Samstag, 19. Juli 2014

Feuerberg

Nach all den Sightseeing-Reisen, die ich in letzter Zeit gemacht habe, habe ich beschlossen diesen Sommer einen entspannenden Wellness-Aufenthalt zu buchen, damit ich mal ausspannen kann. Dazu bin ich nach Kärnten in das Resort "Feuerberg" gefahren und habe natürlich nicht soviele Fotos wie sonst gemacht, weil ich großteils irgendwo in der Sauna, in einem Pool oder in einer SPA-Behandlung war. Aber ein paar Bilder habe ich trotzdem gemacht, die tolle Aussicht musste ich einfach festhalten. ;-)

Normal bin ich ja nicht so der Typ für die Alm, aber die Aussicht hat mich magisch angezogen. Außerdem fand ich das Wellness-Angebot sehr gut mit den ganzen Saunen (obwohl ich normal ganz und gar nicht der Sauna-Typ bin, aber dort waren sie toll), Pools und Ruheräumen. Zudem war der Service und das Essen wirklich ausgezeichnet!

Leider war das Wetter teilweise nicht so toll, wobei der Nebel auch recht cool ausgesehen hat. Und wenn man in einem Ruheraum in einem Wasserbett liegt ist es auch nicht so wichtig, wie es draußen ausschaut. :-D

Auch Cocktails durften nicht fehlen - ich hab mir hier einen "Sex on the Mountain" gegönnt, allein schon weil ich die Anspielung lustig fand - schießlich ist es vom Resort bis zum Gipfekreuz nur mehr ein paar Meter. Gewandert bin ich aber nicht, dafür war ich zu faul. :-D

Alles in allem war es ein schöner und entspannender Urlaub und ich fühl mich gestärkt für die nächste Städtreise - im Herbst geht es nämlich nach Hamburg. ;-)

