Donnerstag, 31. Dezember 2009

Guten Rutsch!

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr(zehnt)!

Und viel Glück, Gesundheit und was ihr euch euch sonst noch wünscht! :-)

Schneestern

Wirklich zu Silvester passt das nicht, ich weiß. Aber ich wollte schon länger eine richtige Schneesternmani machen und tja, heute war es so weit. ;-)

Verwendet:
Essence "Moonlight Collection" LE Nagellack "03 Sparkling Dawn"
Essence Nail Art Tip Painter "03 Silver Star"
No-Name Stamping Schablone 'A'
No-Name Glitzersteinchen

1. Die schrecklichen Fremden

Die Sonne stand auf ihrem höchsten Punkt und erwärmte die kalte Erde leicht, als wir das Dorf erreichten. Es herrsche emsiges Treiben – jeder versuchte die wenige Zeit, die noch blieb, zu nutzen um sich auf den strengen Winter einzurichten. Die Ledermeister gerbten die Felle, die die Jäger brachten und der Fleischer räucherte das Wild. Die Bauern brachten ihre letzten Ernten auf den Markt, während einige Frauen noch ein paar Einkäufe tätigten und stramme Burschen Holz hackten. Aus manchen Häusern stiegen schon Rauchschwaden – heute war es deutlich kälter als die Tage zuvor. An anderen wurden letzte Reparaturen verrichtet, damit die Kälte nicht in die warmen Stuben kriechen konnte.
Einige Leute grüßten uns im Vorübergehen – deutlich mehr Sophia als mich, sie war sehr beliebt im Dorf. Etliche Männer hatten um sie geworben, bevor sie sich für Patrin entschieden hatte. Die meisten Menschen hätten es eine gute Wahl genannt. Er war der Spross einer der ehrenhaftesten und wohlhabendsten Familien im Dorf und konnte ihr ein gutes Leben bieten. Aber ich fand ihn einfach nur hochnäsig und arrogant. Er hatte Sophi tatsächlich gefragt, wie sie mit einer wie mir befreundet sein konnte. Ich wäre ihm beinahe an den Hals gesprungen, wenn Sophi nicht dazwischen gegangen wäre und ihm deutlich gesagt hätte, dass er ihre Freundinnen akzeptieren muss, wenn er sie zur Frau will. Ok, wenn wir genau sind – war ich ihre einzige richtige Freundin. Wir waren immer zusammen und kein Mann konnte uns trennen. Das wusste auch er und seitdem sagte er nichts mehr. Er ignorierte mich geflissentlich – damit konnte ich leben, ich ignorierte ihn auch.
Plötzlich brach Unruhe hinter uns aus und riss mich aus meinen Gedanken. Reflexartig drehte ich mich um und sah, wie eine Scharr Reiter in unser Dorf kamen.
So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Eine einzelne – zwar düstere, aber doch unscheinbare – Wache, ja. Aber nicht ein ganzes Dutzend schwer bewaffneter Reiter. Einer von ihnen war noch prunkvoller und gleichzeitig auch Angst einflößender als die anderen – er war eindeutig der Anführer. Was diese Scharr aber noch viel schrecklicher machte, ist die Tatsache, dass sie ihre Gesichter hinter grässlichen Helmen verborgen hatten und das sie in purem Schwarz gekleidet waren.
Ängstliches Geflüster breitete sich um mich herum aus und alle starrten die Fremden an. Das rege Treiben war total verebbt und Mütter zogen ihre Kinder fest an sich heran.
Der Anführer lies sein Pferd, das durch seine glühenden Augen nicht von dieser Welt zu sein schien, ein paar Schritte nach vorne traben und begann mit einer tiefen, unheimlichen Stimme zu sprechen.
„Im Namen seiner Majestät, Kaiser Alon, verkünde ich, dass alle schwangeren Frauen und alle Kinder unter einem Jahr mit uns in die Burg Yasha zu kommen haben. Wer sich weigert, wird gezwungen oder getötet.“
Einen Herzschlag lang herrschte eiserne Stille und es rauschte in meinem Kopf. Dann wurde mir bewusst, was das bedeutete: Sophi war schwanger!
Entsetzt sah ich sie an und ich erblickte tiefe Furcht in ihren Augen. Dann bemerkte ich wie ihr Blick den des Anführers traf und er ihren rundlichen Bauch sah.
„Nein!“ flüsterte sie halb erstickt neben mir als er langsam auf sie zukam. Schritt und Schritt näherte er sich.
„Nein!“ hörte ich eine Stimme neben uns und sah wie Patrin an uns vorbei direkt auf den Anführer zu rannte.
„Du wirst meiner Frau nichts tun!“ setze er noch nach und warf sich dem dunklen Reiter in den Weg.
Es ging so schnell, dass ich gar nicht wirklich sah, was passierte, bevor es zu spät war. Ein langes Schwert ragte aus Patrins Rücken, bevor es wieder herausgezogen wurde und er leblos zur Seite fiel.
Der Anführer hatte ihn einfach so getötet. Nicht, dass ich Mitleid von welchen wie ihnen erwartet hätte. Aber trotzdem schockierte es mich zutiefst, ich begriff endlich wie ernst die Lage wirklich war. Panik kroch in mir hoch und lies mich erstarren.
Sophi stieß einen entsetzen, schmerzvollen Schrei aus und fiel auf die Knie.
„Nein!“ schrie sie während Tränen über ihre Wange liefen und sie ihre Hand zitternd in die Richtung ausstreckte, in der ihr toter Gemahl lag.
Endlich fasste ich mich wieder. Ich nahm Sophi an der Hand und zerrte sie auf die Beine.
Sie starrte mich verdattert an, aber ich schrie sie nur an: „Lauf!“ und zog sie hinter mir her.
Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie begriff und noch ein paar mehr, bis unsere Häscher bemerkten, dass noch jemand so wahnsinnig war, ihrem Opfer zu helfen. Genug Zeit, dass wir den Rand des Waldes erreichen konnten.
Dieser galt nicht umsonst als verwunschen. Er war düster und undurchdringlich, wer sich in ihm nicht auskannte, konnte leicht darin verloren gehen. Aber wir kannten uns aus. Oder besser gesagt: Ich, denn Sophi stolperte mir nur blindlings nach, während ich sie gleichzeitig hinter mir her zog. Nun hang es also an mir.
Mein Atem ging keuchend und ich hörte, wie uns Pferdegetrampel folgte. Ich wusste, dass wir ihnen nicht lange davon laufen konnten – unsere einzige Chance war, uns gut genug zu verstecken.
Angsterfüllt suchte ich mit meinen Blicken den Wald um uns herum nach einem geeigneten Versteck ab, doch ich fand nichts.
Mit jeder Sekunde wurde das Getrampel lauter und ich immer panischer. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie es uns ergehen würde, wenn sie uns erwischten. Ob sie Sophi und mich genauso töten würden wie Patrin? Oder würden sie Sophi in diese schreckliche Burg verschleppen und nur mich töten? Oder nahmen sie uns beide mit? Vielleicht dachten sie, dass ich auch schwanger war? Tausende Fragen schossen mir durch den Kopf während wir so zwischen den Bäumen hindurch irrten.
Dann endlich sah ich sie – eine Felsspalte im Boden und augenblicklich rannte ungebremst ich auf selbige zu.
Und dann fiel ich - nein, wir fielen. In meiner Panik hatte ich eine Wurzel im Boden übersehen, doch ich hatte kaum genug Zeit mich darüber zu ärgern. Wir rollten beide über die kalte, harte Erde und direkt auf die Spalte zu, die sich beim Näher kommen als deutlich tiefer erwies, als gedacht.
Ich versuchte verzweifelt mich mit einer Hand in der Erde festzukrallen, doch ich fand keinen Halt und so rollten wir ungebremst über den Abhang.
Das war unser Ende, dessen war ich mir sicher. Ich dachte an meine Eltern, an Sophi und ihr ungebornes Kind. An alles, was ich noch gerne erlebt hätte.
Doch dann spürte ich wie einen Ruck durch meinen Körper und sah, dass Sophi sich mit einer Hand am Vorsprung festklammern hatte können.
„Aya…“ stöhnte sie und ich bemerkte, wie sie an Halt verlor. Sie konnte uns nicht beide halten.
Ich sah nach unten. Es ging mehere Hundert Meter nach unten – wenn wir fallen würden, wäre das unser Ende. Und wir würden fallen.
Ich schluckte und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Ich musste etwas tun und zwar schnell. Also fasste ich einen Entschluss, egal, wie schwer er mir auch fiel, ich wusste, dass es nur diesen einen Weg gab.
„Lass mich los!“ schrie ich sie an.
Für ein paar Sekunden – die mir wie Stunden vorkamen – herrschte Stille. Ich fragte mich, worüber sie nun nachdachte.
„Nein!“ schrie sie dann zurück. „Ich werde dich nicht auch noch verlieren!“
Einige ihrer Tränen landeten in meinem Gesicht und ich wusste, an wen sie dachte. Ihr Schmerz musste furchtbar sein.
„Denk an dein Kind!“ erwiderte ich. „Wenn du mich nicht los lässt, werden wir alle drei sterben!“
„Nein!“ antworte sie beharrlich und ich merkte, wie ihre Stimme einen schrillen Ton annahm.
Das brachte nichts, das wusste ich nun. Mit Vernunft war ihr nicht mehr beizukommen. Sie würde mich nicht los lassen – und wenn ich ehrlich war, ich hätte sie auch nicht los gelassen, wenn unsere Rollen vertauscht gewesen wären.
Aber unsere Hände waren glitschig vor Schweiß, es würde reichen, wenn ich…
Ich lies ihre Hand los und wand meine, so dass ihre Finger abrutschten. Augenblicklich fiel ich, während ihr entsetzter Schrei aus der Ferne zu mir durchdrang.
Im nächsten Moment spürte ich, wie ein entsetzlicher Schmerz meinen Körper durchfuhr und ich hatte das Gefühl, als wäre alle Luft aus meinem Körper gepresst worden. Schwarze Punkte tanzten vor meinen Augen, als ich versuchte, etwas zu erkennen. Ich wollte reflexartig aufschreien, aber meine Stimme lies mich im Stich, genau wie der Rest meines Körper. Und mir wurde kalt und umso kälter mir wurde, umso größer wurde die Angst. Würde ich nun sterben?
In der Ferne hörte ich Sophi meinen Namen schluchzen. Ich wünschte, ich hätte sie trösten können, aber das war mir verwehrt.
Und dann hörte ich weitere Stimmen – Stimmen, die mir das Blut endgültig in den Adern gefrieren ließen.
„Da ist sie.“ sagte eine tiefe Stimme, die eindeutig unseren Häschern gehörte.
„Wo ist die andere?“ fragte eine weitere tiefe Stimme.
„Wahrscheinlich abgestürzt.“ antwortete die erste gleichgültig.
„Egal. Wir brauchen sie eh nicht, die war nicht schwanger.“ erwiderte die zweite.
Dann hörte ich wie sie sich - zusammen mit Sophis Schluchzen - entfernten, bevor die Nacht endgültig über mich hereinbrach.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Benefit Coralista vs. Catrice "Nude Sensation" LE " C02 Nude Peach"

