Freitag, 15. August 2014

9. Die zauberhafte Ausflug

Egal wie ich es drehte und wand, meine Lage schien aussichtslos. Nach meiner versuchten Flucht – auch wenn Angelos meine Lüge bezüglich dem Erkunden im Gegensatz zu seiner Tochter geglaubt hatte - wurde ich sogar nachts noch besser bewacht! Obwohl es angeblich nur zu meiner eigenen Sicherheit geschah, machte das trotzdem kaum einen Unterschied an meiner Miesere.
Und untertags war es noch schlimmer – anders als in Yasha gab es hier so etwas wie ein höfisches Leben und nun musste ich sogar an einer Art Teeparty teilnehmen. Ach, wie ich das schon am Hofe meines Vaters gehasst hatte - und das hier war es kein Stück besser! Noch dazu war ich als neue Verlobte des Engelslords im Zentrum der Aufmerksamkeit und hatte damit nicht die geringste Chance mich irgendwie davor zu drücken!
So saß ich also da, mit einer weißen, verschnörkelten Teetasse in der Hand und gab ein weiches, aufgesetztes Lachen von mir als eine der feinen Damen einen schlechten Witz erzählte – gute Miene zu bösen Spiel zu machen war noch nie meine Stärke, aber meine Gesprächspartnerin waren so sehr damit beschäftigt einen guten Eindruck zu machen, dass sie meine wahren Gefühle nicht bemerkte. Auch nicht wie sehr ich es verabscheute, dass sie und die zwei anderen versuchten um meine Gunst zu buhlen in der Hoffnung dadurch ihren gesellschaftlichen Status zu verbessern. Kein Wunder, dass Alon sowas schon von vorherein unterbunden hatte...
Ich schluckte und versuchte die Gedanken zu verscheuchen – Selbstmitleid würde mir auch nicht helfen! Ich musste versuchen ruhig bleiben und meine Maske wahren, auch wenn es schwer war – vor allem, da meine Augen wieder schmerzten von der pralle Sonne, die in das kristallene Chalet, in dem wir uns befanden, schien und sowohl uns als auch den Tisch an dem wir saßen in grelles, funkelndes Licht tauchte. Irgendwie kam mir die Aussicht auf den Kerker gar nicht mehr so schlimm vor...
„Ach, was für ein wundervolles Wetter...“ begann nun eine der anderen drei Damen in Hoffnung auf Aufmerksamkeit. „...da würde sich ein Ausflug an den Kristallsee perfekt anbieten.“
Plötzlich wurde ich ganz hellhörig und vergaß dabei ganz mich darüber zu ärgern das hier immer wunderbares Wetter war.
„Ein Ausflug?“ fragte ich aufrichtig neugierig und setzte meine Teetasse auf dem Untersetzer neben Teller mit meinem Tortenstück ab. „An einen See?“
„Oh, ihr würdet es lieben, Prinzessin!“ schwärmte sie. „Er liegt am Rand eines kleinen Wäldchens außerhalb der Stadt – auf dem halben Weg zu dem Haupttempel. Er glitzernd wie ein Meer aus Diamanten und die prächtigsten Vögel leben dort! “
Bingo!
Das war die Idee – so konnte ich nicht nur aus dem Palast sondern sogar aus der Stadt heraus! Und der Wald würde schon irgendeine Möglichkeit um mich zu verstecken - und so zu entkommen - bieten!
„Ich finde, das ist eine wundervolle Idee!“ sagte ich zuckersüß. „Dieser See klingt einfach wundervoll – ich möchte ihn unbedingt sehen! Lasst uns doch diesen Ausflug machen – dieses bezaubernde Wetter darf man nicht verschwenden!“
Bei meinen letzten Worten war ich fast aufgesprungen und versprühte echte Begeisterung – wenn auch aus einem ganz anderem Grund als ich vorgab.
Die drei sahen mich total überrascht an, aber ich ließ mich nicht beirren und winkte schon einen Diener zu mir.
„Meine Freundinnen und ich möchten einen Ausflug zu Kristallsee machen...“ begann ich. „...bitte bereitet alles dafür vor.“