Dienstag, 15. Juli 2014

8. Die geheimnisvolle Nacht

Rastlos wälze ich mich in dem riesigen Bett von einer Seite zur anderen. Ich wusste nicht, ob ich versuchen sollte zu schlafen oder mir weiter den Kopf zerbrechen wie ich fliehen konnte.
Wenigstens war der Rest des Tages recht schmerzlos vorüber gegangen – nachdem ich in die Hochzeit eingewilligt hatte, hat mir mein unverhoffter Bräutigam sofort Gemächer bereiten lassen in den ich leben sollte bis die Hochzeit vollzogen war. Erst dann würde ich die Gemächer der Kaiserin, die nun restauriert wurden, beziehen.
Wir hatten noch gemeinsam gespeist bevor ich, um endlich etwas Ruhe zu bekommen, erklärte, dass ich sehr müde war und mich ausrasten wollte. Ihm schien das gut zu passen, denn er war schon voller Fahrt dabei alles für unsere Vermählung vorbereiten zu lassen.
Danach hatte man mich hierher gebracht und gebadet und angezogen wie ich es von Yasha gewohnt war – nur, dass hier alles viel glitzernder und kitschiger war. Und dann noch diese seltsame Kleidung – mein Nachgewand unterschied sich nur etwas von dem, was mir die alte Grete hatte anziehen lassen, nur dass der Stoff viel feiner und mit tausenden glitzernden Steinen bestickt war.
Schließlich seufzte ich und setzte mich auf. An Schlaf war einfach nicht zu denken – ich musste hier raus und jede Sekunde, die ich verlor brachte mich näher an diese verfluchte Heirat! Nein, das durfte auf keinen Fall passieren! Ich hatte Alon doch nicht verlassen um nun einen Mann zu heiraten, den ich nicht einmal liebte!
Und außerdem bezweifelte ich auch, dass er mich wirklich liebte! Ich fragte mich, was er sich davon versprach, mich zu heiraten? Mein Reich war untergegangen und so hatte ich eigentlich keinen Wert mehr als Tribut für ein Bündnis. Oder wollte er am Ende wirklich so sein Versagen wieder gut machen? Vielleicht wollte er auch einfach nur wieder eine Frau und das war eine günstige Gelegenheit? Aber das alles war in Wirklichkeit einerlei, denn eines schwor ich mir: Diese Hochzeit würde nicht stattfinden!
Ich stieg aus dem Bett uns sah mich in dem Raum um. Nun, da es dunkel war, schien er mir halbwegs erträglich, auch wenn das Mondlicht, das zum Fenster hinein kam, immer noch das ein oder andere Funkeln an den Wänden und Möbeln hervorrief.
Ich ging in Richtung des hereinfallenden Lichts und schritt durch einen Seidenvorhang auf den Balkon. Die Aussicht war atemberaubend – ich konnte auf die ganze Stadt hinabschauen, die in sanftem Mondlicht schien und ab und an durch ein paar goldene Punkte, die wohl die Nachtlaternen waren, aufgehellt wurde.
Aber so schön die Aussicht auch war, sie brachte ein Problem mit sich: Ich war viel zu weit oben als das ich über das Geländer die Flucht versuchen konnte. Resigniert drehte ich mich also wieder um und ging zurück in mein Gemach. Ich sah die Tür an und wusste, dass mir nun nichts anderes übrige bleiben würde als meine Flucht durch das Schloss selbst anzutreten. Draußen waren zwei Wachen zu meinem Schutz abgestellt – aber das sollte kein Problem sein. Ich war oft genug durch Yasha geschlichen um zu wissen wie ich sie loswerden konnte. Das Problem war eher aus dem Schloss selbst herauszukommen – in der Nacht waren sicher alle Tore verschlossen und gut bewacht. Aber die Nacht war meine einzige Chance. Untertags war es hier viel zu hell als das man sich irgendwo hätte verstecken können und außerdem liefen, soweit ich es bis jetzt beobachten konnte, auch viel zu viele Diener umher. Und da Angelos unsere Verlobung sofort publik gemacht hatte, wusste nun auch jeder, wer ich war – ich hatte also keine Möglichkeit mich irgendwie zu tarnen.
Nein, es musste die Nacht sein und diese war genauso gut wie jede andere – vor allem, bevor dieser Engellord vielleicht noch auf die Idee kam mich in seine Gemächer rufen zu lassen.
Ich schluckte und schüttelte den Kopf um die Gedanken frei zu bekommen. Ich musste mich auf einen Plan konzertieren und durfte mich nicht von Horrorszenarien ablenken lassen!
Langsam schlich ich zur Türe und öffnet sie leicht. Ich ließ einen kleinen Ring so hinausrollen, dass er an einer weitentfernten Ecke aufschlug und die zwei Soldaten nachschauen gingen, was da los war.
Sobald sie mir den Rücken zugedreht hatten huschte ich schnell aus dem Zimmer und zog die Tür leise hinter mir zu. Schnell verschwand ich um die andere Ecke bevor die zwei zurückkamen.
Soweit so gut – nun begann der schwierige Teil. Ich musste nicht nur aus dem Schloss herauskommen, ich musste dafür auch noch einen Ausgang finden, der möglichst wenig bewacht war. Der Rest sollte nicht so schwer werden – im Hof würde ich mich auf irgendeinem bereitgestellten Wagen verstecken und hoffen, dass dieser noch im Morgengrauen zu seinem Ziel aufbrach. So würde ich die Palastmauer unbemerkt hinter mich bringen und vielleicht sogar die Stadt verlassen können!
Ich schlich also langsam durch die Gänge und hielt sorgsam nach alle Wachen ausschaute. Es sah ganz danach aus als hätte ich Glück! Hier waren kaum Wachen – viel weniger als in Yasha! Und wenn, dann trugen sie meist Fackeln um ihren Weg zu erleuchten und so konnte ich sie schon frühzeitig ausmachen und umgehen.
Allerdings hatte ich gegenüber Yasha einen anderen Nachteil – ich kannte mich hier überhaupt nicht aus! In Alon’s Schloss wurde ich etliche Male zu ihm geführt bevor ich mich alleine davon schlich und kannte mich schon ein bisschen aus, wie das grundsätzliche System des Schlosses war. Hier war alles anders – vor allem schien es deutlich kleinere, dafür noch mehr Stockwerke zu geben. Wobei, wahrscheinlich gab es dort auch viel mehr als die, von denen ich wusste, denn Yasha war nicht nur viel größer sondern auch höher als dieses Schloss. Nur hatte ich von dort nie herausschleichen müssen...
