Freitag, 29. Januar 2010

Be my Valentine!

So, endlich wieder eine Mani. Nachdem ich die letzte Woche aus Stress-Gründen nur mit Klarlack auf den Nägeln herumgelaufen bin, gibt's jetzt endlich wieder Farbe. Etwas früh für die Valentine-Mani, ich weiß. Aber mir ist grad danach. ;-)

Verwendet:
s-he Nail Polish "306"
Look by Bipa Nail Tatto Liner "11 Glitter Red"
Strass-Herzen vom Libro

Donnerstag, 28. Januar 2010

4. Die fremde Stadt

Mit jedem Schritt, dem ich Sozia ich näher kam, hatte ich das Gefühl, immer winziger zu werden.
Das große Tor in der äußersten Stadtmauer öffnete sich langsam und ein paar Wagen kamen heraus. So konnte ich schon von näherer Entfernung ein paar Blicke auf das Innere der Stadt erhaschen. Und ich war überwältigt. Ich dachte immer in unserem Dorf wäre es vor und nach dem Winter richtige geschäftig zugegangen, aber das war nichts im Vergleich zu hier. Noch nie hatte ich so viele Menschen an einem Platz gesehen!
Dieser fremde, atemberaubende Ort zog mich so magisch an, dass ich gar nicht bemerkt hatte, wie ich in die Stadt hineingelaufen war, bis ich mich mitten auf dem Marktplatz stand und von unfreundlichen Gesellen angerempelt wurde.
„Steh nicht blöd im Weg rum!“ fauchte mich einer von ihnen an anstatt sich zu entschuldigen. Ich wollte ihm schon etwas nach schreien, als ich im Augenwinkel sah, wie mich benahe eine dicke Frau mit einer dreckigen Schürze und einem speckigen, braunen Kleid beinahe ebenfalls angerempelt hätte. Nur im letzen Moment konnte ich ihr ausweichen.
Unfreundlicher Ort!
Meine Bewunderung fiel in Ärger über und ich beschloss, so schnell wir möglich wieder von hier zu verschwinden. Doch ich brauchte noch etwas, der eigentlich Grund, wieso ich direkt auf die nächste Stadt zu gelaufen war, wo es doch auch einen kürzeren Weg zu meinem Ziel gegeben hätte: Ein Pferd.
Ich machte mir keine Illusionen drüber, dass ich den Weg nach Yasha niemals zu Fuß bewältigen hätte können. Natürlich, ich hätte auch in unserem Dorf ein Pferd stehlen können. Aber ich hatte schon genug gestohlen und außerdem lagen die Stallungen in der Mitte des Dorfes. Ich hätte nie unentdeckt dort eindringen und eines mitnehmen können. Also musste ich schweren Herzens die wertvolle Kette, die ich von meiner Großmutter geerbt hatte gegen einen reitbaren Untersatz eintauschen. Aber ich denke, Oma hätte es verstanden, hätte sie den Grund dafür gewusst.
Familie, sagte sie immer, sei das wichtigste. Und Sophi war für mich wie eine Schwester – wie eine Zwillingsschwester, wenn man vom deutlichen optischen Unterschied mal absah.
Endlich, nachdem ich beinahe zehn Mal um ein Haar angerempelt wurde, fand ich unter den verschiedensten, bunten Markständen etwas, dass danach aussah, als könnte ich dort fündig werden: Eine Stallung mit ein paar hübschen Pferden.
Ok, ich verstand nicht viel von Pferden. Aber genug, damit sie mich nicht ganz über das Ohr hauen konnten.
Ich strafte die Schultern und ging direkt auf den Stand zu. Zuerst wollte ich freundlich nachfragen, aber dann entschied ich mich anders. Freundlichkeit wurde an diesem Ort offensichtlich nicht geschätzt, wie ich schon erfahren durfte.
„Wie viel wollt Ihr für ein Pferd?“ fragte ich und setze eine unbeteilige Miene auf. Soviel hatte ich auch auf unserem Markt – oder Märktchen, im vergleich zu dem hier – gelernt: Sich bloß nicht in die Karten schauen lassen!
Der Verkäufer, ein großer, kahler Mann, dessen Muskeln selbst durch die dicke Felljacke hindurch sichtbar waren, musterte mich. Würde ich behaupten, er hätte mir keine Angst gemacht und ich wäre nicht am Liebsten davon gelaufen, wäre das eine glatte Lüge gewesen. Aber es gibt Dinge, die sind stärker als die Angst. Und in meinem Fall war das der Gedanke ans Sophi.
Dann lächelte er mich an, aber das war keinesfalls eine Besserung, denn er entblößte dabei seine halb abgefaulten Zählen. Aber wieder gelang es mir, mir nichts anmerken zu lassen.
„Nun, dass sind ganz besondere Pferde, junge Frau…“ versuchte er sich einzuschleimen. Offensichtlich nahm er an, ich hatte Geld, war ich doch in meinen feinsten und was viel wichtiger war – wärmsten – Mantel gekleidet.