So, heute gibt es nach langer Zeit mal wieder einen Vergleich. ;-)
Ganz einfach, weil mir schon beim Kauf des Catrice "Nude Sensation" LE "C02 Nude Peach" Blush aufgefallen ist, dass er meinen geliebten Benefit Coralista verdammt ähnlich sieht.

Und tatsächlich, ich sollte Recht behalten. Die zwei sind wirklich sehr ähnlich. Ähnlich, aber nicht gleich. Während ich bei Schimmer und Textur keinen Unterschied finden kann, so ist der Benefit dünkler und ein bisschen rosastichiger als der Catrice.

Am Foto sieht man es leider sehr schlecht, aber auch aufgetragen ist der Benefit links noch dünkler und leicht rosastichiger als der Catrice rechts.

Fazit: Der Catrice Blush ist kein exaktes Dupe, aber eine sehr gute Alternative für alle, denen der Benefit zu teuer ist. :-)

Tops & Flops 2009

Die liebe Chamy hat mich mal wieder getagged. ;-)
Ich hatte ja gehofft, dass dieser Tag mich nicht erwischt, weil das für mich echt schwer ist. Zum einem, weil ich Flops ziemlich schnell entsorge und dann vergesse. Zum anderen, weil die Tops & Flops eines Jahres den Rahmen eines Posts total sprengen würden.
Daher habe ich mich darauf beschränkt jeweils die ersten 5 Tops & Flops, die mir in die Hände gefallen sind, zu nehmen. :-)

Tops
Erstmal stellvertretend für alle neuen p2 Lacke - 249 "Dangerous". Bei denen stimmt einfach alles - Preis, Auftrag, Haltbarkeit, Farbtöne. Uneingeschränkt zu empfehlen. ;-)
Microcell Matte ist inzwischen mein liebster Base Coat. Weil der Lack drauf sehr gut hält UND der Nagel dadurch deutlich fester und splitterfreier wird.
Und wenn doch mal was einreißt - dann nehme ich einfach das Maybelline Salon Care Repair Fluid und kitte es damit. Fertig! ;-)
Zu meinen liebsten Blush dieses Jahr gehörte Coralista von Benefit, ein echter Überraschungs-Hit! Es lässt mich frisch und gesund aussehen, nie zu angemalt und ja, es ist einfach toll! :-D
Dazu einfach toll finde ich den p2 Gloss "010 Shimmery Viola" aus der Nostalgic Moments LE. Der schimmert schön und es ist einfach ein toller Ton!

Flops
Die Vibrationsfunktion der Pulse Perfection Mascara von Maybelline ist nutzlos bis störend. Und auch ohne werden meine Wimpern damit nicht besonders. Ich ringe mich dazu durch, sie aufzubrauchen, aber das ist schon schwer. Ne, danke.
Der Lack "02 Frostbite" aus der Go Snow steht hier stellvertretend für alle drei Lacke aus der LE. Sie sind zwar wunderschön, aber egal, was ich mache, sie werfen Blasen. Ein No-Go!
Das Rexona Crystal Clear Pure Deo macht genau das, was es angeblich auf keinen Fall tut: Weiße Streifen auf dunkler Kleidung hinterlassen!
Das Terra Naturi Orange Aloe Deo macht das zwar nicht, dafür muss ich jedes Mal, wenn ich es aufsprühe ca. 5 Mal niesen und bekomme zuweilen halbe Erstickungsanfälle. Vom Regen in die Traufe würde ich das nennen.
Die Essence Winter Creation LE Handcreme "Orange & Schokolade" riecht zwar in der Tube toll, aber mit meiner Hautchemie vertragt sie sich nicht. Da riecht sie dann plötzlich total ranzig! Richtig schlimm sogar! Da ich aber schon viel Gutes von ihr gelesen habe, nehme ich an, das ich da eher ein Einzelfall bin...