Aber es half nichts, ich würde den Weg irgendwie finden müssen – im schlimmsten Fall musste ich ein oder zwei Mal umdrehen. In diesen Gedanken versunken schlich gerade ich einen langen Gang entlang auf eine Treppe zu, als ich dort plötzlich Licht sah. Ich drehte mich um, um zurückzulaufen und mich hinter der nächsten Ecke zu verstecken, als ich mit Schrecken erkannte, dass das andere Ende des Ganges weit hinter mir lag. Ich würde es niemals rechtzeitig dorthin schaffen bevor...
„Halt!“ hörte ich eine Gestalt von der Treppe. Ich drehte mich wieder zurück und musste blinzeln als ich in das Licht einer Fackel starrte. Erst dann erkannte ich, dass mehrere Leute vor mir standen – einige Soldaten und eine schöne junge Frau mit silbernen Haaren, die eine aufwendig verzierte, goldene Robe trug.
„Wer seid ihr?“ fragte ich reflexartig.
„Ihr steht vor ihrer Majestät, Prinzessin Crystalin!“ antwortete einer der Soldaten neben ihr.
Ich musterte sie nochmal genauer und nun fiel mir auf, dass sie die gleichen blauen Augen wie Angelos hatte.
„Und wer seid ihr?“ fragte sie nun eindringlich.
Es hätte keinen Sinn gehabt zu lügen, also gestand ich: „Mein Name ist Esmeralda...“
Ich wollte ihr gerade erklären, dass ich die neue Braut ihres Vaters war. Aber ihre Reaktion – und die ihrer Wachen – zeigten mir, dass sie es bereits wusste, denn ihre Augen wurden groß und der Soldat, der mir seine Herrin so harsch vorgestellt hatte, verlagerte nun verlegen sein Gewicht von einem Bein auf das andere. Es war ihm sichtlich unangenehm, dass er seine zukünftige Kaiserin so behandelt hatte.
„So, ihr seid also die Frau, die mein Vater dazu auserkoren hat meine neue Mutter zu werden...“ schloss die Prinzessin, als sie sich wieder gefangen hatte, schließlich und ihre Augen wurden wieder schmaler.
Die Art und Weise wie sie das Wort „Mutter“ ausgesprochen hatte, macht mir klar, dass sie wohl genauso wenig darüber erfreut war wie ich. Nur mit dem Unterschied, dass sie keinen Hehl draus machen musste. Und ihre Beweggründe wohl andere waren – ich fragte mich, wie ich mich wohl gefühlt hätte, wenn mein Vater, der König, sich nach dem Tod meiner Mutter eine neue Frau genommen hätte. Hätte mich das gestört? Oder wäre es mir gleichgültig gewesen? Aber ich denke, das konnte man nicht vergleichen, denn im Gegensatz zu mir hatte Crystalin eine enge Bindung zu ihrem Vater. Ich hatte das sofort gemerkt, als Angelos mir begeistert von ihr erzählt hatte – neben unserer bevorstehenden Vermählung war das beim Abendessen sein Lieblingsthema gewesen. Er hatte richtiggehend davon geschwärmt was für ein gutes und kluges Mädchen und was für eine hingebungsvolle Priesterin sie war. Sie war durch ihr Können innerhalb kürzester Zeit zur Vorsteherin des Haupttempels geworden und hielt sich seitdem oft dort auf. Nur ab und zu kam sie in den Palast zurück... so wie ausgerechnet jetzt!
„Aber...“ setzte sie nun fort und ihre Augen verschmälerten sich weiter während sie mich misstrauisch musterte. „...was macht ihr hier? Um diese Uhrzeit? Und das so ganz ohne Wachen...“
Mist – ich hatte bei meinem Plan ganz vergessen mir eine Ausrede für den Notfall zurechtzulegen. Ich war wohl eindeutig zu selbstsicher gewesen um zu glauben, dass ich erwischt werden konnte.
„Ich... ich konnte nicht schlafen, weil ich so aufgeregt war...“ begann ich mir spontan etwas zurecht zu spinnen. „Also habe ich beschlossen, mir das Schloss etwas genauer anzusehen - schließlich ist es ja nun mein Zuhause!“ ...aber nicht für lange!
Sie musterte mich weiter misstrauisch, aber schließlich antwortet sie: „Das Schloss mag zwar gut bewacht sein, aber trotzdem ist es gefährlich nachts alleine herumzuwandern...“
Ihre Körpersprache verriet mir trotzdem, dass sie mir nicht glaubte. Aber was sollte sie schon ohne Beweise tun? Es würde ihr wohl eher als Trotz gegen die Hochzeit ihres Vaters ausgelegt werden, hätte sie mich offen der Lüge bezichtigt... nein, dafür war sie eindeutig zu schlau. Und genau das machte mich nervös – um Angelos machte ich mir keine Sorgen, der wollte mir glauben. Sie hingegen... hatte eindeutig eine Abneigung gegen mich! Und das konnte gefährlich werden...
„Karlos...“ sagte sie während sie sich nach einem ihrer Soldaten umdrehte. „...begleitet doch die Prinzessin zu ihren Gemächern.“
Dann sah sie mich aus dem Augenwinkeln wieder an. „Wir möchten doch nicht, dass ihr etwas zustößt.“
Ich machte ein Pokerface um mir nicht anmerken zu lassen wie sehr mich das beunruhigte und antwortet: „Das ist sehr zuvorkommend, Prinzessin Crystalin!“
Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, ob sie ihm damit nicht insgeheim mitgeteilt hatte, dass er mich beseitigen sollte, aber dann wiederum waren das Angelos Soldaten. Sie würden es nicht wagen die Verlobte ihres Kaisers anzurühren. Und Crystalin kam mir auch zu schlau vor um mich auf so eine plumpe weise zu ermorden. Ich sollte mir lieber einen Vorkoster zulegen...
„Ich wünsche euch eine gute Nacht!“ sagte sie schließlich.
„Ich wünsche euch ebenfalls eine gute Nacht!“ antwortete ich als ich mich mit Karlos zum Gehen wand.
Innerlich seufzte ich. Das war ganz und gar nicht so gelaufen, wie ich es geplant hatte. Und viel schlimmer noch, ich konnte mir sicher sein, dass mich diese Frau nun ganz genau beobachten würde. Es würde also noch viel schwerer werden zu fliehen – vor allem, weil ich mich auf keinen Fall ein zweites Mal erwischen lassen durfte sonst würde ich da nicht mehr so einfach rauskommen. Was in aller Welt sollte ich jetzt nur machen?!