„Ganz bestimmt sind sie das.“ sagte ich kühl und bestimmt und lies damit durchsickern, dass er mich nicht einlullen konnte.
„Also der Preis?“ setze ich noch nach und merkte, dass der Riese eindeutig vor den Kopf gestoßen war.
„20 Gulden.“ antworte er genauso knapp wie ich gesprochen hatte, er hatte wohl eingesehen, dass er sich seine Worte bei mir sparen konnte.
So etwas hab ich erwartet.
Bedauerlicherweise war meine Kette nur ungefähr 15 Gulden wert, obwohl auch das ein halbes Vermögen war.
Ich begann in meiner Tasche zu wühlen und zog die Kette heraus. Dann hielt ich sie ihm hin und sah ihm kühn in die Augen, obwohl mir dabei ein eiskalter Schauer über den Rücken lief.
„Was haltet ihr von dieser Kette?“ fragte ich ihn ruhig.
Stille. Er rührte keinen Muskel und ich wusste, dass er über mein Angebot nachdachte.
Jede Sekunde kam mir wie eine Ewigkeit vor, aber ich wusste, dass ich meine Ungeduld nicht zeigen durfte.
Er seufzte schwer und antworte schließlich: „Also gut.“
Ich hatte gewonnen.
„Aber nur, weil du so ein fesches Mädl bist…“ setze er noch nach.
Gut, soll mir recht sein, solang ich das Pferd bekomme…
Er band eines der Pferde los und hielt mir die Zügel hin, während er mit der anderen Hand die Kette forderte. Es war wirklich ein hübsches Pferd – ein helles, braunes Fell und eine glänzende, blonde Mähne. Klare, große Pferdeaugen starrten mich freundlich an und ich hatte es schon ins Herz geschlossen. Ohne Zweifel, ich hatte ein gutes Geschäft gemacht.
Ich nahm die Zügel und ließ die Kette in seine freie Hand fallen. Dann stieg ich auf das Pferd auf und lies mich von ihm durch die Menge tragen. Es war so um einiges leichter durch die Leute zu kommen, als zu Fuß. Die meisten hatten deutlich mehr Respekt vor Beritten als vor jenen, die nur von ihren eigenen Füßen getragen wurden.
Kein Wunder, wenn man von einem Pferd anrempelt wird oder es einem auf den Fuß steigt, tut das deutlich mehr weh.
Natürlich wusste ich, dass das nicht der einzige Grund war, aber mich erheiterte die Vorstellung trotzdem und zauberte kurz ein Lächeln in mein Gesicht. Aber die Sorgen kamen gleich wieder zurück.
Ich musste schnellstens aus der Stadt verschwinden, denn mein Dorf würde mein Verschwinden bald entdeckt haben – wenn das nicht schon geschehen war. Außerdem machte sich trotz meines Nachmittagsschläfchens langsam Müdigkeit bemerkbar. Ich musste also bald einen sicheren Schlafplatz finden. Kurz hatte ich darüber nachgedacht in der Stadt ein Zimmer zu mieten, aber das war nicht nur zu teuer sondern auch zu riskant. Hier würden sie zuerst nach mir suchen.
Innerlich verfluchte ich die Menschen zu meinen Füßen dafür, dass sie so unendlich langsam dahin schlichen, obwohl mir erst kurze Zeit zuvor ihre Hast furchtbar auf die Nerven ging. Aber mit jedem Augenblick sah ich vor meinem inneren Auge deutlicher eine Sanduhr, die langsam aber immer schneller rieselte. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, als ich endlich am südlichen Tor ankam.
Und noch länger, bis ich selbiges passieren konnte, denn die Straße war völlig mit Marktkarren, die ihre Waren in die Stadt bringen wollten, verstopft.
Als ich endlich über die Zugbrücke nach Draußen trabte, waren die verschneiten Felder schon ganz von der Vormittagssonne erwärmt. Als mir bewusst wurde, wie viel wertvolle Zeit ich vergeudet hatte, gab ich meinem Pferd die Sporen und wir galoppierten einem ungewissen Schicksal entgegen.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Hier kommt Luna!

Ende November - gerade am Geburtstag meines Freundes, genau 12 Jahre nachdem er ihn damals zum Geburtstag bekommen hat - ist Kiki, einer seiner beiden Kater gestorben - er möge in Frieden ruhen. Das war für den armen, alten Tommy noch ein größer Schock als für uns Menschen, denn die zwei haben praktisch ihr ganze Leben zusammen verbracht. Also haben sich er und seine Mutter dazu entschieden, eine neue Katze zu nehmen - Luna.