Prolog

Es war ein Morgen wie jeder andere, dass der Tag jedoch so anderes werden würde, als jeder zuvor, hätte ich mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen vorstellen können. Und dabei waren diese oft wirklich seltsam – ich konnte mir nie einen Reim aus ihnen machen.
Manchmal war das Leben hier langweilig gewesen, manchmal war es – vor allem in den langen, kalten Wintern – sehr entbehrlich gewesen, aber ich war glücklich. Meist zumindert.
Unser Dorf lag im verwunschenen Wald, wie ihn die Alten nannten. Sie sagten, schreckliche Kreaturen lauerten dort auf jene, die sich in ihm verirrten. Ich selbst hielt nicht viel von diesen Schauermärchen, die erzählt wurden, um kleine Kinder davon abzuhalten, in den Wald zu gehen.
Genauso wenig hielt ich von den Gruselgeschichten um unseren Kaiser, der ein Dämon sein soll und angeblich Menschen verschlang. Alberne Geschichten, die mich höchstens zum Lachen brachten. Noch nie hatte ich den Kaiser oder eine seiner schrecklichen Diener gesehen, von denen erzählt wurde. Nur ab und zu kam eine Wache aus einer entfernten Stadt und trieb die Steuern ein.
Ich war wirklich naiv gewesen und hatte mein Glück nicht zu schätzen gewusste. Aber so ist es oft, man weiß erst was man hat, wenn es verloren ist.
So auch an jenem, verhängnisvollen Tag. Wieder einmal trödelte ich beim Holzsammeln. Meine beste Freundin Sophia war um einiges fleißiger als ich. Und ruhiger, ordentlicher und was weiß ich nicht noch alles. Das war wahrscheinlich auch der Grund, wieso sie schon einen Mann hatte und ich nicht. Zuminderst behauptete das immer die alte Emma, die kein gutes Haar an mir lassen konnte.
Aber es stimmte, Sophias Holzkorb war schon fast voll, obwohl sie in einem anderen Zustand war, was deutlich an ihrer Kraft zerrte. Mir wurde bei dem Gedanken dran auch anders. Es kam mir wie gestern vor, da waren wir selbst noch Kinder. Und nun würde Sophi bald ihr eigenes haben.
Sie legte noch ein paar Zweige in ihren Korb und drehte sich nach mir um. Dabei fielen ein paar rote Locken aus ihrem Zopf, die sie sofort wieder zurück strich. Wir ähnelten uns auch äußerlich kaum – im Vergleich zu ihren weichen, leuchtenden Haaren wirkten meine glatten, tiefschwarzen Haare schwer. Aber das, was mich sogar von allen anderen im Dorf unterschied, waren meine Augen, die in einem seltsamen Grün gehalten waren, während sonst jeder haselnussbraune hatte. Selbst zu meinen Eltern passte ich kaum und viele munkelten, ich wäre nicht ihr richtiges Kind. Aber das war mir egal, ich liebte sie und für mich waren sie meine Eltern - ich wollte keine anderen.
„Aya!“ sagte sie streng, aber doch lieblich, wie sie immer war. Sie konnte einfach niemand böse sein.
„Wenn du den ganzen Tag vor dich hin träumst, wird deine Familie im Winter frieren müssen!“
„Ja, ja, ich mach ja schon weiter.“ sagte ich und bückte mich nach ein paar Zweigen.
Ich gestand es mir nicht gerne ein, aber sie hatte Recht. Der Sommer war vorüber und es wurde jeden Tag kälter. Der Winter kam hier sehr schnell und unerbitterlich, wir waren weit im Norden – hatte ich mir sagen lassen. Angeblich gab es Orte auf dieser Welt, wo niemals Schnee fiel, doch das konnte ich mir nicht vorstellen. Hier war fast immer Winter, der Sommer kam mir oft nur wie ein einziger Tag vor.
„So.“ sagte Sophi schließlich und als ich mich erneut nach ihr umdrehte, sah ich, dass ihr Korb voll war. Ganz im Gegensatz zu meinem.
Auch sie sah mich an und bekam zuerst einen mitleidigen, dann einen weichen Gesichtsausdruck. Meine Freundin stellte ihren Korb zur Seite und sagte: „Komm, ich helfe dir!“
Das war typisch für sie. Ich trödelte und sie half mir dann bei der Arbeit. Dieses Mal schämte ich mich wirklich dafür – sie brauchte Ruhe und anstatt ihr zu helfen, machte ich ihr noch mehr Arbeit. Aber ich konnte ihre Hilfe nicht ausschlagen. Meine Familie brauchte das Holz und ich würde ohne ihr nie rechtzeitig zum Mittag fertig werden.
Dieses Mal riss ich mich zusammen und sammelte auch fleißig Holz. So waren wir im Nu fertig.
„Puh!“ sagte ich und wischte mir den kalten Schweiß von der Stirn.
„Das hätten wir.“ setzte ich nach.
Sophi kicherte leise, nahm ihren Korb und drehte sich Richtung Dorf.
„Lass uns heim gehen.“ sagt sie lieblich. „Patrin wartet bestimmt schon auf mich.“
Ich seufzte und folgte ihr. Irgendwie war alles anders seit ihrer Hochzeit. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurück drehen. Und das sollte nicht das letzte Mal sein, dass ich das tat.

Aus der Finsternis - Vorschau

Titel: Aus der Finsternis
Genre: Dark Fantasy
Altersempfehlung: 14+
Claimer: Die Story, die Charaktere, alle Orte usw. sind mein Eigentum und unterliegen meinem Copyright.
Zusammenfassung: Das Bauernmädchen Ayalia lebt am Rande des Reiches und kennt nur das entbehrlich, aber friedliche Leben im verwunschenen Wald. Doch dieses ändert sich schlagartig, als die Häscher des dunklen Kaisers in ihr Dorf kommen und alle schwangeren Frauen entführen, darunter auch ihre beste Freundin Sophia. Um sie zu retten, begibt sich Aya auf einen gefährlichen Pfad, an dessen Ende ein finsteres Geheimnis auf sie wartet.
Status: Beendet

Anmerkung: Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung von In die Finsternis, allerdings kann man diese Geschichte auch ohne Probleme lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Wird so wahrscheinlich auch spannender sein. ;-)

Eine schöne Bescherung

Und zwar wirklich. :-D
Ich kann mich nicht beschweren, das Christkind war sehr brav zu mir, ich habe lauter tolle Sachen bekommen... aber seht selbst. ;-)

Einen Netbook von HP/Compaq, das Buch "Tiger's Wanderung" von Andrea Schacht, ein süßes Schal-Haube-Set in schwarz mit rosa Blüten, einen Warhammer 40K Necron Nightbringer, einen 10 Euro Müller-Gutschein, 100 Euro in bar und einen schwarzen Mantel von Zero.

Das war aber nur von meiner Familie und meinem Freund, ich habe ja von einigen Freundinnen auch noch was bekommen z.B. leckere Schokolade und Deko/Pflege. ;-)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest!

Augen: Zoeva 88er Schimmer Palette, Essence E/S Duo "04 Starlight", Essence Eyeliner "01 Black"
Wangen: b:pretty Blush "Pink"
Lippen: Essence Lipgloss "18 Cosmic Angel"

Nägel: S-he 454

Das Christkind hat mir ein Geschenk gemacht!

So, bevor mich jetzt einer für verrückt hält - also für verrückter als ohnehin schon, möge sich bitte diesen Post durchlesen und mir eine bessere Erklärung für dieses Phänomen liefern, wenn er oder sie eine parat hat!

Vergangen Sommer hab ich für die Bachelor-Sponsion meines Freundes einen neuen, schwarzen Rock gekauft, weil ich in den alten nimmer rein gepasst hab, nachdem ich etwas zugenommen hatte. Ok, ich hab im Sommer dann noch ein paar Mal versucht abzunehmen, aber keine wirkliche Muse dazu. Weil ich sonst zu viel zu tun hatte, hab ich mir gedacht, ich verschiebe das auf den Frühling.
So und heute wollte ich besagten Rock für Weihnachten wieder auspacken und was ist passiert? Er ist mir VIEL zu groß. Der Rock, in dem ich im Sommer nimmer rein gepasst hatte, passt jetzt wie ANGEGOSSEN! :-o
Völlig verdattert hab ich den Staub von meiner Waage gewischt und siehe da: Ich wiege 5 Kilo weniger! Einfach so! :-o
Im Nachhinein betrachtet, ist mir schon aufgefallen, dass die Hose, die ich letztens entsorgt hab (zu abgetragen), irgendwie weiter geworden war. Ich dachte, sie sei einfach ausgeleihert.
Und das meine neue Hose, die ich stattdessen gekauft hab, eine Nummer kleiner ist... auf Größen kann man je eh nicht bauen, was bei einem eine 36 ist, ist beim anderen eine 40 und umgekehrt.
Kurz um, ich bin gerade - im äußerst positiven Sinn - total aus den Wolken gefallen. :-o
Ich meine, gerade im Winter, wo ich besonders gerne süß und fettig esse - nehme ich ohne irgendwas 5 Kilo ab! O.O
Wenn ich denke, was ich in letzter Zeit an Pizza gefuttert habe... wie ist das möglich?! :-o

Also, wenn wer eine bessere Erklärung hat als, dass das Christkind mir ein Weihnachtsgeschenk gemacht hat, dann immer her damit. Wobei, Wunder soll man ja nicht hinterfragen... :-X :-D

Sonntag, 20. Dezember 2009

Let it snow!