Sonntag, 29. Juni 2014

Misslyn "Galaxy Nails" LE

Eigentlich habe ich noch nicht mit ihr gerechnet, weil Misslyn LEs normal nie vor dem angekündigtem Erscheinungsdatu zu finden sind - aber als ich gestern am Nachmittag beim Müller war stand die "Galaxy Nails" LE vor mir. Und ich habe natürlich sofort zugeschlagen. ;-)

Mitgenommen habe ich mir die Nail Polish "334 Venus" und "575 Orbit" sowie den Metallic Diamond Nail Polish "86B Satellite War". Außerdem durfte noch die Nail Sticker "74 Glam" mit.

VLNR Nail Polish "334 Venus" & "575 Orbit", Metallic Diamond "86B Satellite War"


VLNR Nail Polish "334 Venus" & "575 Orbit", Metallic Diamond "86B Satellite War"

Decken tun alle drei Lacke späterstens nach 3 Schichten komplett - über die Haltbarkeit kann ich noch nichts sagen, da ich sie bis jetzt nur geswatcht habe. Ich freue mich aber schon total auf eine Mani mit ihnen - vor allem "Orbit" und "Satellite War" stell ich mir toll zusammen vor da der grüne Ton und der blaue Schimmer von "Orbit" perfekt zu den Glitter von "Satellite War" passt. :-)

Nail Sticker "74 Glam"

Fazit: Endlich wieder mal eine LE, die mich begeistern konnte! Kosten tun die Lacke übrigens zwischen 5-6 Euro (leider sind sie in Ö deutlich teuer als in D) und die Sticker zwischen 3-4 Euro (auch diese sind in Ö teuerer)...

