinander... bei 3-5 Minuten-Intervallen kann man auch mal auf die nächste warten... wenn das bei euch anders ist, ist das natürlich blöd. Nicht nur für Kinderwägen, sondern auch wenn man schwer beladen ist oder für Rollstuhlfahrer...

Ja, leider hilft einem auch keiner, wenn man mit einem Oma-Wagerl (=diese Einkaufswagerl, die immer die alten Leute verwenden) unterwegs ist... Hilfsbereitschaft ist leider allgemein nicht sehr hochgeschrieben, mir wäre beim Billa gestern um ein Haar alles runter gefallen und anstatt das mir einer geholfen hätte, haben sie nur blöd geschaut und die Chance genutzt sich an mir vorbei an die Kassa zu drängen... v.v

MissXoxolat hat gesagt…

Zwischen einer Nichte und einem eigenen Kind ist aber ein Unterschied =)

Bevor der Kleine auf der Welt war hab ich genaus so gedacht. Man stellt sich alles so ungemein einfach vor und man kann ja alles so viel einfacher, sicherer und besser machen... Wenn dann das eigene Kind da ist, sieht man aber erst, dass es nicht immer so funktioniert, wie man sich's vorstellt.

Rolltreppe vrs. Aufzug: ich hab erst vor kurzem erlebt, wie sich ein kleines Kind die Finger in der Augzugstür eingequetscht hat - und da konnte die Mutter nicht wirklich was dafür! Unfälle passieren, egal wo. Mit etwas Vorsicht lassen sie sich aber vermeiden.

Chinda-chan hat gesagt…

Gott sei Dank ist da ein Unterschied. ;-)

Das glaub ich schon, aber viele versuchen es gar nicht oder denken einfach nicht nach vorher...

Zwischen Finger einzwicken und mit dem Kinderwagen die Rolltreppe runter fallen (und vllt. auch noch auf andere Leute drauf) ist ein Unterschied. Und die Wahrscheinlichkeit, dass auf einer Rolltreppe was passiert ist einfach viel höher. Klar, passieren kann immer was, aber man muss es nicht herausfordern.

Amy hat gesagt…

Jaja Wien und die lieben Kinderwagenfahrer^^ Ich frag mich sowieso wer freiwillig ein Kind in der Großstadt aufzieht - ich würde mir das nicht zumuten, außerdem fand ich meine Kindheit auf dem Land viel schöner. Aber das ist nicht das Thema und jeder darf das so halten wie er mag. Mir begegnen immer wieder Mütter, die ihren Kinderwagen als Waffe missbrauchen. Zum Beispiel im biba. Ich steh vor einem Regal und schau eben so, kommt eine Mutter mit Kinderwagen her und boxt mich an. Ich wollte mich nicht beschweren, vielleicht war es ein Versehen, also schaue ich sie nur irritiert an (und eine Entschuldigung darf man ja wohl erwarten, weil weh getan hat das schon). Sie keift mich an "Guck net so dumm, mach Platz!!!" Wtf?

Chinda-chan hat gesagt…

Amy, das ist wirklich arg... ich hätte ihr wahrscheinlich was erzählt, diese Hoppla-hier-komme-ich-Menschen stehen ganz dick und fett unterstrichen auf meiner schwarze Liste...

Anonym hat gesagt…

Hui, provokantes Thema! (Toller Blogpost! Beifall für Deinen Mut!)
Aber ich kann bei solchen Müttern auch nur den Kopf schütteln - die sind ja nicht nur fies ihrer Umwelt gegenüber, sondern auch ihren Kindern gegenüber. Wer so mit Fremden umspringt, schubst vielleicht auch sein Kind rum, wenn es mal nicht so reagiert, wie es soll - und das tun Kinder oft! Arme Kinder, die mit so einer Mutter gestraft sind.

Als mein Sohn klein war, hab ich ihn übrigens auch in einem (großen, bequemen!) Kinderwagen durch die Gegend geschoben. Die Tragetücher etc. sagten mir nicht zu - und es geht auch fix auf den Rücken!
ABER ich bin immer vormittags einkaufen gegangen, wenn keine Berufstätigen unterwegs waren und Bus/Bahn bin ich gar nicht gefahren. (Wir haben hier glücklicherweise alles in Laufnähe. Und Bewegung tut gut! :-D)
Rolltreppen bin ich aber auch hoch- und runter gefahren mit Kinderwagen/Buggy. Wenn man da aufpasst und sich Zeit nimmt, passiert auch nichts. (Wenn allerdings Poller da sind, sollte man schon mal sein Gehirn einschalten, warum die da sein könnten...)