So, ich habe meine Nägel dem aktuellen Wetterverhältnissen angepasst und eine Mani gezaubert, die mich an frisch gefallenen Schnee erinnert. ;-)

Verwendet:
S-he Nail Polish "306"
China Glaze Nail Lacquer "Cloud Nine"

Maybelline "Salon Care" Repair Fluid

Es ist zum aus der Haut fahren! Grad wenn die Nägel eine schöne Länge erreicht haben, reißt einer ein und frau kann alle abschneiden. Selbst Microcell hilft nicht ewig vor diesem Übel - also, was dann?

Ich habe es lange Zeit mit Nagelkleber versucht, aber das hält meist nicht lange und späterstens 2 Tage später musste ich sie dann doch abschneiden. Nun und das habe ich das "Salon Care" Repair Fluid von Maybelline entdeckt.
Zuerst war ich skeptisch - wenn schon Nagelkleber nicht funktioniert? Aber da es Lack ist, kann ich ihn ja wieder runter tun und ohnehin abschneiden, wenn es nicht geht. Was hatte ich also zu verlieren außer 7 Euro? Eben.
Eine sehr gute Entscheidung! Es funktioniert nämlich wirklich klasse! Die Nägel werden richtig hart damit (solange der Lack oben ist) und verkitten auch Risse gut. Da es ein Lack und kein Kleber ist, schadet es dem Nagel auch nicht. Ich gebe meist auch noch auf der Unterseite der Bruchstelle etwas davon, das hält minderstens 2 Tage bombig und danach kann man problemlos erneuern.
Ohne das Ding hätte ich schon vor 2 Wochen meine Nägel wiedermal ganz kurz schneiden dürfen, jetzt kann ich die Bruchstellen vielleicht sogar in aller Ruhe ganz raus wachsen lassen. :-)

Fazit: Ein wirklich tolles Produkt! Sein Geld auf jeden Fall wert und ich werde es definitiv nachkaufen, wenn es leer ist. Uneingeschränkt zu empfehlen!

Epilog

Schweren Schrittes ging er den finsteren Weg entlang und auf die große, verzierte Tür der steinernen Kapelle zu. Er öffnete selbige bestimmt, trat ein und schloss sie hinter sich wieder.
Am anderen Ende des hohen, reichlich verzierten Raumes saß ein Mädchen und starrte in die Ferne. Als den Neuankömmling jedoch bemerkte, wand sie sich ihm zu und schaute ihn erwartungsvoll an. Sie wirkte jung, klein und zerbrechlich, doch ihr weißes Haar und ihr erfahrener Blick widersprachen dem.
„Ich habe euch erwartet, Herr.“ sagte sie schließlich.
„Dann weißt du auch, wieso ich dich aufsuche, Seherin!“ antwortete er ihr wirsch.
„Ja, Herr.“ erwiderte sie gehorsam.
„Die Zukunft war unbeständig…“ setzte sie scheu fort.
„…aber nun hat sie sich gefestigt.“
„Dann sag mir, was du gesehen hast!“ befahl er ihr schroff.
Augenblicklich schloss sie ihre Augen und konzentrierte sich.
Eine glänzende Aura umhüllte sie und als erneut zu spreche begann, war ihre Stimme eine andere. Schwer und wie von einer anderen Welt klangen nun die Worte, die ihren Mund verließen.
Tausend und tausend Jahre zogen ins Land,
seit jenem Tag, an dem sie verschwand.
Umspannt vom Band der Zeit,
da trieb sie so unendlich weit.
Doch wird sie nicht im Licht vergehen,
denn die Finsternis ist erneut zu sehen.
Wenn sich ihr Schicksal dreht,
wird die Vergangenheit auf immer verweht.
Und die Engel werden sie segnen,
ob dann sie einander erneut begegnen.
Die leuchtende Aura um die Seherin verschwand und sie öffnete ihre Augen wieder.
Ihr Blick richtete sich auf ihn und sie sagte: „Mehr kann ich euch nicht mitteilen, Herr… die Ereignisse liegen zu weit in ferner Zukunft.“
In ihr zog es sich zusammen, sie befürchtete, dass er sie für ihre ungenauen Worte strafen würde.
Doch er war ganz zufrieden, auch wenn er sich mehr erhofft hatte.
„Dann schick mir einen Boten, wenn du mehr weißt!“ befahl er ihr noch und drehte sich um.
Ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen verließ er die Kapelle und machte sich zu einem anderen Gebäude auf, dass noch viel reichlicher verziert war. Die Wachen davor verbeugen sich demütig, als er eintrat.
Zweitausend Jahre waren eine lange Zeit, selbst für einen unsterblichen Dämomenlord wie ihn. Doch er würde warten – selbst wenn es Hunderttausend Jahre gewesen wären, er würde trotzdem warten.
Er stritt den langen, prunkvollen Gang hinunter bis er zu einem noch majestätischeren Raum gelangte. In dessen Mitte stand ein Himmelbett, das wirkte, als ob Feen es in mühsamster Kleinarbeit erschaffen hätten. Er schob den seidenen, transparenten Schleier zur Seite und betrachtete die Frau, die dort inmitten der wunderschönsten Blumen lag, als ob sie nur friedlich schlafen würde. Doch das Leben war aus ihr gewichen und auch wenn seine Magie verhindern konnte, dass der Zahn der Zeit ihren Körper zerfraß, so würde sie doch auf ewig ruhen.
Sanft berührte er mit seiner Hand ihre zarte Wange. Niemals wollte er eine andere als sie. Nur sie allein, für immer. Und er vertraue drauf, dass sich die Prophezeiung erfüllen und sie ihr Wort halten würde. Sie würde zu ihm zurückkehren und dann würde er sie halten – bis in alle Ewigkeit.

Samstag, 19. Dezember 2009

Rexona "Crystal" Deo-Spray "Clear Pure"

Ich und Deo's ist so eine Sache. Ich mag keine Roll-Ons und Sticks, sondern nur welche zum Sprühen. Bevorzugt Pump-Sprays, aber normale sind auch ok. Das zweite Problem ist eines, das der restlichen Damen-Welt auch nicht fremd ist: Weiße Deo-Spuren. Da ich gerne schwarz und dunkel trage, ist das natürlich besonders blöd. Und ich muss sagen, bis jetzt hatte ich die nur bei durchsichtigen Deos aus Pump-Sprays nicht - die enthalten dafür Alkohol, das ist nach dem Rasieren eher unangenehm. Die einzige Ausnahme war das Pump-Deo von bebe, aber ich glaub, dass gibt es nicht mehr.

Deswegen hab ich jetzt das neue "Crystal" Deo von Rexona getestet, da mich die Werbung echt angesprochen hat. Die Serie gibt es in 2 Sorten - Clear Aqua und Clear Pure. Ich hab das 2. getestet.
Das Deo verspricht, das es keine weißen Deo-Spuren hinterlässt. Nun, was soll ich sagen? Ich hab das Deo aufgesprüht, meinen schwarzen Rolli angezogen und einen Schreikrampf bekommen. Von wegen keine weißen Deo-Spuren! Da waren sie wieder, die unliebsamen weißen Streifen. Genau wie bei jedem anderen Deo, dass verspricht, keine zu hinterlassen. Langsam sollte ich es besser wissen. -.-"

Fazit: Genau so ein Mist wie jedes andere Deo, dass angeblich keine weißen Spuren hinterlässt. Vielleicht mach ich was falsch, aber ehrlich - ich glaube eher, dass die alle samt Mist sind. -.-"

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Bad Lack Day

Jede kennt ihn, jeder fürchtet ihn: Den Bad Hair Day. Meist kommt er, wenn man ihn so gar nicht brauchen kann. Zum Beispiel vor einem Date oder einem wichtigen Termin. Nun hat dieser Fiesling allerdings noch einen genauso heimtückischen wie bösartigen Bruder: Den Bad Lack Day.

Erstmal vorweg: Ihr seid nicht alleine. Das kann jeder passieren - ob Anfänger oder jahrelanger Lackiererin. Und genauso wie sein berühmter Verwanter schlägt er meist ganz plötzlich zu.
Es sind diese Tage, wo nichts klappt - Bläschen im Lack, man kommt überall mit den Nägel an, obwohl man eh so aufpasst, das Ganze ist streifig ohne Ende und es ist mehr Lack auf den Fingern als am Nagel - und das Stamping wird auch schief und kommt nur halb auf Nagel.
Vor einem türmen sich die Wattepads und man fragt sich nur noch: Wieso?
Nein,
ich kann das auch nicht beantworten - aber ich hab einen Notfall-Plan!