Luna beim "Darksiders"-Spielen - Ja, sie hat auf den Bildschirm geprankelt! :-D

Nun, 'Katze' ist vielleicht die falsche Bezeichnung. Denn das kleine Wollknäuel ist in Wirklichkeit ein gefährlicher Piranha. Als ich sie das erste Mal mit Knabberstangerl gefüttert habe, wollte sie meine Finger gleich mitfressen. :-o
Aber das war noch nichts - den letztens wollte das gerade vier Monate alte Katzekind dem sechs Jahre alten Hund den Knochen abknöpfen. Ok, der Hund hat gewonnen, aber Madam hat ihn angefaucht und nach ihm geprankelt. Kurzum, schüchtern ist sie nicht.

Oh, sie kann doch kein Wässerchen trüben, oder? ;-)

Das zeigt sich auch immer dann, wenn sie Tommy ärgert und mit ihm spielen will, obwohl er eigentlich lieber schlafen will. Tja, da bekommt er es auf seine alten Katzentage noch zurück, dass er selber Mal so schlimm war. Trotzdem hat die Kleine eindeutig dazu beigetragen, dass er den Tod seines Freundes besser überstanden hat - er ist wieder viel agiler und frisst mehr.
Aber sie kann auch ein kleines Engerl sein - wenn sie schläft. :-D
Oder kuscheln will - ich schwöre, ich habe noch NIE eine Katze so laut schurren gehört.

Dienstag, 19. Januar 2010

Anna Sui Parfum Miniaturen

Wie einige von euch wahrscheinlich wissen, sammle ich Parfums und besonderes Parfumminiaturen.

Ich bin da ziemlich pingelig, ich mag nur die Miniaturen, die dem großen Original sehr, sehr ähnlich sind. Leider gibt es genug Miniaturen, die fast keine Details haben und recht lieblos gemacht sind. Bei Parfums, wo die Originalflakons wunderschöne Details haben und romantisch verschörkselt sind, fallen dem naturgemäß am öftersten zum Opfer - denn bei schlichen Flakons kann man ja nicht viel weg lassen.

VLNR Secret Wish, Secret Wish Magic Romance, Rock Me!, Live your Dream, Anna Sui

Und das ist der Grund, wieso ich die Anna Sui Parfum Miniaturen so liebe. Ihre Parfums haben wunderschöne, romantische und detailreiche Flakons und sie übernimmt dabei (fast) alles auch bei ihren Miniaturen.

VLNR Dolly Girl: On the Beach, Lil'Stalet, Dolly Girl, Benjous L'Amour, Oh laa Love

Während Lolita Lempicka bei den neuersten Duft - Si Lolita! - eine ziemlich klägliche Miniatur angeliefert hat - der Stofffetzen wäre echt drin gewesen und die Blätter glitzernd nachziehen auch, die Miniatur ist ja teuer genug - bleibt Anna Sui auch bei ihrem neuersten Duft - Rock me! - dieser Linie treu.

VLNR Night of Fancy, Flight of Fancy Rock Me!, Sui Love, Sui Dream

Deswegen wollte ich euch diese Miniaturen auch zeigen - sie gehören nämlich zu meinen Lieblingen und ich habe alle, die es gibt. Und das sind recht viele, wie ihr seht. ;-)

Montag, 18. Januar 2010

Pastell: Dream or Nightmare?

Eigentlich mag ich Pastellfarben - ja, wirklich! Aber irgendwann ist genug...

Der Pastelltrend für den Frühling ist schwer zu übersehen. Fast jede Make-Up-Marke kündigt eine LE mit vielen Pastelltönen an und die großen Nagellackfirmen in Übersee haben auch schon alle welche auf den Markt geschmissen. Eigentlich nichts dagegen zu sagen - würden mir von diesen Tönen die Augen nicht schon mehr weh tun als von Neon.

Wie gesagt, eigentlich mag ich Pastelltöne ja und es gab Zeiten, da gehörten sie zu meinen Lieblingsfarben. Vor allem in Kombination mit Schwarz sind sie eine erfrischende Abwechslung zum Schwarz-Weiß-Trend. Und zum Frühling passen sie eigentlich auch ausgezeichnet. Nur ist es wie mit allem - man kann es übertreiben. Und so hat der Frühling noch nicht mal begonnen und mir dreht sich schon der Magen um, wenn ich Pastellfarben sehe.

