Donnerstag, 31. März 2011

Lemming: Chinda goes Kawaii?

Manchmal sind wir Blogger schon Lemminge - einer macht was vor und alle machen es nach, einfach, weil es einfach Spaß macht. Dieses Mal geht es um die Kawaii-Woche von Jettie, die ihren vorläufigen Höhepunkt im kawaii Posen hatte. Nachdem Posen ja meine Nummer 1 - von hinten *hust* - Qualität ist, musste ich da natürlich mitmachen. :-D

Bei mir ist leider nur dieses eine Bild übrig geblieben, alle anderen waren total verwackelt, weil mir abwechselnd vor Lachen und Entsetzen die Kamera aus der Hand gefallen ist. Die Erkenntnis des Tages: Die Chinda ist einfach nicht kawaii! Will sie auch gar nicht sein! Und nach der guten alten Weisheit: "Schuster, bleib bei deinen Leisten!" habe ich dann das gemacht, was ich wesentlich besser kann...

...einen auf böse Vamp-Diva. Ja, das sieht schon sehr viel mehr nach mir aus. Yeah! :-D
Ein ganz schöner Unterschied dafür, dass es sich um das selbe Outfit und Make-Up handelt, oder? Da wir aber gerade beim Mu sind, auch wenn man es am Foto nicht sieht, aber zumindest die Verpackung des Lidschattens ist 100% kawaii.

Und nein, hab ich nicht im Internet bestellt, die ist vom Clairs - kostet aber leider 7 Euro und die Qualität ist nicht so toll. Sie krümmelt und gibt nicht so viel Farbe ab, aber die Optik ist ein Hammer. Wenn ich schon nicht kawaii bin, darf ich zumindest kawaii Sachen lieben. Gute Balance, oder? =D

P.s.: "Kawaii" ist übrigens japanisch und heißt übersetzt ungefair sowas wie "süß" oder "niedlich". ;-)

Dienstag, 29. März 2011

Barbie loves... Computer Engineering?

Als ich letztens im Müller nach einem Geschenk für meine kleine Nichte gesucht habe, habe ich mich also mal wieder in die Barbie-Abteilung vorgewagt und was springt mir da ins Auge? Eine "Ich wäre gern... Computer Engineer"-Barbie!

Und wieso ist mir das jetzt einen Post wert? Nun, ganz einfach: Es kommt sehr nah an das ran, was ich bin, auch wenn Computer Engineer auch Hardware in ihrem Bereich haben, was bei mir nicht der Fall ist. Trotzdem, mein Interesse war geweckt und ich habe angefangen zu googeln und einige interessante Posts und Kommentare gefunden.
Erstmal ist keiner mit den Outfit zufrieden - ich auch! - weil so rennt bei uns wirklich NIEMAND rum. Der beste und wahrste Kommentar, den ich dazu gefunden habe war: "Sie sollte aussehen wie jede andere Barbie mit einem Laptop unter dem Arm!"
Genau meine Meinung! Klar, es gibt auch welche, die nur mit Jenas und einem T-Shirt (und im Winter einen Hoodie drüber) rumlaufen, aber die gibt's außerhalb unserer Branche genauso. Technikerin sein und sich für "Mädchenkram" wie Make-Up, Mode und so weiter zu interessieren muss kein Widerspruch sein!
Zudem finde ich immer lustig, dass einige offensichtlich glauben, Informatiker können Binary lesen wie andere Leute Bücher. Blödsinn! Das hat man nichtmal in der Computer-Steinzeit (anno 1970 und davor) so gemacht! Ok, bis zu einem gewissen Grad kann ich es im Kopf in Dezimal umrechnen, aber das war es auch schon! Aber eines ist schon lustig, der Binray-Code auf dem Laptop ist Barbie in ASCII (wäre da aber von alleine auch nicht auf die Idee gekommen, das raus zu suchen)...

Kurzum, ich finde es irgendwie bedenklich, was da für ein Bild von uns Informatikerinnen transportiert wird und trotzdem, ich begrüße diese Entwicklung. Vielleicht inspiriert es ja doch das ein oder andere Mädchen sich damit näher zu beschäftigen? Leider wählen immer noch viele Mädchen traditionelle Frauenberufe, obwohl sie eine Begabung und ein Interesse für Technik haben, nur weil sie es sich nicht zutrauen oder vielleicht gar nicht wissen, dass es das auch gibt. Klar, es ist nicht immer leicht - aber was im Leben ist schon leicht? Ich kann nur sagen, dass ich meine Wahl nie bereut habe und es ein interessanter und vielseitiger Beruf ist. Deswegen mein Appell an alle jungen Damen da draußen: Traut euch! ;-)

P.s.: Ich denke, ich werde meiner Nichte die Barbie kaufen... schaden kann es nicht. ;-)

Quelle vom Bild: Mattel

Subway to Sally in Wien

Endlich war es wieder so weit - meine Lieblingsband "Subway to Sally" war vergangenen Freitag wieder in Wien! Und die Chinda natürlich live dabei! :-D

Das Konzert war Teil der "Nackt II"-Tour, der Name kommt daher, dass dabei auf elektrionische Hilfe (Computer-Technik) verzichtet wurde und rein arkustisch gespielt wurde. Es war schon lustig, altbekannte Lieder mal so ganz anders zu hören und das ein oder andere hat man auch nicht gleich erkannt. Toll war auch das Bühnebild, bei einem Lied hat der Baum in der Mitte sogar geleuchtet, das hat mir besonders gut gefallen!

