Mittwoch, 28. Juli 2010

13. Die grausame Strafe

Endlich trat ich aus dem Zelt. Kaum war Alon aus Selbigem verschwunden, huschten erneut diese seltsamen, stummen Frauen herein um mit mir die selbe Prozedur zu vollziehen wie am Abend davor. Wieder wurde ich gebadet, nachdem man mir ein prächtiges Frühstück mit exotischen Früchten, Brot, Eiern, Honig und vielen Sachen, die ich gar nicht benennen konnte, serviert wurde. Der einzige Unterschied war, dass sie mir danach kein Nachtgewand sonder ein prächtiges Kleid anzogen. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie etwas Vergleichbares gesehen - selbst die wunderschönen Roben der Prinzessinnen in den Märchenbücher, aus denen mir meine Mutter, als ich ein Kind war, immer vorgelesen hatte, sahen dagegen aus wie die Kutten eines Bettlers.
Es war ein einem dunklen Smaragdgrün gehalten und und mit schwarzen und goldenen Zierapplikationen und Spitzen überseht. Zudem war eine Korsage eingefasst, die das Kleid noch majestätischer wirken lies. Außerdem wurde ich mit einem Kollier, Ohrringen und Diadem geschmückt. Dann schminken sie mich und steckten meine Haare kunstvoll hoch. Als ich mich dem Spiegel sah, erkannte ich mich kaum wieder. Ich sah tatsächlich aus wie eine Prinzessin!
Für einen Augenblick war ich versucht, Alon wirklich zu glauben, ich sei eine gewesen. Wenn... wenn ich mich nicht gekannt hätte! Niemand war weiter davon entfernt, eine Prinzessin zu sein, als ich!
In meinem Dorf hatten sich die Leute so oft darüber brüskiert, wie ungehobelt ich mich verhalten würde. Zu laut. Zu abbrausend. Zu widerspenstig. Wie ein Junge. Wie sollte jemand wie ich so etwas Vornehmes wie eine Prinzessin sein? Das war unmöglich. Sophi... ja, sie wäre hätte eine gute Prinzessin abgegeben. Lieblich. Ruhig. Fein.
Der Gedanke an sie schnürte mir den Hals zu und ich fühlte, wie mir Tränen in die Augen schossen, als ich plötzlich wieder in das hier und jetzt gerissen wurde.
„Prinzessin!“ hörte ich plötzlich eine kalte Stimme direkt neben mir. Ich drehte mich reflexartig in die Richtung, aus der sie kam und sah Laures vor mir, der mich mit seinem Auge erneut voll von Hass anstarrte. Ich fragte mich, was sich wohl hinter der Augenbinde wohl verbarg, auch wenn ich es eigentlich gar nicht wissen wolle. Allein der Gedanke dran drehte mir den Magen um. Ein hasserfülltes Auge war auch schon mehr als genug!
„J...ja?“ antwortete ich unsicher, obwohl ich mir nicht einmal ganz sicher war, ob ich gemeint war. Schließlich war ich keine Prinzessin.
„Eure Kutsche ist bereit...“ sagte er und wies auf selbige. Eigentlich hätte mich nach allem, was ich hier schon gesehen hatte, dieser Anblick nicht mehr überraschen sollen. Aber er tat es doch. Sie war fünf Mal so groß wie jede andere Kutsche, die ich je gesehen hatte und über und über mit silbernen Verzierungen übersät, die auf dem schwarzem, glänzenden Untergrund wie zu leuchten schienen. Davor waren 10 schwarze Pferde gespannt und zu beiden Seiten waren jeweils 10 berittene Soldaten, die offensichtlich als Geleit dienen sollten.
„Prinzessin... können wir?“ fragte Laures und ich bemerkte den Zorn in seiner Stimme, obwohl er versuchte, diesen zu unterdrücken.
„Ja...“ sagte ich kleinlaut und schritt neben ihm zu der Kutsche. Er öffnete mir die Tür und ich stieg ein. Dann folgte er mir und schloss die Tür hinter sich.
Der Innenraum war genauso prächtig wie das Äußere vermuten hatte lassen. Alles war mit dunklem Samt und Seide bespannt und mit silbernen Verzierungen versehen. Es befand sich auch noch ein Tisch, ein Bett und sogar ein Bücherregal in dieser geräumigen Kutsche.
Ich nahm auf einer Seite der Kutsche Platz und Laures auf der anderen – ganz so, als ob er zwischen uns den größtmöglichen Abstand bringen wollte.
Dann spürte ich wie die Kutsche sich in Bewegung setzte und sah aus dem Fenster. Ein letzter Blick auf das unheimliche Lager und dann war nur noch Wald zu erkennen. Eine Weile saßen wir nun schweigend da und ich überlegte mir, ob ich mir aus dem Regal ein Buch nehmen sollte um mir die Zeit zu vertreiben. Mehr konnte ich nicht tun. Flucht war aussichtslos, ich wurdestreng bewacht – ob es nur zu meiner Sicherheit geschah oder ob Alon glaubte, das ich sonst vielleicht flüchten würde...? Ich wusste es nicht.