Ich konnte aus den Augenwinkeln sehen wie die drei bei dem Wort „Freundinnen“ praktisch aus dem Häuschen gerieten, auch wenn sie versuchten ihre vornehme Hülle zu wahren. Aber ich hatte damit erreicht, was ich beabsichtigt hatte – sie standen nun ganz und gar hinter meinem Vorhaben!
„Umm...“ begann der Diener. „...ich weiß nicht ob es seiner Majestät recht ist, wenn ihr die Sicherheit des Palastes verlasst!“
„Papperlapapp...“ sagte die dritte der noblen Damen. „...mein Gemahl und ich machen immer wieder Ausflüge dorthin! Es ist absolut sicher dort – außerdem werden wir natürlich nicht ohne die Begleitung einer Grade ausfahren!“
Mist! Wachen – das kann ich gar nicht brauchen!
„Nun, wenn Ihr das sagt, Herzogin Heart.“ gab der Diener klein bei.
Kurz drauf befand ich mich tatsächlich zusammen mit meinen neuen Freundinnen in einer Kutsche und lies das furchtbare Schloss nun hoffentlich für immer hinter mir!
Das schwere Haupttor ging auf und unsere Kutsche fuhr mit jeweils vier beritten Wachen vor und nach uns aus. Langsam ratterten wir durch die Straßen der Stadt und ich sah, wie die Menschen sich verängstigt zurückzogen, wenn wir in ihre Nähe kamen. Ja, was Terror anging konnte Angelos fast mit Alon mithalten!
Nach einiger Zeit waren wir endlich auf der Hauptstraße und ich sah die Stadttore vor uns – meine Freiheit in greifbarer Nähe! Die Straße war stark befahren, doch als die Leute unsere Prozession sahen, wichen sie schnell aus und wir kamen zügig voran.
„Findet ihr nicht auch, Prinzessin?“ wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und im nächsten Moment wurde mir bewusst, dass meine drei Begleiterinnen ja auch noch da waren.
„Ähm...“ begann ich und ich hatte keine Ahnung wie ich mich rausreden sollte, doch zum Glück nahm mir Herzogin Heart die Mühe ab.
„Es muss so hart für gewesen sein... also genießt nur die wunderbare Aussicht auf die Stadt!“ missinterpretierte sie mein Verhalten und versuchte Mitgefühl zu zeigen.
Sie hatte ja keine Ahnung wie hart alles gewesen – aber ich war ihr dankbar für die Ausrede nicht mit ihr und den anderen plaudern zu müssen. Ich blinzelte sie dankbar an und sah wieder zum Fenster hinaus – wir hatten die Stadt inzwischen verlassen und fuhren über die gleiche Straße, welche Peter am Tag zuvor genommen hatte um mich und Sei zum Markt zu bringen.
Für einen kurzen Augenblick fragte ich mich, wie ich Sei wiederfinden sollte, nachdem ich entkommen war – es war unwahrscheinlich, dass er sich noch bei den Rebellen aufhielt und selbst wenn, war ich mich nicht sicher, ob ich den Weg zurück finden würde. Im nächsten Moment schüttelte ich innerlich den Kopf – darüber konnte ich mir später Sorgen machen, jetzt musste ich erst einmal schaffen meinen Wachen zu entfliehen!
Plötzlich blendete mich etwas und ich kniff die Augen zusammen – als sie sich etwas erholt hatten, erkannte ich, dass es unser Ziel war: der Kristallsee! Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber er glitzerte tatsächlich noch schlimmer als Angelos‘ Schloss!
„Ist er nicht umwerfend?“ flüsterte die Adelige, die sich inzwischen als Baroness Sabrina vorgestellt hatte und ihre Augen leuchtenden begeistert.
Mir blieben die Worte im Hals stecken, also nickte ich nur – wie umwerfend grauenvoll ich diese Aussicht fand musste sie ja nicht wissen.
Wir fuhren ein Stück den See entlang und schließlich kam der Wald – mein Ziel – in Sicht. Und ich hatte Glück, denn es gab eine Stelle, an dem er direkt an den See grenzte.
„Diese Stelle gefällt mir sehr gut...“ begann ich, während ich auf den Fleck neben dem Wald zeigte. „...können wir dort Halt machen?“