Normalerweise gehe ich ja selten auf Konzerte, aber in den vergangenen 7 Jahren war ich immer, wenn STS in Wien eines hatte. Leider ist das nur eher selten der Fall - öfter mal touren sie nur durch Deutschland, was ich echt schade finde. Umso mehr freue ich mich, dass sie dieses Jahr sogar zwei mal hier sind. Am 10.12 kommen sie nämlich mit ihrem neuen Album wieder zu uns. Ich freu mich schon! ;-)

Essence "Better than Gel Nails"

Jaja, ich weiß, ich bin nicht gerade schnell damit - ich wollte aber trotzdem noch meinen Senf dazu geben. Ich habe inzwischen nämlich alle 4 Tips ausprobiert, damit ich mich wirklich gut durchtesten kann. Leider hab ich nur bei einem davon daran gedacht, auch Fotos zu machen und zwar bei den "Natural White", die mir auch am Besten gefallen haben.

Ich werde jetzt nicht darauf eingehen, wie man die denn befestigt, dafür gibt es schon genug Tutorials, die besser sind, als was ich zusammenbringen würde. ;-)
Nein, ich will meine Erfahrung damit berichten und einen kleinen Vergleich zwischen den Tips anstellen. Zum einen muss ich sagen, ich bin mit den Tips genauso schnell wie mit einer normalen Frensh - am Längsten hat (vor allem beim 1. Mal) das Abfeilen der Nägel auf Tiplänge gedauert, ich hatte sie nämlich grad schön lange (das tat weh!), da muss ich mich den ganzen anderen Bloggern anschließen: Bitte längere Tips!
Ansonsten war es recht einfach, auch wenn ich mal einen Tip schief aufgeklebt habe und wieder abmachen musste, weil der Kleber für meinen Geschmack doch sehr schnell trocknet und dann wirklich bombig hält. Leider hab ich da auch öfter mal zuviel erwischt, was echt blöd ist, weil man den schwer runter bekommt. Auch beim Abmachen ist der Kleber das Problem, der braucht echt lange, bis er weg ist und ist hab dann sogar die Feile zur Hilfe genommen, weil es mir mit dem Töpfchen zu lange gedauert hat (der Tip selber hatte sich da schon längst aufgelöst!). Den Base- und Topcoat bekommt man aber problemlos mit normalen Nagellackentferner ab, das habe ich auch so gemacht, damit ich die Finger möglichst kurz in dem Pötchen haben muss, das Zeug ist schon recht aggressiv und trocknet Haut und Nägel aus.
Von der Breite der Tips muss ich sagen, dass ich froh bin, das auch passende für meine Finger dabei sind (was ich bei anderen Marken oft nicht hatte), im Notfall kann man die Tips auf der Seite anfeilen, das habe ich gemacht, wenn ich einen runiert habe (schief aufgeklebt). Wenn man also taktisch vorgeht, kann man dann auch mal eine Tips-Packung sparen. ;-)
Gehalten hat das Ganze bei mir ca. 3-4 Tage, das klingt wenig, aber bei mir hält jeder Nagellack normal nur einen, maximal zwei Tage (aber wirklich selten und meist auch nur, wenn ich Tip-Wear korrigiere und French überhaupt nicht), dementsprechend ist es für mich eine echte Erleichterung gewesen, mal nicht jeden Tag neu machen zu müssen. Außerdem waren die zwei Lacke praktisch sofort trocken, ich musste also nicht stundenlang aufpassen, nirgendwo anzukommen und mich dann zu ärgern, dass ich alles nochmal machen muss.

So, hier noch ein Vergleich zwischen den Tips, am Interessantesten ist sicher der Unterschied zwischen den weißen und den natural-white. Man sieht es am Bild leider nicht so gut (und im Geschäft, als ich die zwei nebeneinander gehalten habe, habe ich auch nix gesehen!), aber die Natural sind aus einem transparenterem Material, das einen leichten beige-peach Stich hat, weswegen sie auf den Nägel wirklich natürlicher rauskommen. Die weißen sind aus einem schneeweißen, sehr deckenden Material, das Weiß leuchtet richtig.
Die schwarzen sind ebenfalls sehr deckend, in der Sonne (und nur da!) konnte ich ein ganz, ganz leichtes Glitzern entdecken, was mich echt überrascht hat, weil man es sonst gar nicht sieht. Irgendwie gefallen mir die schwarzen nicht wirklich, vielleicht weil ich bei einem so auffälligen Frensh immer zusätzliche Verzierung brauche? Hmm...
Sehr gut gefallen haben mir aber die Silbernen, die schön schimmern und auch noch kleine Glitzerpartikeln drin haben. Sie wirken natürlich (natürlicher als die Weißen!), aber trotzdem edel. Nach den Natural meine Zweitliebsten. ;-)

Fazit: Alles in allem bin ich zufrieden damit und werde mal wieder Tips kaufen, vor allem, wenn Essence sie in länger raus bringt.