Aber etwas anderes beschäftigte mich noch mehr: Wieso verachtete mich Laures so sehr? Als ich ihm das erste Mal begegnet, dachte ich, sein unbändige Hass würde mich in die Hölle hinabziehen. Wie konnte er jemanden, den er noch nie getroffen hatte - der ihm nichts getan hatte, so sehr hassen...? Obwohl, ganz richtig war das vielleicht nicht. Möglicherweise war in meinem letztem Leben etwas geschehen, das seinen Hass rechtfertigte? Auch wenn ich nicht an Alons Geschichte glaubt, so war nicht gesagt, das Laures es nicht tat.
Aber anstatt das meine Erkenntnis nun meine unbändige Neugier schmälerte schürte sie sie noch mehr.
Was hab ich ihm getan?
Ich biss mir auf die Lippen.
Ich kann ihn nicht fragen.
Langsam setze ich zum Sprechen an.
Nein!
„Laures...?“ fragte ich vorsichtig.
Verdammt.
Er sah zu mir hinüber und wieder traf mich sein verachtender Blick. Für einige Sekunden starrte er mich nur an, bevor er etwas erwiderte.
„Ja, Prinzessin?“ sagte er wieder voll unterdrücktem Hass.
Ich schluckte, bevor ich weiter sprach.
„Wieso... wieso hasst ihr mich so sehr?“ fragte ich ihn schließlich gerade heraus.
Stille.
Eine leichter Hauch Überraschung huschte über sein Gesicht, dann schüttelte er den Kopf.
Doch ehe ich mir über die Bedeutung dieser Geste Gedanken machen konnte, sah er mich wieder an – dieses Mal mit einem grimmigen Grinsen im Gesicht, das mich noch mehr erschreckte als sein Hass.
„Wieso ich euch hasse?“ fragte er rhetorisch mit einem bitterem Lächeln. Dann griff er sich an das verbundene Auge und entfernte die Binde.
Reflexartig hielt ich mir die Hände vor dem Mund und sah ihn entsetzt an. Dort wo sein anderes Auge hätte sein sollen befand sich ein klaffendes Loch, das als schreckliche Narbe sein eigentlich wunderschönes Gesicht verunzierte.
„Ich... verstehe nicht...“ stotterte ich, „Habe etwa ich...?“
Laures brach in schallendem Gelächter aus, das mich zusammen zucken lies.
„Nein, natürlich nicht...“ sagte er dann während er den Kopf schüttelte.
„Als wenn ein Mensch zu so etwas in der Lage wäre...“ setze er dann fort, als er die Binde wieder anbrachte.
„Aber was...?“ fragte ich dann.
„Aber ihr seid Schuld dran!“ unterbrach er mich dann mit eine Stimme wie ein scharfes Messer und blickte mich aus dem verblieben Auge eiskalt an.
Ich war nicht mehr in der Lage etwas zu antworten und starrte ihn nur an, während sein Blick sich in die Ferne richtete.
„In eurem letztem Leben habt ihr meinen Herrn betrogen...“ erläuterte er. „Und trotzdem wollte er euch nicht töten, weil ihr angeblich getäuscht wurdet. Als ihr kamt um gegen ihn zu kämpfen, bin ich euch entgegen getreten. Er hatte mir befohlen euch aufzuhalten ohne euch zu verletzen. Aber ihr habt einen hinterhältigen Trick verwendet um mich zu besiegen, obwohl ich euch trotz euer gestohlen Kraft weit überlegen war... ich geriet außer mich und verletze euch doch, als ich etwas von meiner Kraft einsetzte...“
Er griff sich an die Augenbinde bevor er mich wieder ansah.
„Als Strafe hat er mir mein Auge genommen... aber was noch schlimmer ist: Ihr habt mich dazu gebracht, den Schwur, ihm ewige Treue und Gehorsam zu leisten, zu brechen und meine Ehre zu besudeln!“
Ich schluckte und schaffte es endlich meinen Blick abzuwenden. Jede Sekunde, in der ich in sein glühendes Auge sah bohrte sich schmerzvoll in mein Herz.
Was war damals nur passiert? Ich hatte Alon verraten? Das passte nicht zu dem, was er mir erzählt hatte. Nicht, dass ich das geglaubt hatte. Aber wieso wollte er mich dann unbedingt zurück haben? Es war zum Wahnsinnig werden - für jedes gelöste Rätsel kamen unzählige neue hinzu! Das alles machte einfach keinen Sinn!
Plötzlich wackelte die ganze Kutsche und ich wurde zu Boden geschleudert. Von Draußen waren wilde Schreie und Kampflärm zu hören. Im nächsten Augenblick wurde die Tür aufgerissen und eine wilde Gestalt blickte hinein. Bevor ich noch mehr erkennen konnte, hatte sich Laures auf ihn gestürzt und sie waren beide verschwunden.
Einige Sekunden starrte ich auf die offene Tür und den dunklen Wald dahinter. Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit vor kamen. Dann sprang ich aus der Kutsche und rannte hinein in den Wald. Hinein in die Freiheit.