Erzwingen kann frau leider nichts. Aber frau kann Schadensminimierung betreiben - also Finger weg von aufwendigen Nail Arts. Wenns nach dem 3. Mal nicht klappt, dann soll es heute nicht sein. Morgen ist auch noch ein Tag. ;-)
Um gewisse Nail Art Patzer gleich im Vorhinein auszuschließen, empfehle ich - vor allem schwerer Nail Arts - zuerst an einem Nail Wheel zu testen. Da kann man gefahrlos rumprobieren und sieht, ob das so überhaupt funktonieren kann. ;-)
Am Besten hält man sich dann an gute Lacke, wo man schon oft lackiert hat. Schnelltrocknend ist von Vorteil -sowohl beim Farblack als auch beim Base- und Topcoat. Deckend ist auch wichtig - weniger Schichten -> schneller Trocken -> weniger Macken. ;-)
Sollte das auch nicht klappen bzw. hat man es aufgrund der Fehlversuche schon eilig, dann empfehle ich matte Lacke. Die brauchen keinen Topcoat und oft auch keinen Basecoat. Außerdem trocknen sie innerhalb kürzerster Zeit - und zwar stoßfest. Zudem reichen meist 1-2 Schichten von dem matten Farblack. Außerdem neigen sie viel weniger zu Bläschen.
Für die notorischen 'Rausfahrer' ist eine Box Watte- oder Kosmetikstäbchen, die in Nagellackentfernter getunkt werden, ein Wundermittel. Auch gut: Sheere und helle Töne, da sieht man es nicht so stark und es verschmiert weniger beim Entfernen. Finger weg von Glitter, da tut mich sich auch beim Entfernen von der Haut schwer.
Sollte alles schief gehen, dann einfach eine Schicht schnell trocknenden Topcoat. Oder einfach 'nude' - man kann auch das gekonnt als neuen Trend verkaufen. ;-)

In diesem Sinne - good Lack. ;-)

12. Der hoffnungslose Wunsch

Ich öffnete meine Augen und setzte mich ruckartig auf. Als Erstes lies ich meinen Blick über das Gebiet um mich schweifen. Ich befand mich auf einem Plateau, das von unten unheimlich beleuchtet wurde. Außerdem hörte ich unheimliche Stimmen, die wohl auch von unten kamen. Dann stand ich auf und versuchte mich selbst zu mustern. Mein weißes Kleid war dreckig von der Erde, auf der ich gelegen hatte. Ich kannte dieses Kleid und wusste, was es bedeutete.
Ich machte einen Schritt vorwärts, doch weiter kam ich nicht. Aus den Augenwinkeln sah ich noch, wie Dornenranken auf mich zugeschossen kamen. Und dann ging alles sehr schnell. Die Dornen bohrten sich in mein Fleisch und ich wurde über das gesamte Plateau - direkt zum Abgrund hin - geschleudert.
Im letzten Moment konnte ich mich am Vorsprung festklammern und schaute panisch nach unten.
Was ich sah, lies mich innerlich zutiefst erschaudern. Eine dunkle, stürmische See breitete sich dort aus, aber das war es nicht, was so schrecklich war, dass ich es kaum ertragen konnte. In den Wellen waren unzählige Kreaturen, die sich vor Qualen wanden und deren Gesichter vor Schmerz bis zur Unkenntlichkeit verzerrt waren. Einige von ihnen langten nach meinen Füßen, doch sie erreichten mich nicht. Noch nicht.
Das Geräusch von Schritten holte mich aus meiner Trance und ich blickte nach oben. Aber der Mann, der dort stand, war der Letzte, den ich sehen wollte: Kantos.
Mit kalter Wut in seinem Blick schaute er zu mir herab und schrie: „Du dummes Miststück! Du hast alles vermasselt! Das wirst du bereuen!!“
Natürlich. Ich war ihm egal, er wollte Alon. Dass ich mich geopfert hatte, machte ihn zutiefst wütend. Aber ich hatte nichts anderes erwarten.
„Dafür werde ich dich den Seelenfressern zum Fraß vorwerfen.“
Ich schaute erneut nach unten und begriff, was mich erwartete. Ich würde eine von ihnen werden, für alle Ewigkeit. Eine grausamere Strafe hätte er nicht wählen können. Ich schluckte und schaute erneut zu ihm auf. Wellen der Angst durchzuckten mich wie Blitze.
Kantos zog sein Schwert und zielte direkt auf meine Hände, um mich endgültig in die Verdammnis zu stürzen. Ich kniff die Augen zu und wartete auf den Schmerz. Auf Folter. Auf das Ende.
Aber stattdessen hörte ich ein lautes Geräusch und ich riss meine Augen gerade noch rechtzeitig auf, um zu sehen, wie Kantos über die Plattform geschleudert wurde.
„Du wirst sie nicht anrühren!“ schrie eine vertraute Stimme.
Das kann nicht sein!!!
Ich verrenkte fast meinen Kopf, um die Gestalt zu sehen, die geschrieen hatte. Und als ich sie erblickte, wurde mein Verdacht – meine Hoffnung – bestätigt. Mein Herz klopfte wie wild als ich ihn dort stehen sah: Alon.
Er hatte sein Schwert gezogen und funkelte Kantos zutiefst böse an.
„Ich habe dich einmal besiegt, ich werde dich erneut besiegen!“ setzte er noch nach und stürzte sich auf Kantos.
„Das werden wir noch sehen!“ rief ihm dieser entgegen, aber er wirkte noch lange nicht so selbstsicher, wie er es vorzugeben versuchte. Im nächsten Augenblick ertönte das metallische Klirren von Schwertern. Um ihnen jedoch mit meinen Blicken zu folgen, waren meine Augen längst nicht gut genug.
Also versuchte ich, mich mit aller Kraft hochzuziehen. Doch ich war kaum kräftig genug um mich zu halten – all die Macht, die Kraft, die ich besessen hatte, waren in der verfluchten Lava zu Asche verbrannt.
Meine Finger wurden immer tauber und ich spürte, wie ich Zentimeter um Zentimeter verlor. Ich hatte das Gefühl, als ob die Verfluchten unter mir nach meine Füße ergriffen, um mich zu sich in das Elend zu ziehen. Doch als ich erneut nach unten sah, stellte ich erleichtert fest, dass sie mich immer noch nicht erreichten. Aber einer meiner Finger nach dem anderen gab nach. Es konnte sich nur noch um Sekunden handeln, bevor ich direkt in ihre Klauen fiel.
Plötzlich hörte ich erneut ein lautes Krachen. Ich drehte sofort meinen Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Und da sah ich Kantos am Boden knien und keuchen, Blut ran von seiner Schulter über seine Brust und tropfte zu Boden.
„Du warst nie ein Gegner für mich!“ hörte ich Alon noch sagen, dann gaben meine tauben Finger endgültig nach und ich spürte den Fallwind um mich.
Ich schloss die Augen und bereitete mich auf das absolute Ende vor. Doch es kam nicht.
Etwas schloss sich um mein Handgelenk und ich riss erneut die Augen auf und blickte direkt in Alons Gesicht.
Mit Leichtigkeit zog er mich hoch und trug mich behutsam weg von dem Abgrund. Er kniete sich hin und bettete mich behutsam in seinen Armen.
Neben uns hörte ich ein ersticktes Husten und entdeckte, wie schlimm Kantos wirklich verletzt war. Alon hatte nicht nur seine Schulter sonder auch seinen Hals und seine Brust erwischt. Sein Brustkorb hob sich schwer und ich sah, dass er seine letzten Atemzüge machte.
Und trotz allem lachte er.
„Du… magst… mich… mich… vielleicht… besiegt haben… aber dieser Sieg…“
Er spukte Blut und keuchte, bevor er sich wieder sammeln konnte.
„…hat seinen… Preis!“
Alon würdigte ihn nicht eines Blickes und es war Kantos trotz seines Zustands anzusehen, wie sehr ihn das erzürnte während ihm mehr und mehr Blut aus dem Mund ran.
„Den Fluch… und den Pakt,… die ich… ich ihr auferlegt… habe,… kannst… du… brechen,… aber…“
Nun sah ihn Alon doch an und ich bemerkte, dass er beunruhigt war, auch wenn er das zu verstecken versuchte.
Auch Kantos fiel das auf und er lächelte noch ein wenig mehr.
„…aber ihren Tod kannst du nicht ungeschehen machen.“ presste er mit letzter Kraft hervor, bevor er ein letztes Mal Blut spuckte und leblos in sich zusammen fiel.
Doch anstatt sich über seinen endgültigen Sieg zu freuen, starrte Alon mich nur entsetzt an. Zuerst verstand ich nicht, wieso, doch dann fühlte ich es.
Eine seltsame Wärme breitete sich in meinem Körper aus und ich wurde immer müder – meine Augen wollten nur noch zufallen. Ich verstand, aber seltsamerweise hatte ich keine Angst. Eine tiefe Ruhe breitete sich in mir aus.
„Esmeralda…“ flüsterte Alon unendlich traurig.
Nein, noch konnte ich nicht gehen. Es gab noch etwas, das ich tun musste. Ich hob mühsam meine Hand und legte sie an seine Wange. Mit jeder Sekunde wurde sie durchscheinender und ein goldener Glanz floss von ihr – von meinem ganzen Körper – Richtung Himmel.
Ich wollte etwas sagen, aber mein Mund wollte mir nicht mehr gehorchen.
„…in die Hölle kann ich dir folgen…“ sagte er gebrochen.
„…aber der Himmel wird mir auf Ewig verwehrt sein.“
Endlich hatte ich mich wieder so weit in der Gewalt, dass ich diese Worte sprechen konnte. Ich wollte – konnte – nicht gehen, bevor ich das nicht gesagt hatte.
„Ich… ich liebe euch!“ presste ich hervor.
Er küsste meine fast unsichtbare Hand und sagte: „Ich liebe dich auch…“
Bei seinen Worten brach seine Stimme fast.
Doch das Wichtigste hatte ich noch nicht gesagt – er musste es unter allen Umständen wissen.
„Ich… ich werde… zu dir… zu dir zurückkehren… ich verspreche es…“ flüsterte ich.
Ich wusste, dass es wahr ist. Nichts würde ich unversucht lassen, mein Versprechen zu halten. Ich wünschte nur, ich hätte sehen können, ob er mich verstanden hatte. Doch ich verlor den Kampf gegen meine Lider und tauchte in gleißendes, warmes Licht.