Und vor allem frage ich mich - wie kommt das? Normal gehen die meisten Trends an mir vor bei und ich trage das was ich will und wann ich will. Das wird der geneigten Leserschaft auch schon sicher aufgefallen sein - zum Beispiel meine Neujahrsmani, die einen Monat zu früh dran war. :-D

So stört es mich normal weder ob etwas 'in' ist noch ob es 'out' ist. Aber dieses Mal... hmm, vielleicht Reizüberflutung? Von Pastell? Ein Beweiß der Dunkelheit? Tja, das wird wohl nie geklärt werden.

Zuminderst wisst ihr jetzt, dass ihr von mir keine pastelligen Manis zu erwarten habt... zuminderst nicht in naher Zukunft. ;-)

Ach ja, von Pastell All-Over und anderen unverzeihlichen Mode-Sünden wollen wir hier lieber nicht sprechen - ich hab grade gegessen. *urgs*

Nature Night

Ja, auf den ersten Blick wirkt es nicht passend, aber mich erinnert es an braune Erde, silberne Sterne und orange flackernde Flamen. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade einen Fantasy-Roman lese. ;-)

Verwendet:
M.A.C Nail Polish "Silverstruck" (Cult of Cherry LE)
M.A.C Nail Polish "Blue Sprinkles" (Sweetie Cake LE)

Freitag, 15. Januar 2010

Sweet Girl

Ehrlich, ich muss mich grad zusammen reißen, damit ich meine Finger nicht anknappere. Wäre der Glitter nicht, tät ich meine Nägel jetzt für Bonbons halten. *lol*

Verwendet:
M.A.C Nail Polish "Girls will be Girls" (Fafi LE)
M.A.C Nail Polish "Rose Topping" (Sweetie Cake LE)