„Aber natürlich!“ sagte Herzogin Hope und wies auch gleich den Kutscher an uns dorthin zu lenken. Unser Wagen blieb unter einer prächtigen, grünen Eiche stehen und sofort kam ein Page herangesprungen, der uns die Tür öffnete. Als Prinzessin durfte ich natürlich als Erste aussteigen und ich genoss es, als eine Brise durch meine Haare fuhr und damit die Hitze, die in diesem Land herrschte, etwas erträglicher machte. Der See mochte zwar noch schlimmer glitzern als das Schloss, aber er trug zumindest etwas Frische heran.
Meine drei Begleiterinnen waren inzwischen auch ausgestiegen und auch sie schienen die klare Luft zu genießen. Hinter ihnen sah ich, wie unsere Diener begannen eine Picknickdecke auszubreiten und unsere allerlei Köstlichkeiten bereitzustellen, sie wir aus der Schlossküche mitgenommen hatten. Was jedoch meinen Blick fang, war die Tatsache, dass sich die Wachen um uns herum – vor allem vor dem Wäldchen, in das ich flüchten wollte – positionierten.
Wie soll ich nun an denen vorbeikommen?!
Doch bevor ich mir weiter darüber Gedanken machen konnte zischte ein Pfeil durch die Luft und traf einen der Ritter mitten in den Hals und im nächsten Moment sank er tot zu Boden. Weitere Pfeile sirrten in unsere Richtung und augenblicklich brach das Chaos los! Die drei adeligen Damen flüchteten zurück in die Kutsche und die Soldaten machten sich kampfbereit als eine Gruppe von vermummte, bewaffnete Männer aus dem Gestrüpp am Rande der Lichtung hervorbrachen und uns angriffen.
Ich war so überrascht, dass ich gar nicht dran dachte, dass ich das als Gelegenheit zur Flucht nutzen hätte können als mich plötzlich eine der vermummten Gestalten an meinem Handgelenk packte. Erschrocken starrte ich sie an und war schon breit mich zu verteidigen, als ich die Augen, die mich ansahen plötzlich erkannte.
„Sei...“ flüsterte ich und um selben Moment wurde mir alles klar. Er war doch zu den Rebellen zurückgekehrt und sie hatten nur auf einen Gelegenheit wie diese gewartet um ihre „Zwielichtkönigin“ zu befreien.
„Schnell, Herrin!“ drängte er schließlich und riss mich damit endgültig aus meinen Gedanken – jetzt war die Zeit zum Handeln nicht zum Träumen!
Er zog mich hinter sich her und durch die Kämpfenden hindurch – direkt in Richtung des Waldes. Die ein oder andere Wache wollte uns stoppen, aber sie wurden von den Rebellen so sehr in Anspruch genommen, dass wir ihnen locker ausweichen konnten. Plötzlich jedoch spürte ich eine heiße Flüssigkeit auf meine Haut spritzen und als ich mich in die Richtung umdrehte, sah ich, dass der Anführer der Garde einen der Rebellen mit seinem Schwert durchbohrt hatte. Der leblose Körper rutschte zu Boden und direkt vor meine Füße.
„Lasst sofort die Prinzessin los!“ grollte der Ritter und zielte mit seiner Waffe auf Sei. Ich spürte wie Sei’s Griff im Gegensatz zu dieser Aufforderung noch fester wurde - auch wenn ich ein leichtes Zittern spürte. Die heilige Aura, die von unserem Gegner ausging, setzte ihm merklich zu!
Doch bevor er uns angreifen konnte stürmte einer der Rebellen hinzu und versuchte mit seiner Axt einen Treffer zu landen.
Doch ich sah nicht mehr ob er traf, denn Sei nütze die Gelegenheit und zog mich weiter bis wir den Rand des Waldes erreicht hatten. Über Stock und Stein liefen wir hinein in das Gestrüpp – doch verlangsamten wir unsere Geschwindigkeit nicht. Es war nur eine Frage der Zeit bis sie unsere Spur aufnehmen würden... und dann mussten wir so weit wie möglich weg sein!