Dienstag, 15. März 2011

Pray for Japan

Ich habe mir wirklich sehr lange überlegt, ob ich diesen Post schreiben soll. Zum einen, weil mein kleiner, heiterer Blog diesem Thema einfach nicht gerecht wird zum andern, weil es leider zu viele Idioten auf der Welt gibt, die meinen, sie seien cool, wenn sie zu einer ersten - sehr ernsten - Sache einen blöden Kommentar abgeben.

Trotz allem habe ich mich jetzt dafür entschieden – einfach, weil ich nicht dazu schweigen kann. Dazu ist es einfach zu schrecklich. Mir geht das Ganze sehr nahe, weil Japan für mich ein tolles Land ist und ich mich mit diesem Land verbunden fühle, auch wenn ich leider noch keine Gelegenheit hatte, dorthin zu fahren. Ich habe mich viel mit der japanischen Kultur beschäftigt und kann auch ein paar Wörter japanisch (wirklich nur ein paar Wörter!).

Ich möchte hier jetzt keine Diskussion über Atomkraft, Erdbeben, was man hätte besser machen können oder besser machen kann noch irgendwas in der Art auslösen und werde deswegen die Kommentarfunktion abschalten (und wegen der oben erwähnten Idioten). Mein Blog ist und wird immer unpolitisch bleiben, egal um was es geht. Punkt.

Dieser Post soll lediglich meine Solidarität mit dem japanischen Volk ausdrücken und meine Bewunderung, wie sie trotz dieser Katastrophe so gefasst und zivilisiert bleiben. Ich wünsche jedem von ihnen, der noch unter den Trümmern liegt oder nach seiner Verwandtschaft sucht Glück, den Verletzten und vom Radioaktivität Gefährdeten Gesundheit und jenen, die ihr Leben gelassen haben Frieden.

Und noch viele kleine Wunder, wie das kleine Baby, das lebend aus den Trümmern geborgen wurde oder der alte Mann, der auf seinem Dach trieb und von der Marine unverletzt gefunden wurde. Aber vor allem die Stärke, sich trotz allem nicht unterkriegen zu lassen und die Hoffnung, dass alles wieder besser wird.

Quelle vom Bild: AP/Hiroto Sekiguchi via ORF

Mittwoch, 9. März 2011

Hollo Spring!

Nun scheint der Frühling auch endlich bei uns angekommen zu sein und das Wetter ist wirklich traumhaft. Was ich dabei aber nicht verstehe, ist das im Frühling immer wieder die selben, faden Pastell-Töne ausgegraben werden. Gerade im Sonnenschein, wenn man die Finger nicht mehr permanent in Handschuhen verstecken muss, ist doch der richtige Zeitpunkt für Glamour... in dem Sinn heiße ich den Frühling jetzt mit dem König allen Glitzers willkommen: Holo! ;-D

Verwendet:
Essence Colour&Go Nail Polish "57 Can't cheat on me"
Essence Nail Art Topper "06 You're a gold mine"
Chinda's Franky Tippainter "02 Philosopher's Stone"
Essence Nail Art Tippainter "10 More than Silver"
Essence Nail Art Tattoos

Freitag, 4. März 2011

Catrice "Iron Mermaiden" vs. Zoya "Ki"

So, heute gibt es mal wieder Vergleichswatche und zwar zwischen Catrice "490 Iron Mermaiden" und Zoya "Ki". Beide haben ein chargierende Finish von grün über grau zu lila und sind sich sehr ähnlich, aber doch nicht gleich.

Man sieht schon in der Flasche, dass der Zoya dunkler ist als der Catrice - aber das ist nicht der einzige Unterschied. Der Catrice deckt leider recht schlecht - ich würde eher empfehlen, ihn über einen dunklen Lack zu layern... 4 Schichten lackieren zu müssen, damit er halbwegs deckt ist nämlich eher unlustig. Der Zoya hingegen deckt eigentlich schon mit 2 gut, ich hab für den Swatch noch eine 3. drauf getan, wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen.

Trotzdem finde ich den Catrice toll - gerade zum Layer eröffnen sich hier sicher sehr viele Möglichkeiten, gerade eben, weil er nicht so deckt. Und mit 2,50 Euro kann man nicht viel falsch machen - vor allem, dass man nicht wieder im Ausland bestellen muss. ;-)

Fazit: Wem das Finish gefällt - zuschlagen. Wer es gerne schnell deckend haben will ohne Layern zu müssen: Finger weg! :-)

Crackle again!

Kaum ein Nagel-Trend spaltet die Meinungen so sehr wie "Crackle" - die einen lieben es, die anderen hassen es. Und jetzt geht die Sache mit einem Haufen neuer Töne in die nächste Runde - IsaDora hat ihre Graffiti-Kollektion erweitert und p2 hat nun auch einen golden Crackling-Lack. Ich hab zwei von den neuen Lacken und gleich Mani's damit gezaubert. ;-)

"Kaffesüchtig" - p2 Color Victim "710 Soulful" mit IsaDora Graffiti Nails "809 Latte Queen"

"Goldrausch" - Catrice Ultimate Lacquer "450 Sand Francisco" mit p2 Crackling Top Coat "030 Gold Rush"

Mittwoch, 2. März 2011

Catrice "Enter Wonderland" LE Tip Painter

Ich war ja gestern auf Sortimentsfeldzug - und bin ja auch teilweise erfolgreich gewesen. Unter anderem hab ich auch die Catrice "Enter Wonderland" LE entdeckt - und mir den Tip Painter in "C01 Wizard Gold" mitgenommen - leider ein TOTALER Fehlkauf!