Donnerstag, 14. Januar 2010

3. Der stille Aufbruch

Es ist kaum zu glauben, wie langsam die Zeit vergeht, wenn man nichts tun kann. Vor allem, wenn man auch noch ungeduldig auf etwas wartet.
Eine weitere Woche war vergangen, bis ich mich aufsetzen konnte und noch eine, bis ich aufstehen konnte. Es hatte sechs lange Wochen gedauert, bis ich mich wieder halbwegs gut bewegen konnte und meine Brüche einigermaßen verheilt waren. Aber ich hätte schwören können, dass es Jahre waren, hätte der Kalender mich dann nicht des Lügen gestraft.
Der Winter hatte schon längst Einzug in unser kleines Dorf gehalten und die Vorbereitungen für die Mittwinternacht waren schon in vollem Gange, auch wenn einige Familien schmerzlich jemanden in ihrer Mitte vermissten.
Es war auch schon unerbittlich kalt draußen und die Nächte waren viel länger geworden als die Tage. Normal hasste ich das, weil ich nicht in der Stube herumsitzen und Karten spielen wollte. Bei meinem Plan war es aber durchaus hilfreich. Nun, eigentlich war ich sogar auf den Schutz der Nacht angewiesen, denn sonst hätten meine Eltern mein Verschwinden viel zu früh entdeckt.
Natürlich wusste ich, dass ich ihnen damit das Herz brechen würde. Aber genauso wusste ich, dass sie mich niemals freiwillig gehen lassen würden. Trotzdem musste ich gehen – ich konnte Sophi nicht im Stich lassen. Die Meisten würden denken, ich wäre verrückt geworden und dies war eine reine Selbstmord-Aktion. Vielleicht hatten sie damit sogar Recht – aber ich musste es trotzdem versuchen!
Ich packte also die wichtigsten Dinge zusammen mit etwas Proviant und dem wenigen Ersparten und Schmuck, den ich besaß, in eine kleine Tasche und machte mich zu meinem Fenster auf, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass meine Eltern schliefen.
Ich hatte ihnen auf meinem Kopfpolster einen Brief hinterlassen. Das war nicht gerade fein, wenn man bedenkt, was sie alle für mich getan hatten. Aber wenn ich es nicht versuchen würde, würde ich wahnsinnig werden.
Ich zog meinen Mantel enger und stieg aus dem Fenstern. Eiskalter Wind blies mir frische Schneeflocken ins Gesicht und ließ mich frösteln.
Möglichst leise schloss ich das Fenster hinter mir wieder und schaute mich um. Ich hatte Glück, dass das Haus meiner Eltern am Rande des Dorfes war, so war die Chance, unentdeckt zu bleiben, erheblich größer.
Langsam stapfte ich in Richtung Wald und verdammte das knirschende Geräusch, das der Schnee dabei machte. Mein Plan war klar – ich würde mich den Wald entlang zur Hauptstraße, die aus dem Dorf führte, schlagen um selbiger bis in die nächste, große Stadt zu folgen.
In einem unbeobachteten Augenblick hatte ich aus der kleinen Buchsammlung im Gasthaus ein paar Karten entwendet. Den netten, alten Henrik zu bestehlen, bereitet mir ein wirklich schlechtes Gewissen – aber da ich das Dorf noch nie verlassen hatte, brauchte ich sie – sonst würde ich mich gnadenlos verirren.
Schon nach ein paar Schritten machte mir die Anstrengung zu schaffen. Ich war so lange an das Bett gebunden gewesen, dass meine Ausdauer eindeutig drunter gelitten hatte. Zu dem verräterischen Knirschen unter meinen Füßen kam also noch mein stoßartiges Keuchen, dass sich in der Stille wie Donnerhall anhörte. Ich betete, dass es nur mir so vorkam und alle anderen friedlich schlummerten.
Außerdem spürte ich ein paar meiner Rippen schmerzhaft stechen - die Verletzungen waren noch nicht ganz verheilt! Aber jetzt war es zu spät, meine Fußstapfen würden mich am nächsten Tag so und so verraten und einen nächsten Versuch viel schwerer machen. Zudem wollte ich auch nicht länger warten.
Jetzt oder nie!
Ich presste die Zähne zusammen und wartete vorwärts. Immer mal wieder blieb ich stehen, wenn ein Geräusch die Stille durchbrach. Einmal war es ein Schneehase, der sich zu nah ans Dorf heranwagte und ein andermal ein kleines Vögelchen, das auf der Suche nach dem knappen Futter wohl sogar in der Nacht herauswagte.
Plötzlich hörte ich ein seltsames Knarren, dass sicher von keinem Tier kommen konnte. Nein, viel eher stammte es von einer Tür!
Ich zog mich schnell in den Schutz eines nahen Baumes zurück und war nun froh, dass ich mich, trotz des dadurch entstanden Umwegs, möglichst nahe am Wald gehalten hatte.
Aus meinem Versteck sah ich wie der alte Jacob aus seinem Haus gestapft kam und sich mit einer Laterne umsah. Mein Herz setze für einen Moment aus und ich hielt reflexartig die Luft an.
Wäre ich ein bisschen näher an den Häusern gegangen, hätte er mich sicher gesehen - oder zuminderst meine Fußstapfen!
Einmal leuchtete er nur knapp an meinen Spuren vorbei und ich hatte schon die Augen zugepresst um nicht mit ansehen zu müssen, wie ich entdeckt wurde. Eine unsinnige Geste, aber so ist es ja oft mit Reflexen.
Dann drehte er sich aber wieder um und schnaufte.
„Berta, ich hab dir doch gesagt, hier ist niemand! Du hörst schon wieder Gespenster!“ keifte er unfreundlich und stapfte wieder in Richtung Hauseingang.
Aber seine unfreundlichen Worte blieben nicht unkommentiert.
„Schrei nicht so rum, du weckst noch die Nachbarn!“ keifte seine Frau zurück – doch deutlich leiser.
„Außerdem weiß ich, was ich gehört habe!“ setze sie noch beleidigt nach.
„Wahrscheinlich irgendein Tier…“ hörte ich den alten Doktor noch murmeln und die Türe erneut knarren.
Dann herrschte wieder Stille und so langsam traute ich mich wieder normal zu atmen.
Das ist knapp gewesen – zu knapp für meinen Geschmack!
Es dauerte eine Weile bis ich es wagte weiter zu gehen und solange Jakobs Haus noch in Sichtweite war, hielt ich mich noch näher am Wald. Erst nachdem es deutlich hinter mir zurück gefallen war, traute ich mich wieder ein wenig hervor. Dann zogen die letzten Häuser an mir vorüber und ich atmete erleichtert auf.
Endlich war ich an der Hauptstraße angelangt und hatte das Dorf hinter mir gelassen. Aber noch war ich nicht in Sicherheit!
Meinen Berechnungen nach sollte ich für den Weg nach Sozia auch zu Fuß nicht länger als diese Nacht brauchen – vorausgesetzt, ich hielt mir ran. Zügig schritt ich voran und lies sämtliche Abzweigungen an mir vorübergehen. Die Hauptstraße führte direkt nach Sozia, da hätte ich mich gar nicht verlaufen können. Selbst in dieser Dunkelheit nicht, denn obwohl ich das Dorf hinter mir gelassen hatte, wagte ich es nicht, eine Laterne zu entzünden. Ich hatte auch gar keine mitgenommen!
Langsam, aber doch kroch die Kälte durch meine weich gefütterten Stiefel und durch meinen dicken Mantel. Ich schlag die Arme um meinen Oberkörper und beschleunigte meine Schritte – immer verfolgt von der Angst, dass jemanden vor dem Morgen mein Verschwinden auffallen würde und sie mich finden würden.
Die Tatsache, dass sich die Zeit in der Finsternis nicht messen, machte es nicht einfach. Ich nahm auch nur schemenhaft wahr, wie sich die Landschaft um mich herum veränderte. Erst als die Dämmerung hereinbrach, fiel mir auf, dass ich mich weit hinter der Grenze meiner Welt befand. Das Land hier war viel flacher und es traten nur vereinzelt Bäume auf – den Wald hatte ich weit hinter mir gelassen.
Aber viel atemberaubender war das, was sich direkt vor mir befand. Noch nie hatte ich so große Häuser gesehen. Die höchsten Spitzen ragten bis in den Himmel und wurden vom Licht des anbrechenden Tages golden erleuchtet. Mehr als ihrer Spitzen konnte man jedoch nicht erkennen, denn der ganze Ort war von einem weiß glänzenden Wall umzäunt, dass nur von einem großen, mächtigen Tor durchbrochen wurde. Sozia war wirklich atemberaubend!