Donnerstag, 14. August 2014

Tutorial: Knitter Alu Nails

Heute gibt es von mir mal ein Nail Art, auf die ich richtig stolz bin! Die grundsätzliche Idee kam mir schon vor einiger Zeit beim Ablackieren mit Alu Folie. Ich dachte, die macht sich sicher auch nett auf den Nägel und habe versucht mit Aluminium Folie ein Knitter Nail Art zu machen. Allerdings hat mir das Endergebnis damals nicht gefallen, also habe ich es wieder verworfen. Bis ich die erste Bilder von den Mermaid Nail Stickern von der Essence "Aquatix" sah und mir der Effekt irgendwie bekannt vorkam. Ja, das war wie mein Alu Folien Versuch - nur noch mit färbigen Nagellack drüber. Und siehe da, es hat das Ganze ordentlich aufgewertet!

Und noch dazu ist es wirklich einfach (und total günstig) zu machen - man braucht dafür nur Alu Folie, Nagelkleber, Klarlack und einen färbigen Lack nach Wahl. Die Folie zerknüllt man ordentlich (um so zerknitterter um so besser), dann legt man sie auf den Nagel und zeichnet mit einem Rosenholzstäbchen die Ränder nach. Diesen Rändern entlang schneidet man das Stück dann mit einer Nagelschere aus (hier sollte man genau sein, Alu Folie lässt sich nacher nur schwer wegfeilen). Dann trägt man eine etwas Nagelkleber auf und lässt diesen kurz antrocknen (unter der Folie trocknet er recht langsam und es dauert sonst ewig) bevor man die Folie vorsichtig andrückt (nicht reiben, man macht damit den Knittereffekt kaputt). Dann eine Schicht des Farblacks (in meinem Fall ist es "OPI - Catch me in your net" und nach Belieben noch ein oder zwei Schichten Klarlack drüber - Fertig!

Und, wie gefällt euch die Idee? :-)

(Leider werden die Bilder dem Nail Art nicht wirklich recht - meine Kamera hat so ihre Probleme mit Türkis. v.v)

Mittwoch, 6. August 2014

Acid Line

Ich liebe ja neue Texturen und damit hat es mir auch die "Acid Washed"-Reihe von Maybelline angetan. Ich hab das Ganze noch mit einer weißen Linie an der Spitze kombiniert - eine Nail Art-Idee zu der mich die liebe Big.S inspiert hat. ;-)

Verwendet:
Maybelline Color Show Acid Wash Effect "245 Lilac Rebel"
Essence Tip Painter "01 White“

Freitag, 1. August 2014

Copper Sand

Heute ist es mal wieder Zeit für ein einfaches Nail-Art, dass ich aus zwei meiner Neuzugänge gezaubert habe. Ich fand einfach, das die zwei super zusammen passen - und Metallic- und Sand-Lacke sind auch einfach eine tolle Kombination. ;-)

Verwendet:
Catrice "Metallure" LE Nail Lacquer "C03 Metalight"
Beyu "Sea Salt" Nail Lacquer "803 Oriental Salt“

Samstag, 26. Juli 2014

Catrice "Metallure" LE

Ich muss sagen, ich war schon etwas überrascht als ich heute beim DM die Catrice "Metallure" LE gefunden habe - eigentlich hatte ich noch gar nicht mit ihr gerechnet. Natürlich hab ich gleich zugeschlagen, denn ich finde die LE toll!

Mitgenommen habe ich zwei Lacke ("C03 Metalight" & "C04 Metallicious"), zwei Lidschatten ("C01 Metalight" & "C02 Metalfusion") und den Mascara Topper & Liner ("C01 Dazzling Dark").

VLNR Marbled Eyeshadow "C02 Metalfusion", "C01 Metalight"

VLNR Nail Lacquer "C03 Metalight", "C04 Metallicious"

Mascara Topper & Liner "C01 Dazzling Dark"

Die Lacke decken beide mit zwei Schichten - leider haben sie eine leichte Tendenz zur Streifenbildung, ähnlich wie "Pearl"-Lacke, nur zur Haltbarkeit kann ich noch nichts sagen. Die Lidschatten sind beide sehr hübsch, allerdings krümmelt der Glitzerteil ein wenig. Der Liner ist farbintensiv und lässt sich gut auftragen. Vor dem Pinsel sind noch ein paar Rillen, damit man ihn eben auch als Topper verwenden kann - allerdings hab ich das noch nicht getestet. Ich kann mir aber vorstellen, dass es etwas unpraktisch ist, weil man sich dann evtl. mit dem Pinsel unabsichtlich anmalt.

VLNR Mascara Topper & Liner "C01 Dazzling Dark", Marbled Eyeshadow "C01 Metalight" & "C02 Metalfusion"

VLNR Essie "Penny Talk", Catrice Nail Lacquer "C03 Metalight" & "C04 Metallicious"

Gerade auf den "Metalight" Nagellack war ich ziemlich gespannt, weil er mir von den Bildern her wie ein Essie "Penny Talk" Dupe vorkam. Das hat sich leider nicht gestätigt, alleine die Textur ist ganz anders Metalight ist viel zu "cremig" im Auftrag für einen Metallic-Lack (die Catrice Lacke sind wie gesagt eher wie Pearl-Lacke). Außerdem deckt er schlechter ("Penny Talk" braucht nur eine Schicht) und ist zudem auch etwas dunkler.

Fazit: Eine hübsche LE - gern mehr davon!