Wie ihr euch vielleicht noch erinnert, habe ich mich ziemlich auf den Tip Painter gefreut und sogar im Zuge selbst welche gefrankt. Nun bin ich zwar mit meinen sehr zufrieden, wollte aber das "Original" trotzdem haben - ich hätte es mir sparen sollen, wirklich!

Der erste Punkt wo ich meckern muss ist der Pinsel - er ist zu kurz, zu breit und vor allem: zu borstig/ausgefranst. Bei aller Liebe, damit kann man keine schönen Linien ziehen, höchstens ungleichmäßige Balken! Ich frage mich echt, wieso sie nicht den selben Pinsel genommen haben, den Essence bei ihren Tip Painter verwendet, der ist nämlich gut!


Der zweite Punkt ist der Lack selbst - der ist für einen Tip Painter viel zu sheer! Ich habe mich dann zwar gespielt und nach ein paar Schichten geht es dann. Aber ehrlich: Wer will das Muster pro Nagel 3x zeichnen?! Ich nicht!
Und zum Schluss muss ich noch sagen: Er tropft auch noch. Toll, wirklich. -.-"

Fazit: Ich kann nur davon abraten - die 2,45 Euro kann man wo anders viel besser investieren!

Dienstag, 1. März 2011

Prolog

Wie konnte das passieren? Es war ein ganz normaler Tag gewesen – zumindest im Leben eines CEOs einer der größten Konzerne der Welt, der Kaiba Corporation. Und doch endete er so… tragisch. Obwohl, er hatte Glück im Unglück gehabt. Er lebte noch.
Seto Kaiba‘s entfuhr ein Ton zwischen Schmerz und Verärgerung, als er sich aufsetzte - er hatte es nicht kommen sehen. Schon oft hatte er sich in lebensgefährlichen Situationen befunden, aber so weit war es noch nie gekommen. Vor allem nicht so hinterlistig.
Wut stieg in ihm auf, als ihm bewusst wurde, wie ehrlos man ihn meucheln wollte. Bis jetzt hatten seine Feinde wenigstens den Stolz bewiesen, sich ihm in einem Duell zu stellen. Aber die Zeiten änderten sich offensichtlich – die Schusswunde in seiner Schulter war der Beweis dafür.
„Nii-sama! Nii-sama!“ preschte Mokuba Kaiba durch die Tür des Krankenzimmers und hätte um ein Haar einen der Doktoren, die seinen Bruder umkreisten, damit am Kopf getroffen.
„Mokuba…“ stöhnte dieser und wunderte sich, dass ihm auch das Sprechen ihm Schmerzen bereitete.
„Nii-sama! Wie geht es dir? Ich habe gerade erfahren, was passiert ist! Ich hatte solche Angst um dich, als ich erfahren habe, dass man dich angeschossen haben!“ sprudelte es aus dem kleinen Bruder heraus und Tränen stiegen ihm in die Augen.
„Mir geht es gut…“ sagte Seto und versuchte aufzustehen, doch der über ihn hereinbrechende Schmerz ließ sofort wieder zusammensinken.
„Nii-sama!“ schrie Mokuba geschockt, als schließlich ein Arzt an seiner Seite auftauchte.
„Mr. Kaiba, I strongly recommend you to rest… the wound could open again otherwise.“ sagte dieser mit respektvoller Stimme. Niemand würde es wagen Seto Kaiba Befehle zu geben – nicht, wenn er seinen Job behalten und ein angenehmes Leben führen wollte.
„Hmpf.“ murrte dieser nur zur Antwort. Diese Hilflosigkeit widersprach all seinen Prinzipen.
„Bitte hör auf den Arzt, Nii-sama!“ bat Mokuba ihn dann mit einer besorgten Stimme und Seto konnte nicht anders als ihm einen liebevollen Blick zu geben.
Egal, was auch passierte, Mokuba war immer an seiner Seite und sorgte sich um ihn. In dieser Welt voller Hass und Verrat war er sein Licht der Hoffnung, der einzige Mensch, dem er vertrauen konnte. Der Einzige, mit dem er noch dasselbe Blut teilte.
Inzwischen flossen Tränen über Mokubas Wangen. „Ich hatte solche Angst, dass du sterben könntest…“ sagte er schließlich.
„Das wird nicht passieren!“ beruhigte Seto seinen Bruder – wenn auch auf seine typisch schroffe Art, aber Mokuba war das egal – er kannte seinen Bruder gut genug um zu wissen, dass er es nicht so meinte.
„Und was ist, wenn sie es nochmal versuchen?!“ fragte ihn Mokuba voller Sorge. „Bitte… besorg dir einen Bodyguard… und zwar den besten, denn es gibt!“ setzte er dann noch verlegen nach – er wusste, der Vorschlag würde seinem Bruder nicht gefallen. Seto war niemand, der sich gerne auf jemand anderes verlies.
„Pff. Als ob mir so eine Pfeife etwas bringen würde…“ antworte Seto darauf abwertend.
„Bitte, Nii-sama! Für mich – ich wüsste nicht, was ich ohne dir tun soll!“ flehte Mokuba, dem wieder Tränen über die Wangen liefen.
Auch wenn er es nie hätte zugeben wollen – die Worte seines Bruders berührten ihn, die Tatsache, wie er sich um ihn sorgte.
„Ok, von mir aus… wenn du dann beruhigt bist…“ sagte Seto genervt und verdrehte dabei die Augen.
„Danke, Nii-sama!“ rief Mokuba freudig und umarmte seinen Bruder, der daraufhin wegen den Schmerzes zusammenzuckte, worauf ihn Mokuba sofort wieder los lies.