Mittwoch, 13. Januar 2010

Sternenregen

So, natürlich musste ich gleich was testen - nämlich den Glitter. Ach ja und ich habe heute den Essence Nail Art Pen in Silber nachgekauft. Das ist der erste Farblack, den ich je nachgekauft habe. Echt toll, das Teil!

Verwendet:
M.A.C Nail Polish "Rainy Day" ("Blue Storm" LE)
Essence Nail Art Pen "03 Silver Star"
No-Name Glitter "Holo"

Dienstag, 12. Januar 2010

Cinderella

Sicher kennt ihr alle Disney's Cinderella, oder? Dieser Film war meine Inspiration mein neues Nail-Art. Jaja, ich weiß, es fehlt der obligatorische Schuh. Aber mir war eher nach Krone. ;-)

Verwendet:
Loreal Jet-Set Nail Polish "220"
Look by Bipa Nail Art Pen "1 Silver"
Konad Schablone "M40"
No-Name Strasssteine

Donnerstag, 7. Januar 2010

Süßes Gift

Der Frühling hatbei mir auf äußerst bedrohliche Weise Einzug gehalten...

Augen: M.A.C Liquidlast Liner "Greenpoint"
Lippen: M.A.C Lipstick "Lollipop Loving"
Wangen: b:pretty Blush "Pink", Catrice "Nude Sensation" LE "C02 Nude Peach"

Nägel: Look by Bipa Nailpolish "19 Poisen"