Montag, 14. Dezember 2009

Eisblumen

Jaja, die Chinda ist wieder etwas früh dran und kommt mit frühlingshaften Blumen. Aber aufgrund der Farben finde ich es eigentlich eher winterlich. Für mich sind es halt Eisblumen. ;-)

Verwendet:
S-he French Manicure Set (Weißer Teil)
Essence Power Pastel French Manicure Lack "03 Power Amethyst"
Essence Tip Painter "03 Silver Star"
Catrice "Mille Fleur" LE Nagelsticker

Mittwoch, 9. Dezember 2009

11. Das unbezwingbare Schicksal

Auf diesen Augenblick hatte ich so lange gewartet. Aber nun, wo er da war, empfand ich nur Angst. Wenn ich nicht gegen Laures bestehen konnte, wie hatte ich da nur eine Chance, Alon auch nur zu nahe zu kommen? Er würde mich ein zweites Mal töten. Dieses Mal wahrscheinlich noch grausamer als das erste Mal.
Laures richtete sich auf und entfernte sich ein paar Schritte von mir. Er verneigte sich kurz vor Alon und sprach: „Herr…“
„Waren meine Befehle nicht eindeutig?“ fuhr Alon ihn scharf an.
„Verzeiht mir, Herr…“ erwiderte Laures untertänigst.
„Nun.“ antwortete Alon. „Darüber reden wir später! Entferne dich jetzt!“
Laures verbeugte sich ein weiteres Mal und verschwand lautlos.
Danach wand sich Alon mir zu. Dank meiner neuen Fähigkeiten regenerierte ich mich sehr schnell und so schaffte ich es nun endlich, aufzustehen. Nur bei dem Gedanken, vor seinen Füßen kauern zu müssen, wurde mir schon schlecht.
Mit meiner Hand umklammerte ich mein Schwert so fest wie möglich. Ich würde nicht kampflos untergehen. Nicht noch einmal – meine Furcht wurde augenblicklich von meinem Stolz verschlungen.
Ich rannte auf ihn und stach mit meinem Schwert zu. Doch anstatt zu parieren oder gar einen Gegenangriff zu starten, fing er lediglich meine Hand ab und drückte sie sanft zur Seite, bevor er sie wieder los ließ.
„Wieso?“ fragte ich ihn verwundert. Er hatte mich kaltblütig ermordet, wieso war er nun so sanft?
„Esmeralda…“ sagte er und seine Stimme war weich und in seinen Augen spiegelte sich unendliche Trauer.
Es wäre gelogen, würde ich behaupten, dass mich das nicht über alle Maßen irritierte.
„Es zu wissen, ist schon schmerzlich genug. Aber es zu sehen, ist fast unerträglich.“ sagte er mit einer schmerzvollen Stimme.
So hatte ich ihn noch nie erlebt. Ich war zu verwirrt, zu geschockt um eine Antwort geben zu können und starrte ihn nur fassungslos an.
„Aber das Schlimmste von allem ist, zu wissen, dass es meine Schuld ist.“ setze er resigniert fort.
„Was soll das?“ fragte ich ihn. Meine Stimme klang schärfer als ich es beabsichtigt hatte.
Er schüttelte den Kopf bevor er vorfuhr: „Ich weiß, was du denkst. Und ich kann es dir nicht verübeln – jeder Mensch hätte das. Du konntest es nicht wissen. Ich hätte es wissen müssen!“
„Was wissen?“ fragte ich ungeduldig nach. Es machte mich wütend, dass er so in Rätseln sprach.
Anstatt das ich mehr verstand, verstand ich immer weniger.
„Kantos…“ begann Alon.
Das Kantos Alon kannte, wusste ich. Aber umgekehrt? Nun, sie waren beide Dämonenlords. So abwegig war es nicht. Wieso hatte ich nie daran gedacht?
„…und ich standen einst zur Wahl des Höllenfürsten. Er forderte mich heraus und ich habe ihn besiegt. Aber mich interessierte der Höllenthron nicht, also überließ ich ihn ihm und ging in die Menschenwelt. Doch er hat mir diese Schmach nie verziehen.“
Ich erinnerte mich an jenen Tag in dem verzauberten Garten, als Alon mir erzählt hatte, dass er Höllenfürst hätte werden können. Wieso hatte ich das vergessen?
„Ich wusste, dass er sich eines Tages an mir rächen wollen würde und als mir langsam bewusst wurde, was ich für dich empfand, wusste ich auch, das du in Gefahr warst. Ich verstärkte die Schutzzauber um mein Schloss und gab mich damit trügerischer Sicherheit hin. Doch ich hatte seine Listigkeit unterschätzt. Anstatt dich aus dem Schloss zu rauben, lockte er dich hinaus. Ich Narr hatte nur die Zauber, die Schaden von Außen abhalten sollten, verstärkt. Die zu durchbrechen, die dich im Schloss hielten, war für ihn eine leichte Übung…“
„Das macht keinen Sinn!!“ unterbrach ich ihn schreiend. „Als ob du etwas für mich empfunden hättest!! Du hast mich mit dieser Hure betrogen!!“
Sein Blick wurde noch trauriger als er ohnehin schon war.
„Ja.“ gestand er seine Schuld. „Um dich zu schützen…“
Ich wollte ihn erneut unterbrechen, aber redete einfach weiter.
„Du musst die Natur von uns Dämonen verstehen. Selbst unsere Liebe ist grausam. Als ich dich küsste, musste ich alle meine Kraft aufwenden um dich nicht mit meiner aufkeimenden Leidenschaft zu verletzen. Umso mehr ich in deiner Nähe war, umso näher ich dir war, umso stärker war mein Verlangen nach dir. Aber ich wusste, dass ich dich damit verletzen würde. Du warst so unschuldig und rein, also hatte ich gehofft, wenn ich mein Verlangen auf einem anderen Weg befriedigte, könnte ich dem standhalten und dir trotzdem nahe sein. Aber es war vergebens, an meinem Verlangen hat es nichts geändert. Kantos hat all das vorausgeahnt. Ich hatte seinen Plan erst erkannt, als es zu spät war. Ich dachte, er würde dich als Geisel verwenden wollen. Dass er dich töten würde, um dich als Waffe gegen mich einzusetzen…“ Er seufzte resigniert. „…ich hätte es wissen müssen. Genauso wie ich wissen hätte müssen, dass er deine Seele mit seiner Macht in Hölle ziehen würde. Ich Narr dachte, deine Seele wäre friedlich in den Himmel aufgestiegen, so wie es dir zugestanden hätte! Als ob das als Rache an mir nicht schrecklich genug gewesen wäre…“
Ich stand da wie erstarrt. Plötzlich ergab alles Sinn. Für eine Sekunde erwog ich, dass er lügen könnte. Aber etwas in mir sagte mir, dass er die Wahrheit sprach. Ich schluckte und bemerkte, wie sich ein Zittern in mir ausbreitete. Ich wand meinen Blick von ihm ab und schaute zu Boden.
„Aber nun bin ich nicht mehr unschuldig und rein…“
Ich konnte ihm nicht mehr in die Augen sehen.
„Du wurdest an Schachfigur missbraucht, in einer Fehde, die älter ist als deine Art selbst. Du hättest es nicht vorausahnen können…“ erläuterte er mit einer weichen und doch schmerzvoller Stimme.
Ruckartig richtete ich meinen Kopf auf und sah ihm in die Augen, während sich heiße Tränen über meine Wangen kämpften.
„Das ist keine Entschuldigung für das, was ich getan habe!“ fuhr ich ihn hysterisch an. „Ich habe gefoltert und gemordet, ich bin ein Monster!“
„Du bist kein Monster.“ erwiderte er mir ruhig, aber bestimmt. „Außerdem hat Kantos nicht nur Worte angewandt um deine Sinne zu benebeln!“
Doch seine Worte konnten die Schuld nicht von mir nehmen. Ich mag getäuscht und beeinflusst worden sein, aber ich handelte aus freien Stücken. Blut klebte an meinen Händen, die Last schien mir die Luft zum Atmen zu nehmen. Wie konnte ich nur? Ich hatte meine Hände an unschuldige gelegt!
„Natürlich bin ich ein Monster! Sieh mich an! Ich bin eine Untote!“ unterbrach ich ihn wild.
Er sah mir tief in die Augen und antwortete mir schließlich: „Es ist egal, was du getan hast oder was du geworden bist. Es ändert nichts an meiner Liebe zu dir!“
Mir weit aufgerissen Augen starrte ich ihn fassungslos an. Er hatte mir gerade seine Liebe gestanden. Nach allem, was ich getan hatte, nachdem ich ihn töten wollte… wie konnte er mir das alles verzeihen?
Langsam kam er auf mich zu und wirkte noch trauriger.
„Du hast einen Pakt mit ihm geschlossen, nicht wahr?“ fragte er mich, obwohl er die Antwort zu kennen schien.
„Ja.“ antwortete ich ihm ohne ihn anzusehen.
„Es ist mein Leben, nachdem er trachtet.“ schloss er.
Ich antwortete nicht. Was hätte ich schon sagen können? Er hatte ins Schwarze getroffen. Wie hatte ich nur so dumm sein können?!
„Hätte ich gewusst, dass du in der Hölle bist, hätte ich…“ verebbte seine Stimme langsam.
Er nahm meine Hand, die immer noch das Schwert umklammerte und hob sie zärtlich an. Für ein paar Sekunden schwieg er und dann sagte er schließlich: „Ich konnte dich nicht beschützen, also ist es nur recht und billig, dass ich für dich gehe...“
Ich suchte in seinen Augen nach Zweifeln, aber ich fand nur Aufrichtigkeit. Er wollte sich tatsächlich für mich opfern. Für mich, die ihm misstraut und verraten hatte. Für mich, die zu einem Monster geworden war. Ich entzog ihm meine Hand und wand mich ab. Ich musste Abstand gewinnen und ging ein paar Schritte von ihm weg.
„Esmeralda…“ sagte er und schaute mir nach. Aber er blieb stehen, wo er war – er wollte mich nicht drängen.
Ich wand mich wieder ihm zu und schaute ihn traurig an. Ich hatte meinen Entschluss gefasst. Das war das Einzige, was ich tun konnte. Ich hob mein Schwert.
Er seufzte erleichtert und lächelte mich traurig an.
„Es ist gut…“ sagte er um mich zu beruhigen.
Doch er hatte nicht verstanden – das wollte ich auch nicht, denn dann hätte er sicher versucht, mich aufzuhalten.
Ich machte einen Schritt nach hinten und stand am Sims der Brücke. Entsetzt riss er seine Augen auf, während ich mein Schwert scheppernd zu Boden fallen lies und meine Arme weit ausstreckte. Ich würde Buße tun für alles, was ich getan hatte.
„Nein!!!“ schrie er und ich sah noch, wie er auf mich zu gerannt kam, doch es war zu spät. Ich ließ mich fallen. Ich hörte, wie er meinen Namen schrie und spürte, wie Luft an mir vorbei zog, bevor mich die heiße Lava verschlang.