Ring. Ring. Ring.
Das Handy blinkte wie verrückt und vibrierte, während sich der einfache Klingelton in dem kargen Raum verteilte. Ein einfaches Bett mit einem schlichten Metallrahmen stand an einer Wand, gegenüber einer schmuckloser Holzkasten. Dazwischen ein bodenlanges Fenster, das von einer heruntergelassen Rollo verdeckt wurde – der ganze Raum wurde nur von einer kleinen Nachtischlampe, die sich auf einem Tisch neben dem Bett befand, erleuchtet.
Ring. Ring. Ring.
Eine junge Frau mit brustlangen, creme-blonden Haaren kam durch die Tür und schmiss ihr Handtuch auf das Bett – sie tropfte noch von der Dusche, die sie gerade hinter sich hatte. Doch statt sich dem rebellierendem Handy zu widmen ging sie zum Schrank und öffnete ihn. Sie nahm ein paar schwarze, leicht glänzende Kleidung heraus und begann sich anzuziehen.
Ring. Ring. Ring.
„Argh!“ murrte sie wütend und griff schließlich nach dem Handy. Sie sah kurz auf das Display und hob dann ab.
„I told you to don’t call me again!“ schimpfte sie in das Telefon. “This is the last time I…”
“Claim down, Kira, I have a job for you!” sagte eine männliche Stimme auf der anderen Seite, die trotz dem Ärger ihres Gesprächspartners amüsiert klang.
„Didn’t I told you I out of that business?“ schrie sie nun – es war eindeutig, dass sie ziemlich wütend war.
„It’s not like that. Don’t you watch the news? This about this CEO whom got shot, a few of his man were here – they searching for a bodyguard…“ erklärte der Mann.
Mit einem Mal begann die Frau schallen zu lachen: „A bodyguard? I’m a assassin for god’s sake!“
“Didn’t you just say you’re out of that business?” antwortete der Mann überlegen.
“Goodbye, Mark…” sagte sie und wollte schon auflegen.
„Wait!“ schrie er. „What do you want to do for living now? Job as a waitress? Come on, this isn’t like you!”
“I don’t need a job.” antwortete sie genervt – es war nur wahr, ihr letzter Auftrag hatte ihr genug Geld eingebracht, dass sie sich darum keine Sorgen mehr machen musste. Aber bei Gott, das war den Ärger trotzdem nicht wert gewesen!
„Beside that, why do you insist anyway? Call someone else!” sagte sie abschließend.
„Simply – because the asked for the best – and that’s you!“ antwortete er. “Please – it’s important for me to make this work!” flehte er. “I’m out of here when I mess this up! You own me that!”
“I own you nothing!” she said – aber auch, wenn sie es nie zugegeben hätte, es schmeichelte ihr, dass er sie als die Beste sah, also kamen ihr die Worte nicht so scharf über die Lippen wie sie gewollt hatte.
Er merkte das natürlich sofort und witterte seinen Sieg: „Kira! Please!“
„Fine!“ seufzte sie. „I’ll go there and look what I can do – but I don't promise anything!” setzte sie noch nach.
“Great! Thank you!” sagte er freudig. „The address is…”

Bound by your Sins - Vorschau

Titel: Bound by your Sins
Genre: Thriller
Altersempfehlung: 14+
Disclaimer: Seto und Mokuba Kaiba gehören Kazuki Takahashi, alles andere ist meines. ;-)
Zusammenfassung: Seto Kaiba hatte schon oft gefährliche Feinde – aber noch keine wie diese. Als er angeschossen wird, ringt ihm Mokuba das Versprechen ab, sich den besten Bodyguard zu suchen, denn es gibt. Doch wer hatte gedacht, dass dieser Gestalt annimmt in einer jungen Frau namens Kirara, die selbst eine dunkle und mysteriöse Vergangenheit hat…?
Status: Wird fortgesetzt

Anmerkung:


Gleich mal vorweg: Ihr müsst das alles jetzt nicht lesen um die Story zu verstehen. Also nur, wen es interessiert. ;-)