Mittwoch, 6. Januar 2010

2. Das traurige Erwachen

„Aya?“ durchbrach eine Stimme die Stille, die in meinem Kopf herrschte. „Ayalia!“
Ich spürte, wie jemand leicht an mir rüttelte und gleichzeitig, wie sich langsam Schmerz in mir ausbreitete.
„Lass sie, sie kommt zu sich, wenn sie bereit dafür ist.“ erkannte ich die tiefe Stimme meines Vaters.
Er war ein guter, ehrbarer und weiser Mann, jeder im Dorf respektierte ihn. Streng, aber herzlich.
„Aber Theodor!“ sagte die erste Stimme wieder und nun erkannte ich auch sie. Es war die Stimme meiner Mutter. Sie war eine liebevolle Frau, die sich immer zu viele Sorgen machte. Besonders um mich. Wobei, wahrscheinlich gab ich ihr zu oft auch genug Grund dafür.
„Sie ist unser einziges Kind… wenn sie…“ schluchzte meine Mutter und ich wollte die Hand heben, um sie zu trösten, aber es gelang mir nicht – es war, als ob ich fest gekettet wäre. Stattdessen durchfuhr ein noch stärkerer Schmerz meinen Körper.
„So darfst du nicht denken, Rose.“ antwortet Vater ihr.
„Sie wird wieder gesund werden. Ganz gesund… sie hatte Glück, dass sie nur auf einen Vorsprung und nicht die ganze Schlucht hinunter gefallen ist.“
Das Schluchzen wurde stärker und ich wusste, dass sie sich in ihren Gedanken ausmalte, wie es mir ergangen wäre, wäre genau das passiert. Und plötzlich fragte ich mich, wieso ich mich nicht gewundert hatte. Eigentlich hätte ich nicht mehr am Leben sein können, wäre ich die ganze Schlucht bis zum Grund hinunter gefallen. Aber über so etwas macht man sich eben erst später Gedanken.
Nun nahm ich alle meine Kraft zusammen und öffnete langsam die Augen. Grelles Licht blendete mich und es dauerte ein paar Sekunden, bis ich zumindest Umrisse erkennen konnte.
„Aya!“ hörte ich die Stimme meiner Mutter erneut schreien, aber in ihrem Kreischen lag auch Erleichterung.
„Ayalia!“ sagte sie noch mal – dieses Mal etwas ruhiger. Nun konnte ich sie auch langsam erkennen.
Mühsam schluckte ich und nahm noch einmal meine ganze Kraft zusammen um zu Sprechen.
„Wa… Was?“ – Weiter kam ich nicht, jeder Ton der meine Lippen verlies tat schrecklich weh.
„Oh Aya!“ schluchzte meine Mutter erleichtert.
Dann suchte ich mit meinem Blick Vater. Auch ihm war Erleichterung ins Gesicht geschrieben, auch wenn er – wie immer – deutlich gefasster war als Mutter. Nicht, dass ich ihm weniger bedeutete als ihr. Nein, ich wusste, dass seine Familie sein Ein und Alles war. Er war nur gelassener als sie und behielt selbst in den schlimmsten Situationen die Ruhe. Das war eine Tatsache, die viele an ihm zu schätzen wussten. Selbst der Bürgermeister fragte ihn oft um Rat, weil er seine ruhige und bodenständige Art bewunderte.
„Ayalia…“ setze er an. „Du brauchst erstmal Ruhe. Versuch gesund zu werden, alles andere kann warten.“
Langsam schlichen sich die jüngsten Erinnerungen zurück in mein Gehirn. Und mit ihnen kam unendliche, alles verzehrende Panik.
„Sophi!“ krächzte ich so laute wie es mein verletzter Körper zu ließ und zuckte augenblicklich zusammen, da mich aufgrund dieser Anstrengung erneut ein starker Schmerz durchfuhr.
Meine Eltern wendeten beide ihre Blicke ab und ich wusste, dass das nichts Gutes bedeuten konnte.
„Was ist mit ihr passiert…?“ presste ich mühsam und unter Schmerzen hervor. Jeder Augenblick kam mir wie eine unerträgliche Ewigkeit vor und ich verfluchte meinen geschundenen Körper dafür, dass ich nicht auf der Stelle aufspringen und nach ihr suchen konnte.
Mein Vater setzte zum Reden an, doch ich sah, wie er zögerte. Er wog seine Worte gut ab und so was tat er nur, wenn er mir etwas sehr Schlimmes beibringen musste. Die Sekunden zogen sich wie Stunden und bohrten sich in mein ohnehin schon verletztes Ich.
„Diese Männer… haben sie mitgenommen.“ sagte er langsam.
Ich wusste nicht, ob ich erleichtert oder zutiefst traurig sein sollte. Einerseits war sie noch am Leben und war nicht für ihren Widerstand getötet worden, doch sie hatten es geschafft, sie zu verschleppen.
„So wie Angelika, Daphne und Henrietta.“ setze er noch nach.
Die anderen drei schwangeren Frauen in unserem Dorf – mit Angelika und Daphne war ich zusammen in de Schule gegangen, Henrietta war schon älter – es war im Gegensatz zu den anderen – nicht ihr erstes Kind.
„Und die kleine Emma.“ mischte sich meine Mutter schluchzend ein.
Emma war Julias erstes Kind, sie war erst ein halbes Jahr alt. Alleine nicht lebensfähig… wer konnte nur so grausam sein, so ein kleines Kind seiner Mutter zu entreißen?
Der Selbe, der vor den Augen einer werdenden Mutter ihren Ehemann tötetet. dachte ich düster.
„Patrin…“ setze ich an und ich sah den verwunderten Blick meiner Eltern. Natürlich, sie wusste, dass ich ihn nicht mochte.
Er mag mir gegenüber gemein gewesen sein und ich hatte ihm sogar mal den Tod gewünscht. Aber er hat sich ohne zu Zögern für Sophi geopfert, das rechnete ich ihm hoch an. Ich wünschte, ich hätte ihm das noch sagen können. Wir mochten uns zwar nicht, aber unsere Zuneigung zu Sophi verband uns doch irgendwie. Und nun musste ich mir noch eingestehen, dass er ihr wirklich ein guter Mann gewesen war. Nun war es dafür aber zu spät um mich noch mit ihm zu versöhnen.
„Er ist schon beigesetzt worden.“ riss mich mein Vater aus den Gedanken als er mir endlich antwortete.
„Schon?“ fragte ich ächzend.
„Nun…“ erwiderte er mir langsam.
„Du warst einige Zeit bewusstlos…“
„Wie lange?“ fragte ich kurz angebunden um die dabei entstehenden Schmerzen zu minimieren.
„Eine Woche…“ antwortete er mir.
„Was?“ krächzte ich laut und fuhr erneut vor Schmerzen zusammen.
Eine Woche! Das alles ist schon eine Woche her? Das kann nicht sein!
„Du hattest großes Glück, Schatz!“ sagte meine Mutter schließlich und strich mir über die Stirn.
„Jacob sagt, dass wenn du anders aufgekommen wärst, dann wäre es viel schlimmer gekommen… ich will gar nicht dran denken, was passiert wäre, wenn dieser Vorsprung nicht gewesen wäre!“ erklärte sie schon mehr zu sich selbst als mir und ihre Stimme brach dabei fast.
„Er sagte auch, dass du wieder völlig gesund werden wirst.“ setze mein Vater noch aufmunternd nach.
Aber was bedeutete das schon? Sophi war verschleppt worden und wer weiß, was sie mit ihr machen würden. Einen Augenblick lang wünschte ich mir, ich hätte es nicht überlebt.
„Schlaf noch ein bisschen, Schatz.“ sagte meine Mutter.
„Du musst dich erholen, das ist jetzt das Wichtigste!“ setze sie noch nach.
Ob Sophis Eltern auch so denken? Wohl kaum…
Sophi war ihr einziges Kind. Mehr hätten sie auch gar nicht ernähren können, ihre Eltern waren arm. Als Patrin sich entschied, gerade sie zu heiraten, waren ihre Eltern vor Freude aus dem Häuschen. Ihre einzige Sorge war immer gewesen, ob ihre Tochter eines Tages ein gutes Leben haben würde. Und nun, ich mochte mir gar nicht vorstellen, wie sie litten. Wie verzweifelt sie waren. Von allen Menschen, hatten sie es am wenigsten verdient.
Und ich dachte nicht nur so, weil ich die beiden mochte. Sie waren immer nett zu mir gewesen und hatte mir trotz ihrer Armut zur Mittwinternacht süßes Brot und andere Leckereien geschenkt.
Nein, sie waren auch zu allen anderen herzensgut. Obwohl sie selbst nicht viel hatten, hätten sie trotzdem mit jedem, der es brauchte, noch das wenige, was sie hatten, geteilt.
Warum trifft es immer die Guten?
Aber irgendwo hatten meine Eltern trotzdem Recht, solang ich an dieses Bett gefesselt war, konnte ich gar nichts tun. Außer Pläne schmieden.
Und genau das werde ich tun!