Freitag, 16. Juli 2010

Labello "Angel Star"

Erinnert ihr euch noch, dass ich euch im Frühling eine neue Pflegeserie von Nivea - "Angel Star" - vorgestellt habe? Nun, von Labello gibt es jetzt den dazupassenden Lippenbalm. Wer sich jetzt vielleicht wundern, wieso Labello einen Balm passend zu einer Nivea-Serie raus bringt: Die zwei Marken gehören zusammen. In manchen Ländern gibt es Labello in dem Sinn auch nicht, da kommen exakt die gleichen Produkte unter der Marke "Nivea" heraus - nur so als Info. ;-)

Neugierig wie ich bin, musste das gute Stück natürlich gleich mit. Nicht, das ich nicht genug Labellos habe - ich hab erst gestern den Pure&Natural Mineral&Minze und den Olive&Lemon mitgenommen. Aber naja, so ist das halt. :-D

So, jetzt aber zu dem Lippenbalm. Die Verpackung passt optisch sehr gut zu den anderen Angel Star Sachen, auch wenn sie deutlich dunkler ist. Es ist aber offensichtlich, dass auch der Lippenbalm für Teenager gemacht ist. Außerdem hat sie eine etwas andere Form als die Labellos bisher, allerdings dürfte das jetzt wohl bei allen Labellos kommen, der neue Fruit& Shine Erdbeere hat die selbe Verpackungsform. Gut finde ich, dass der Lippenbalm einen Sonnenschutz enthält, dass ist im Sommer doch recht praktisch!

Er duftet auch recht lecker fruchtig, jedoch etwas anders als die anderen Angel Star Produkte. Nicht so direkt nach Himbeere, eher allgemein beerig. Ist allerdings schwer zu sagen, da er nicht besonders stark duftet - was ich jedoch gut finde, ich mag es eigentlich nicht, wenn ich rieche, was ich auf den Lippen habe, das nervt nach einiger Zeit.

Außerdem schimmert er recht schön, allerdings nicht so stark wie es auf dem Swatch den Eindruck macht. Ich finde ihn recht hübsch, der Schimmer ist nicht zu grob und auch nicht zu stark. Aber man sieht ihn eindeutig auf den Lippen!

Fazit: Gekostet hat er - beim DM - 1,95 Euro. Die meisten Labello sind leider recht teuer, dafür ist er noch recht günstig. Ich finde ihn für den Preis ok, wenn auch kein Haben-Muss. Was ich leider nicht weiß, ist ob es den Labello auch in Deutschland geben wird, nachdem es die Nivea Angel Star Serie meines Wissens dort nicht gibt.

Freitag, 9. Juli 2010

Mein neuer Mitbewohner!

Die Kuscheltier-Armada in meinem Bett hat heute Zuwachs bekommen. Ein ultra-süßes Kätzchen was die liebe Eava für mich gemacht hat! Vielen, vielen lieben Dank - ich freu mich irrsinnig darüber, es hat schon in seinem neuen Zuhause eingelebt und Freundschaft mit den anderen Plüshis geschlossen. ;-)

Solltet ihr Eava's Blog noch nicht kennen, dann solltet ihr das umgehend nachholen. Da gibt's nicht nur sehr hübsche Nail-Arts sondern auch eine ganz süße Plüsch-Kuh. ;-)

Dienstag, 6. Juli 2010

Warum klappt das einfach nicht?

Ich bin frustiert - richtig f-r-u-s-t-r-i-e-r-t - DAS war mein keine-Ahnung-wievielter-hab-bei-10-aufgehört-zu-zählen-ter Versuch, Salzburger Nocker zu machen. Mit fast genauso vielen verschiedenen Rezepten. Und: Es klappt einfach nicht!

Hartneckig bin ich ja - irgendwie - aber das hilft mir irgendwie gar nicht. Ich hab jeden Trick, den ich irgendwo aufgeschnappt habe, ausprobiert. Aber irgendwie wird das Zeug nicht steiff genug, schwimmt davon und am Ende setzt sich unten der Dotter ab.

Ok, die Küchenfee war ich nie - wer meine Rezepte kennt, weiß das es bei mir schnell & einfach gehen muss. Möglichst ohne zehntausende Zutaten... wie kommt die Chinda also auf Salzburger Nockerl?

Ganz einfach, weil ich noch nie welche gegessen habe. Und weil ich nicht weiß, wo man in Wien welche bekommt - und die Reise nach Salzburg für ein Dessert ist mir dann doch etwas zu weit. Und weil ich neugierig bin. Und weil ich weiß, das sie mir sicher schmecken würden. Und, verdammt noch mal, weil mich auch der Stolz gepackt hat. Andere schaffen das auch, oder?

Aber ok, ich bin ja auch an Sushi gescheitert... aus mir wird nie ein gute Köchin werden (Ok, das ist auch nicht mein erklärtes Lebensziel, aber nett wäre es schon!) , soviel ist sicher. Wie ein Freund von immer sagt: Schuster, bleib bei deinen Leisten... soll halt andere mich bekochen! *fg*

So und weiß jetzt jemand ein Restaurante in Wien, das Salzburger Nockerl hat und nicht allzu Schicki-Micki ist? Ich hab Hunger!