Und ja, das ist eine Yu-Gi-Oh! Fanfic, aber sollte wer von euch schon etwas davon gehört haben, die deutsche Version hat NICHTS und ich meine WIRKLICH NICHTS mit dem Original zu tun. Da ist so lange daran rumgeschnippselt worden, bis es für Kinder passt – die japanisch Version, gerade der Manga, auf den ich mich hier Großteils beziehe (vor allem die Arks - also kein Noa, kein Dartz, kein Grad Prix und vor allem: keine Memorie-Welt!), ist da anders. Und noch was – Kirara hat NIX mit Kisara zu tun, auch deren Existenz klammere ich hier aus… ich hatte den Namen schon LANGE vorher. ;-)
Außerdem entleihe ich mir nur Seto und im Zuge auch Mokuba – einfach, weil er einer meiner liebsten Manga-Charaktere ist und ich ihm immer schon eine ordentlich Fanfic widmen wollte. Davon abgesehen passt sein Charakter hier einfach zu 100% in die Story. ;-)
Die anderen Charaktere oder Begebenheiten werden höchstens mal erwähnt, das war’s (Kein Duell Monsters!) – auch sonst habe ich nichts aus der Original-Story übernommen. Auch den Magie-Teil habe ich ganz raus genommen… Seto glaubt eh nicht an Zauberei, wir befinden uns also in der ‚normalen‘ Welt. ;-)
So, kommen wir zu dem Teil, der den Großteil von euch betreffen wird, die von Yu-Gi-Oh! noch nichts gehört haben (:-D) – ich habe eine kurze Biographie zu Seto zusammengestellt, ihr die NICHT lesen MÜSST, ich werde alle für die Story relevanten Teile einbinden. ;-)
Ich würde aber empfehlen, sie zu lesen, auch oder vielleicht gerade, wenn ihr Yu-Gi-Oh! schon kennt, weil ich wie gesagt, mich zwar zum Großteil auf den Manga beziehe, aber nicht 100%ig. ;-)
Eine weitere Neuerung ist, dass ich teilweise auf Englisch schreiben werde – ich habe lang hin und her überlegt, ob deutsch oder englisch, weil mir viele gute Phrasen auf Englisch eingefallen sind, aber ich mir eine ganze englische Story nicht wirklich zutraue und außerdem mein Blog ja deutsch ist, ist mir eine Idee gekommen. Nachdem die Story in US spielt, habe ich beschlossen die Konversationen englisch zu halten, wenn sie das sind – Seto und Mokuba sprechen ja auch noch japanisch. Von daher, wenn sie in der Story was Deutsches sagen, dann ist das in Wirklichkeit japanisch. Kira kann auch noch eine andere Sprache, aber dazu wird jetzt mal nicht mehr verraten. ;-)
Ansonsten hoffe ich, dass ihr mir trotzdem treu bleibt, auch wenn die Story von der Art anders ist, als die beiden Finsternis-Teile. Aber ich will mich als Autor auch weiter entwickeln und außerdem wird es ja sonst fad. :-)