LG Papyra

Chinda-chan hat gesagt…

Danke. :-D

Stimmt, die Kinder sind arm - einmal, als es weiter oben erwähnte alte U-Bahnen mit den kleinen Einstiegen noch gab, bin ich mal heim gefahren, in der Rush Hour und mit meinem erwähnten Laptop-Rucksack bepackt - bei meiner Station sind nicht viele ausgestiegen und ich musste mich irgendwie zum Eingang durchkämpfen (obwohl ich schon von der Vorstation versucht habe, bin ich dann nicht gleich rausgekommen, weil die Leute ja so 'nett' sind und einem nicht vorbeilassen... *augenroll*) und als ich endlich dort war, wollte gerade eine Mutter mit ihrem ca. 5 Jahre altem Sohn einsteigen. Selbiger hatte gerade mal den ersten Fuß auf die unterste Stufe gestellt, als ich die Treppe runter bin - es war ganz eindeutig, dass ich noch aussteigen wollte, sie hat mich gesehen... und was hat sie gemacht? Ihren Sohn darin bestärkt, er soll einsteigen. Ich hab a) gelaubt ich spinn und b) mich vorbeigezwickt (weil ich sonst nimmer raus gekommen wäre). Bei der kleinen Tür und meinem großen Rucksack natürlich nicht einfach und ich hab den Kleinen fast mit meinem Rucksack erwischt. Die Mutter hat sich natürlich furchtbar aufgepudelt, ob ich nicht aufpassen kann, dass ist ein Kind. Naja, aber ich bin auch nicht auf den Mund gefallen und war eh schon grantig, also hab ich ihr zurückgeschrien (weil ich hab eine ziemlich schnelle Gehgeschwindigkeit und wollt nur heim), dass sie selber schuld ist, wenn sie ihrem Sohn nicht beibringen kann, dass man zuerst Leute aussteigen lässt. Aber der Kleine konnte natürlich nix dafür... ich frag mich auch, was aus solchen Kinder werden soll, wenn ihnen niemand die einfachsten gesellschaftlichen Regeln beibringt...

Ja, eh, wenn man eh außerhalb wohnt und nicht mit den Öffis fahrt und nicht zu Stoßzeiten unterwegs ist, dann ist es ja jedem seine Sache.
Trotzdem, das mit den Rolltreppen kann ich nicht verstehen... gab es keinen Aufzug? Bei uns müssen überall welche sein. Auf der Rolltreppe kann immer was sein und wenn nur jemand vorbeigehen will...

MissXoxolat hat gesagt…

also mein kinderwagen ist nicht so breit, da kann auf der rolltreppe locker noch jemand vorbei gehen ;-)
der hat auch einen guten stand (vier räder) und kippt nicht leicht. da kann also nichts passieren...

Chinda-chan hat gesagt…

Na hoffen wir, dass du Recht behältst...

Anonym hat gesagt…

Hm, ich glaube, was die gesellschaftlichen Regeln angeht, sind die schon großen Teilen der heutigen Müttergeneration nicht begebracht worden... (Was natürlich keine Entschuldigung für rücksichtsloses Verhalten ist!)

*nachdenk*
Mit dem großen Kinderwagen bin ich keine Rolltreppen gefahren. Das war erst später mit der kleinen Karre - und auch nur bei uns im Kaufhaus (und auch nicht oft). Und da war die Rolltreppe so kurz, wenn da einer vorbeigewollt hätte, hätte er den einen Moment auch noch warten können. :-D
Ich war vorher zu oft schon im Kaufhaus gewesen, ich hatte den Aufzug gar nicht auf dem Schirm.

LG Papyra

Chinda-chan hat gesagt…

Ja, wahrscheinlich. Schlimm...

Wie gesagt, toll finde ich es trotzdem nicht, aber über verschüttete Milch... ja, eh schon wissen. ;-D

Modeoma hat gesagt…

Superwitzig geschriebener Artikel! Mich nerven hier in der Stadt allerdings weniger die Kinderwagen, als die Fahrradfahrer, die mit einem Höllentempo über die Bürgersteige brettern und (ohne zu Klingeln!) an einem vorbeisausen. Ich wundere mich eigentlich nur, dass mich noch nie wirklich einer von denen angefahren hat (aber das kommt bestimmt noch irgendwann).

Lg amk

http://allemeinekleider.wordpress.com

Chinda-chan hat gesagt…

Danke. :-)

Ja, das hab ich auch schon erlebt, aber das kommt in der Innenstadt eher selten vor, da sind einfach zu viele Fußgänger unterwegs, da täten sie gar nicht durchkommen.
Aber vor allem - es ist ja auch verboten am Gehsteig (wenn das kein gekennzeichneter Radweg ist) mit dem Rad zu fahren, da muss man auf der Straße fahren - will man am Gehsteig gehen, dann muss man das Teil schieben.
Den Ärgsten, den ich je erlebt habe, hat sich auch noch beschwert und geschimpft, weil ich nicht sofort ausgewichen bin... naja, er war dann auch schon weg, sonst hätte ich eh gesagt, wir können die Polizei rufen und mal schauen, was die dazu sagen, dass er mich fast niedergefahren hat...

Anonym hat gesagt…

Super Post :D
Ich mach wenn es geht immer einen großen Bogen um Kinderwägen, in öffentlichen Verkehrsmitteln setze ich mich möglichst weit weg, weil mir das Geschrei der Kinder auf den Geist geht