Dienstag, 8. Dezember 2009

10. Der eiserne Kampf

Unter mir breitete sich eine weite Ebene aus und der Wind fuhr durch mein langes, schwarzes Haar. Das Schreckensross unter mir trabte nervös und seine Feueraugen flackerten unruhig, obwohl es eine Kreatur der Unterwelt war. Die Meisten, die diesen Ort zum ersten Mal sahen, wären wohl vor Angst erschaudert, aber mich durchzuckte nur ein wohliges und doch finsteres Gefühl der Vorfreude – mein Ziel war zum Greifen nah.
Die ewige Finsternis, die über diesem Ort hing, wurde nur durch die roten Adern kochender Lava durchbrochen, die sich durch diese Ebene zogen, als wäre diese ein lebendes, pulsierendes Wesen.
In der Mitte der Ebene vereinten sie sich und fielen in eine riesige, kreisrunde Schlucht ab, in deren Zentrum eine schreckenerregende Burg stand, deren Mauern von der Lava unter ihr unheilvoll beleuchtet wurden. Der einzige Zugang zu jener Burg bestand in der Brücke, die sie mit der Ebene um sie herum verband.
Obwohl ich diesen Ort von außen noch nie gesehen hatte, so wusste ich doch, wo ich mich befand. Ich stand direkt vor Alons Schloss, jenem verfluchten Ort, an dem ich mein Leben gelassen hatte.
Wut stieg in mir auf, aber ich unterdrückte sie. Noch war der Augenblick dafür nicht gekommen.
Ich drehte noch einmal meinen Kopf prüfend nach hinten und ließ meinen Blick über die kleine Armee schweifen, die mir Kantos freundlicherweise überlassen hatte. Schauderhafte Skelettkrieger mischten sich mit furchterregenden Dämonen und auch einige Drachen waren unter ihnen.
Ich wand mich erneut dem Schloss zu und hob zum Zeichen mein Schwert. Nun, endlich war es soweit!
Ich ließ mein Schwert hinunter sausen und hörte, wie sich die Menge hinter mir in Bewegung setzte. Gleichzeit gab ich meinem Ross die Sporen und preschte die Ebene hinunter. Und da, auf der Brücke sah ich sie kommen. Ja, Alon hatte meine Herausforderung angenommen. Ich schweifte mit meinem Blick über sie und im nächsten Moment setzte pure Enttäuschung ein. Alon war nirgends zu entdecken. Wut stieg in mir auf – nicht nur, dass er mich kaltblütig ermordet hatte, nun hielt er mich auch noch für zu unwichtig, sich mir persönlich zu stellen!
Ich brachte mich aber sofort wieder unter Kontrolle - ich würde schon dafür sorgen, dass er sich mir stellt. Wenn ich seine gesamte Armee vernichtet hatte, musste er sich mir stellen!
Mit einem grimmigen Lächeln beobachtete ich aus dem Augenwinkel, wie sich die ersten meiner Diener auf Alons Krieger stürzten. Gerade wollte ich mich mit ihnen in den Kampf stürzen, aber dann entdeckte ich, dass sich das große Tor einen Spalt weit auftat. Das war meine Chance in das Innere zu gelangen und ich wand mich durch die Kämpfenden der Ebene und hielt auf die nun leere Brücke zu. Doch ich war zu spät, der Spalt hatte sich wieder geschlossen. Bevor ich jedoch noch Wut drüber empfinden konnte, sah ich, dass nun eine Gestalt vor dem Tor auf mich wartete.
Laures!
Alon hatte seinen treusten General geschickt, sich mir zu stellen.
Gut, das kann er haben. Ich bring ihm seinen Kopf!
Abrupt blieb ich bei der Brücke stehen und schwang mich von meinem Ross. Ich zog mein Schwert und ging direkt auf Laures zu.
In einiger Entfernung zu ihm blieb ich stehen und wartete. Ich wusste, dass er mir noch etwas zu sagen hatte. Ich vergönnte ihm seine letzten Worte.
„Ich habe dich bereits erwartet.“ sagte er mit seiner eiskalten Stimme.
Natürlich hatte er das. Ich hatte mein Kommen bereitwillig angekündigt.
„Dein Weg wird hier enden!“ setze er noch nach und zog langsam sein Schwert.
„Das wird sich zeigen.“ antwortete ich mit einem finsteren Grinsen und machte mich bereit.
Ich rannte auf ihn zu und setze zum Sprung an. Während ich durch die Luft flog, schwang ich mein Schwert und zielte direkt auf seinen Kopf.
Doch er war schnell. Er parierte meinen Schlag und lächelte gehässig.
„Ist das alles, was du kannst?“ fragte er mich spöttisch.
Er wollte es offensichtlich auf die harte Tour – nun, das konnte er haben.
Mit einer geschickten Drehung meines Körpers wand ich mein Schwert und taucht unter seiner Deckung hin durch. Doch auch dieses Mal konnte er meinen Angriff parieren, bevor ich seine ungeschützten Stellen treffen konnte.
Widerwillig gestand ich mir ein, dass er gar nicht so schlecht war. Er hatte etwas drauf – ich würde mich tatsächlich anstrengen müssen um ihn zu besiegen.
„Nun, wie wäre es, wenn nun ich dir zeige, was ich kann…“ schlug er hämisch vor.
Ich hob spöttisch die Augenbraue und antwortete: „Du kannst etwas?“
Im nächsten Augenblick schon sah ich das Schwert auf mich zukommen, doch er hatte mich unterschätzt. Mit einer leichten Bewegung parierte ich seinen Angriff. Auch der zweite und dritte Angriff war nicht minder besser - er beleidigte damit nur mein Können.
Beim vierten Angriff hatte ich genug, während ich parierte, setzte ich zum Gegenangriff über. Ich zog mit meiner anderen Hand einen Dolch und streife seine ungeschützte Seite. Meine Waffe schnitt sich durch weiches Fleisch und rotes Blut floss über die Klinge und tropfte zu Boden. Ich hatte ihn erwischt.
Nun, fair war es nicht gewesen. Aber was bedeute schon Fairness? War es fair eine wehrlose Frau – wie ich es einst war - zu ermorden? Eben.
Er biss seine Zähne zusammen, aber er hatte sich sofort wieder im Griff. Doch das Gehässige in seinem Gesichtsausdruck war verschwunden, stattdessen sah ich in seinen Augen tiefen Hass. Unter seiner kühlen Oberfläche brodelte es, das entging mir nicht.
Sekunden verstrichen, während er nur da stand. Und dann geschah es. Wie von Zauberhand stand er plötzlich hinter mir und ehe ich reagieren konnte, schleuderte er mich über die Brücke. Ich traf mit dem Rücken auf einem steinernen Stützpfosten auf und hörte wie einige meiner Rippen gefährlich knacksten. Ich biss mir auf die Lippen, um nicht zu schreien und mich damit noch mehr der Scham preis zu geben und sank zu Boden. Der eklige Geschmack von Blut breitete sich in meinem Mund aus und mein Rücken schmerzte höllisch.
Mein Kopf drehte sich und mein Blick war verschleiert. Ich verstand die Welt nicht mehr.
Was ist passiert?
Wie konnte er auf einmal so schnell sein? Und wieso hatte er das nicht gleich ausgenützt?
„Das kommt dir teuer zu stehen, Miststück!“ hörte ich seine vor Wut gepresste Stimme auf mich zukommen.
Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf.
Werde ich nun erneut sterben? Werde ich nun für immer in dieser Hölle gefangen sein?
Panik stieg in mir auf und ich versuchte verzweifelt mich aufzurichten. Der Gedanke an Rache verschwand hinter etwas viel mächtigeren: Fluchtinstinkt.
Doch ich schaffte es nicht einmal meinen Kopf zu heben. Geschweige den, aufzustehen.
Endlich schaffte ich es aufzusehen und stellte mit Schrecken fest, dass er direkt vor mir stand. Er bückte sich zu mir hinunter und streckte gerade seine Hand nach mir aus. Ich duckte mich innerlich in Erwartung auf Schmerzen.
„Genug jetzt!“ durchbrach eine tiefe Stimme sogar den Kampflärm um uns herum und ich wand mühevoll den Kopf in die Richtung, aus der sie kam.
Dort, vor dem mächtigen Tor stand er: Alon.

Montag, 7. Dezember 2009

Copper meets Grey!

Nein, keine 3. Mani in meiner Metallic-Reihe. Trotzdem geht es glitzrig weiter. ;-)

Verwendet:
Sephora by OPI Nail Polish "SE 265 Run with it!"
S-he Nail Polish "452"

Samstag, 5. Dezember 2009

Gewinnspiel: Schlimmer Gewinner :-D

So, ich habe den Gewinner des Krampus-Gewinnspiels ermittelt. Ich habe die Kommentare nummeriert und einen Zufallszahlen-Generator zu Rate gezogen. ;-)

Gewonnen hat Choco. Herzlichen Glückwunsch! :-)

Wish for Silver!

So, war irgendwie klar, dass das Ganze noch in Silber kommt, oder? Sonst wär's einfach nicht ich. :-D

Verwendt:
p2 Nagellack "10 Glamour"
China Glaze Nail Polish "Tinsel"

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Go for Gold!

Normal bin ich ja kein großer Freund von Gold, aber Ausnahmen gibt es schon - hier eine. ;-)
Oder anderes gesagt: Die Glitzer-Saison geht weiter! :-D

Verwendet:
p2 Nagellack "220 Hyper"
China Glaze Nail Polish "5 golden Rings"

Dienstag, 1. Dezember 2009

Gewinnspiel: Seid ihr auch schön schlimm gewesen?

Hoffentlich, denn dann gibt es für euch etwas zu gewinnen - während andere Advent und Nikolaus feiern, gibt es bei mir natürlich was zum Krampus! ;-)

Das Wichtigste zuerst - der Gewinn selbst. :-D
Es handelt sich dabei um ein Set aus einem IsaDora Nagelack "104 Brilliant Lily", einem Essence XXXL Shine Gloss "04 Rising Star" und einen Look by Bipa Eyeliner "7 Shadow". Alles natürlich neu!

Und nun zu den Regeln. ;-)
1) Ihr müsst in Österreich, Deutschland oder der Schweiz wohnen und über 18 Jahre alt sein.
2) Ihr müsst Abonennt meines Blogs sein. Auch neue Abonennten können selbstverständlich mitmachen.
3) Postet auf euren Blog einen Beitrag zu diesem Gewinnspiel und verlinkt mir den Beitrag dann in einem Kommentar zu diesem Post. Solltet ihr keinen Blog haben, könnt ihr auch nur über den Kommentar teilnehmen.
4) Schreibt mir, was ihr so Böses gemacht habt, das ihr diesen Preis verdient (ob ihr das im Kommentar macht oder bei dem Blog-Eintrag, ist euch überlassen) und/oder zeigt mir eure finstere Seite in Form eines Make-Ups und/oder Nail Arts. :-)

Das Gewinnspiel läuft bis 5. Dezember um 20:00 und ich werde dann im Laufe des Abends den Gewinner bekannt geben.

Viel Glück! :-)