Seto Kaiba:
Seto ist eine sehr kühle, stolze und arrogante Person – er vertrau niemandem (außer Mokuba) und glaub nicht an Freundschaft oder Liebe. Nein, das Einzige, woran er wirklich glaub ist Macht und zwar die, die er sich selbst erarbeitet hat. Die meisten Leute würden ihn als eiskalt und gewissenlos beschreiben, aber es lohnt sich einen Blick hinter die Fassade zu werfen.
Als er 5 Jahre alt war, starb seine Mutter bei der Geburt seines kleinen Bruders Mokuba und als er 10 war schließlich auch sein Vater bei einem Autounfall. Die Verwandtschaft hat den zwei Brüdern ihr Erbe weggenommen und sie in ein Heim gesteckt.
Seto hat das Ganze sehr verbittert und er verlor das Vertrauen in die Erwachsenen – er wurde selbst „erwachsen“, weil er für seinen Bruder stark sein wollte und ihm versprochen hat, dass er ihn immer beschützen wird und dass sie nicht das „Nichts“ bleiben würden, zu dem sie gemacht worden sind.
Und Seto bekam seine Chance – als Gozabura Kaiba, der Präsident der Kaiba Corp. – zu dem Zeitpunkt eine Firma, die Waffe und Militär-Equipment herstellte - und 5-facher Schachmeister aus Publicity-Gründen in das Waisenhaus kam um sein Preisgeld zu spenden.
Man muss dazu sagen, dass Seto schon damals ein Genie war und ihn niemand im Schach schlagen konnte. Also passte er Gozabura ab und forderte ihn heraus – mit der Bedingung, wenn er gewinnt, muss er ihn und Mokuba adoptieren.
Gozabura war so beeindruckt von Seto‘s Mut (und außerdem drohte im Seto, der Presse zu sagen, er hätte Angst vor einem kleinem Kind, wenn er ablehnt) und so überzeugt von sich selbst, dass er annahm – und verlor. Und er hielt sein Versprechen und adoptierte die zwei Brüder.
Doch das Leben wand sich damit für Seto nicht zum besseren – im Gegenteil, Gozubura war ein grausamer Mann und hat Seto furchtbar geschunden (Tag und Nacht musste er lernen) um aus ihm einen guten Nachfolger zu machen.
Auch Seto’s Erfindung – ein Projektor für Hologramme, denn Seto für Video-Spiele einsetzen wollte, machte Gozabura nieder – so einen Blödsinn wie Spiele brauchte niemand laut ihm, er hatte ja auch Seto alle Spielsachen weggenommen – um diese Erfindung dann als seine eigene zu verkaufen und für Kriegsimulationen einzusetzen.
Das Seto Gozabura gehasst hat, muss ich wohl nicht extra sagen – aber er hat von ihm gelernt, und zwar wie man ein Businessman ist, ein grausamer jedoch, der über Leichen geht. Das wurde aber Gozabura am Ende selbst zum Verhängnis.
Als Seto ungefähr 14 war, stellte er ihm eine „Abschlussprüfung“ – er und Mokuba bekam je 2% von Kaiba Corp. und Seto sollte sie innerhalb eines Jahres verzehnfachen – schaffte er das nicht, müsste er zurück ins Waisenhaus.
Seto schaffte es in einem einzige Tag – indem er 51% einer Firma aufkaufte, die gut zu ihren Mitarbeitern war und ihnen drohte, wenn sie ihm seine Anteile nicht um das 10-fache wieder abkauften, dann würde er alle Angestellte rauswerfen.
Aber das war ihm nicht genug – er beschloss Gozabura ein für alle Mal los zu werden indem er sich mit dem Vorstand zusammen tat – er sagte ihnen, er könne nicht sehen, wie er so gute Männer wie sie so mies behandelte – doch Gozabura bekam Wind von der Sache und Seto beschuldigte Mokuba des Verrats, obwohl es Seto selbst war, der Gozubura die Info zukommen hatte lassen.
Dieser lief dann gekränkt zu Gozabura, der Seto dann 49% von Kaiba Corp aufkaufen lies, damit seine Niederlage schmerzhafter sei.
Seto konfrontierte Gozabura dann damit, dass Kaiba nun ihm gehöre, aber Gozabura meinte, er habe nur 49% und für diese Aktion würde er nun ins Weisenhaus zurück gehen – doch dann passierte etwas unerwartetes: Mokuba gab seine 2% Seto (Blut ist dicker als Wasser – genau drauf hat Seto spekuliert, der wusste, Gozabura würde ihn knapp verlieren lassen wollen!), der nun 51% hatte und Gozabura, der seine Niederlage nicht verkraftete beging Selbstmord.
Seto wandelte – sehr zum Ärgernis des Vorstands, den er jetzt noch mieser behandelte als Gozabura es getan hatte – in eine Firma um, die Computerspiele herstellte und damit sogar noch erfolgreicher wurde.
Seto war in allem, was er tat, immer der Beste – deswegen zerrte es so an ihm, als der Hauptcharakter der Serie – Yugi – in seinem Lieblings-Spiel, Duell Monsters, besiegte (Aber meinen Meinung ist ja, Yugi cheatet… eindeutig!). Und zwar immer wieder.
Zwischenzeitlich versucht schon öfter mal wer Seto um die Ecke zu bringen und sich die Kaiba Corp. unter den Nagel zu reißen… naja, in der Serie ist das oft Duell Monsters verwickelt, aber im Manga wird auch an und ab mal Waffengewalt verwendet. Im Manga hat Seto auch nicht so eine Abneigung Waffen gegenüber wie im Anime – man denke an die ganze Story mit Gozabura.
Am Ende der Serie hält dann Seto sein Versprechen, dass er Mokuba im Waisenhaus gegeben hatte und baut einen Freizeit-Park in dem Waisenkinder gratis Eintritt haben (aber er verdient damit trotzdem genug).
Alles in allem ist er sich einer der vielschichtiges Charaktere, der oft verkannt wird – meisten sehen nur seine äußere Schale und meinen, er sei nur egoistisch und selbstsüchtig. Aber im Grunde hat er all das nur getan, damit er Mokuba (und sich) ein besseres Leben bieten konnte und arbeitet sich dafür praktisch zu Tode.
Mokuba ist auch das Wichtigste in seinem Leben, er hat in der Serie mehr als einmal bewiesen, dass er für seinen Bruder sterben würde, wäre es notwendig, obwohl er sonst immer so tut, als wäre ihm nur er selbst wichtig. Gerade das macht aber auch das Interessante an seinem Charakter aus, weil er so zwiegespalten ist.
Er ist unglaublich stolz und es ist sehr schwer, sich seinen Respekt zu verdienen – aber nachdem, was er in seinem recht kurzen Leben schon erreicht hat (Seto ist am Ende der Serie 18, wenn meine Story beginnt 19), dann auch irgendwie zu Recht. Er hasst es, wenn er sich auf jemand anderen verlassen und muss und es fällt ihm sehr schwer, in einem Team zu arbeiten – das macht er eigentlich nur, wenn er muss. Außerdem begegnet er anderen Leuten oft mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus.
Aber man muss auch erkennen, wie verbittert ihn sein Leben schon hat und das er in einer Welt voller Intrigen lebt und ihn das geprägt hat. Genau wie Gozubura, der im eingebläut hat, dass wenn er nicht der Beste ist, ist er nichts wert… und obwohl er ihn ‚besiegt‘ hat, verfolgt ihm sein Schatten doch immer noch…
Vielleicht noch ein paar Worte zu Mokuba – dieser ist sich durchaus bewusst, was sein Bruder alles für ihn getan und geopfert hat und vergöttert ihn praktisch. Egal was Seto auch tut, Mokuba ist immer an seiner Seite und widerspricht ihm eigentlich auch nicht wirklich. Das eine Mal, wo er das gemacht hat, war Seto total geschockt, aber man hat dann auch gesehen, dass ihn Mokubas Meinung wichtig ist, im Gegensatz zu der von jedem anderen, das ist ihm nämlich egal…
Kurz gefasst könnte man ihn also als einen klassischen Anti-Hero beschreiben, das trifft es ziemlich gut. ;-)