Montag, 4. Januar 2010

Erinnert ihr euch noch...

...an die Zeit, wo es total 'In' war Nagellack und Lippenstift in der selben Farbe zu tragen? Ich fand das damals total toll und habe das gerne so getragen. Heute war mir wieder danach. :-D

Lippen: Loreal Color Riche Lippenstift "029"

Nägel: Loreal Jet-Set Nagellack "029"

Sonntag, 3. Januar 2010

Syoss Repair Therapy Shampoo + Spülung

Ich bin ja schon recht lange darum herum geschlichen, aber bis jetzt hatte mich immer die recht große Packung (500ml) und der damit verbundene Preis abgeschreckt. Aber in der neuen Maxima* war ein 1+1 Gratis Gutschein für den Billa** und so hab ich mir Shampoo und Spülung um zusammen 4,49 Euro gekauft, was ich doch recht günstig ist.

Wie gesagt, ich war ziemlich skeptisch, das bin ich immer, bei Marken, die ich nicht kenne. Ich hab erst jetzt gesehen, dass die zu Schwarzkopf gehören. Aber das muss ja noch nichts heißen. Außerdem hab ich mit 'Frisör-Marken' eher schlechte Erfahrungen gemacht.
Dementsprechend bin ich ziemlich überrascht, das Zeug ist nämlich wirklich gut.
Das Shampoo schäumt gut und hinterlässt auch ein angenehm sauberes Gefühl. Die Spülung lässt sich gut im Haar verteilen und macht sie auch recht weich. Meine Haare glänzen wunderschön und der Duft hält sich sogar noch nach dem Trocknen. Normal rieche ich den Duft nicht einmal mehr in den nassen Haaren. :-o
Den Duft selbst zu Beschreiben ist recht schwer, ich finde, es riecht typisch nach Frisör-Shampoo. Aber da ich immer zum selben Frisör gehe, muss das noch nichts heißen. Auf jeden Fall sehr angenehm.
Außerdem sind sie sehr leicht zu kämmen gewesen, aber trotzdem nicht überpflegt. Ein bisschen weicher könnten sie sein, aber im Grunde passt das auch.
Was mich auch positiv überrascht hat, war dass sich sowohl Shampoo als auch Spülung trotz der Packungsgröße sehr gut dosieren lassen.

Fazit: Empfehlenswert, auch zum Normalpreis. Es gibt beim Müller auch eine Probiergröße. aber die ist mit 2 Euro für 50ml sehr teuer.

*Österreichisches Magazin, das um 1 Euro im Billa, Bipa, Merkur und Adeg erhältlich ist und immer 1+1 Gratis Gutscheine enthält.
**Österreichische Supermarktkette