Epilog

Schwarz. Schwarz wie die Nacht. So war das Kleid, das ich trug – eigentlich hätte es zu diesem Anlass weiß sein müssen. Aber diese Farbe passte nicht zu mir. Nicht mehr – ich hatte all meine Unschuld, meine Reinheit, mein Licht hinter mir gelassen und mich der Finsternis hingegeben.
Bereitwillig war ich ihr entgegen gegangen – direkt in Alon’s Arme.
Die Schuld verschlag mich wie ein hungriges Tier – ich hatte sie alle verraten und doch konnte ich es nicht bereuen. Ich konnte nur weiter gehen auf meinem dunklen Pfad – dem Schicksal entgegen, dem ich nie hatte entrinnen können.
Das weite, prachtvolle Kleid wehte bei jedem meiner Schritte um mich herum – voller edler Verzierungen, Spitze, Samt und Seide in höchster Vollendung. Dazu schmückte weißes Gold und Diamanten, die mit den Sternen um die Wette hätten leuchten können, meinen Hals, Ohren, Handgelenke und Finger. Doch alles wurde in den Schatten gestellt von dem Diadem, das ich auf meinem Kopf trug und dem Schleier, der daran befestigt war und über meine Schulter bis zum Boden reichte und dabei sogar hinter mir her schlief.
Die großen, schweren Türen der reichlich verzierten und geschmückten Kapelle öffneten sich vor mir und eine düstere Musik kam mir entgegen – auf den mit vielen, schwarzen Blüten geschmückten Bänken links und rechts neben mir hatten sich eine Vielzahl von Wesen versammelt, von denen einige mehr und andere weniger menschlich aussahen und doch war ich mir sicher, hier der einzige Mensch zu sein.
Doch wirklich achtete ich nicht auf sie – mein Blick war fest geradeaus gerichtet auf das Ziel meines Ganges, das Ziel meines ganzen Daseins: Alon.
Er wartete da auf mich – in einer Rüstung, die noch um einiges edler und verzierter war, als die, die ich schon kannte und sein langer, schwarzer Samtumhang umspielte ihn und machte deutlich, wer er war: Der Herrscher der ganzen Welt – der diesseitigen und der jenseitigen.
Und trotzdem wollte er nur eines: Mich. Eine einfache Menschenfrau, der das Schicksal etwas anderes vorgesehen hatte.
Ich trat neben ihn und er ergriff sogleich meine Hand.
„Esmeralda…“ flüsterte er und ich sah ihm tief in die Augen. Früher hatte es mich gestört, wenn er mich bei meinem alten Namen nannte, aber nun hatte ich ihn akzeptiert – es war der Name, der einer Kaiserin würdig war und genau das würde ich nun werden. Alles andere lag hinter mir und war längst zu kalter Asche zerfallen.
Er hob seine Stimme und begann zu sprechen: „Ich schwöre dir, dich zu lieben und zu schützen - bis an das Ende aller Tage.“
Ich sah ihm noch einmal tief in die Augen und antwortete ihm: „Ich schwöre euch, euch zu lieben und euer zu sein – bis an das Ende aller Tag.“
Dann nahm Alon einen Ring aus einem mir unbekannten Material, das silbern glänzte und steckte ihn mir an den Finger während er flüsterte: „Auf ewig mein.“
Die Stelle, an der der Ring meinen Finger berührte, wurde warm, aber das Gefühl verschwand sofort wieder.
Ich nahm den anderen Ring und steckte ihn Alon an den Finger und flüsterte: „Auf ewig dein.“ - auch sein Ring wurde kurz warm.
Dann küsste er mich leidenschaftlich und die Welt um mich herum begann sich zu drehen – mit einem Mal wusste ich nicht mehr wer ich war und wo ich war. Erst als sich seine Lippen von meinen lösten, trat die Welt wieder an mich heran.
Dann nahm Alon mich an der Hand und führte mich aus der Kapelle – die Gäste, die sich am Ende der Zeremonie erhoben hatte, knieten sich Reihe um Reihe nieder, als wir an ihnen vorbei kamen und folgten uns dann in einigem Abstand.
Wir wandelten durch das Schloss bis wir im Thronsaal angekommen waren – doch Alon ging an am Thron vorbei und führte mich zu einem Balkon, von dem man das ganze Schloss und auch noch einige Teile des Umlandes erkennen konnte. Und obwohl es immer noch furchterregend war, hatte ich keine Angst – nicht, solange Alon an meiner Seite war.
Doch das Unglaublichste war, dass dort unten – soweit das Auge reichte – dicht gedrängt Leute standen. Wobei, Leute war nicht die richtige Bezeichnung: Wesen hätte es besser getroffen. Wesen aller Art.
Alon führte mich bis zur Brüstung und sprach: „Volk von Seria – kniet nieder vor eurer Kaiserin!“
Und mit einem Mal ging eine Welle durch die Masse, als sie sich alle auf die Knie fallen ließen. Beeindruckt von dem Spektakel ries ich die Augen auf – wer hätte gedacht, dass sich Dämonen vor einer Menschenfrau niederwerfen würden?
Alon schien meine Gedanken zu lesen als er mir einen Arm um die Hüfte legte und mich von dem Balkon in Richtung Thron führte. „Du bist jetzt kein Mensch mehr – du bist meine Gemahlin.“ flüsterte er mir ins Ohr. „Für alle Ewigkeit.“
„Ja.“ antworteich mit fester Stimme als ich meinen Blick vom Thron abwandte und Alon tief in die Augen sah. „Für alle Ewigkeit.“