Sonntag, 1. Juni 2014

7. Das alte Versprechen

Viel schlimmer konnte es gar nicht mehr werden! Nicht nur, dass ich von den drei Rittern, die mich gefangenen genommen hatten, zu diesem grauenhaft glitzerndem Kristallschloss verschleppt wurde – nein, sie hatten mir zu allem Überfluss auch noch Hevshire abgenommen!
Sollte es mir also wie durch ein Wunder gelingen zu entkommen, so würde ich es zurücklassen müssen! Aber selbst das schien schon praktisch unmöglich – schließlich saß ich mit gefesselten Händen mit einem der drei Soldaten auf einem Pferd und wir wurden zudem von den anderen beiden flankiert.
Und als wäre das noch nicht genug, hatte ich überhaupt keinen Schimmer, wieso sie mich überhaupt gefangen genommen hatte! Sobald ich nur den Mund aufmachen wollte um zu fragen, befohlen sie mir harsch zu schweigen – und zwar mit einem Blick, der eindeutig ausdrückte, dass es besser für meine Gesundheit war, ihre Befehle zu befolgen.
Ich seufzte also nur resigniert und fragte mich, was mich in dem funkelnden Palast erwarten würde – auch, wenn ich es in Wirklichkeit gar nicht wissen wollte. Denn eines war sicher – angenehm würde es nicht werden!
Schließlich waren wir bei der äußeren Palastmauer angekommen und wartete vor einem riesigen, leuchtendem Goldtor, das sich langsam öffnete. Als es einrastete trabten unsere drei Pferde mit uns durch die Öffnung und sofort hörte ich, wie das Tor hinter uns wieder heruntergelassen wurde.
Nun, soviel zu meiner Hoffnung auf Flucht!
Vor uns lag ein weiter und geschäftiger Burghof – Knechte sattelten und fütterten Pferde, Diener putzten Waffen und Rüstungen und die ein oder andere Magd holte Wasser aus einem der Brunnen. Und natürlich überquerten unzählige Ritter, wie die, die mich gefangen genommen hatten, das Gelände – die meisten von ihnen hatten ebenfalls Gefangene bei sich und allen von ihnen war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Ich fühlte, wie sich ein Kloß in meinem Hals bildete und mein Magen schwer wurde. Ich saß echt in der Tinte!
Plötzlich tauchte aus einer großen, schweren Holztür am anderen Ende des Hofs eine Gestalt auf an der mein Blick hängen blieb, denn seine Kleidung war um einiges pompöser als die der restlichen Soldaten. Und auch das Verhalten der Anderen ihm gegenüber zeigte, dass er wichtig sein musste, denn sie sprangen ihm schnell aus dem Weg oder blieben für ihn auf ihrem Weg stehen und einige salutierten sogar!
„General Opal!“ schrie der Ritter, auf dessen Pferd ich saß und salutierte. Der Neuankömmling sah uns an und kam nun direkt auf uns zu, während meine drei Wächter abstiegen und schließlich auch mich vom Pferd hoben.
„Sergeant Rabul!“ antworte der General, als er schließlich vor uns stand. „Was gibt es?“
„Wir haben diese Frau im verbotenen Bezirk festgenommen...“ wollte er gerade erklären, doch der Höherrangige schnitt ihm das Wort ab.
„Nun, ihr wisst doch, was mit ihr zu geschehen hat, oder?!“ sagte er streng und wollte sich gerade wegdrehen als der Sergeant Hevshire hervorholte.
„Aber...“ stammelte er verzweifelt. „...sie hatte dies bei sich!“
Der Blick des Generals fiel auf Hevshire und seine Augen weiteten sich vor Erstaunen.
„Ist das...?!“ fragte er perplex und deutete seinem Untergebenen, ihm das Schwert zu geben. Er nahm es vorsichtig in die Hand und untersuchte es von allen Seiten genau.
„General, ist es wirklich ein Engelschwert?“ fragte mein Wächter, als er die Spannung nicht mehr aushielt und nervös sein Gewicht von einem auf den anderen Fuß verlagerte.
Der Hochrangige sah den Ritter fest an und antworte: „Nicht nur das – sondern ein äußerst mächtiges noch dazu!“
Ich spürte, wie sich die drei Soldaten um mich herum anspannten.
„Davon muss seine Majestät erfahren!“ schloss der General dann und drehte sich sofort in Richtung des Schlosses und eilte davon, aber im nächsten Moment hielt er dann inne und rief über die Schulter hinweg: „Folgt mir – und bringt das Frau mit! Seine Hoheit wird sie sehen wollen!“
Na klasse – es wurde also doch schlimmer! Nu würde ich direkt vor den Engellord gezerrt! Wobei, zumindest landete ich nicht gleich im Kerker, ich hatte also vielleicht noch eine winzige Chance da irgendwie herauszukommen!
Sie führten mich einige Treppen hinauf und Gänge entlang und je länger wir gingen, desto prunkvoller wurde alles. Oder auch kitschiger – denn dieses Schloss glitzerte Innen fast so schlimm wie Außen! In den unteren Geschoßen schien die Wände wenigstens noch aus normalen Stein zu bestehen, auch wenn sie weiß und mit verschnörkelten Goldmustern bemalen waren. Aber schließlich waren wir in einem Bereich angekommen, da schienen sie, genauso wie die Böden, aus mit Metall hinterlegtem Kristall zu bestehen. Zwar schien hier die Sonne nicht herein so dass alles nicht ganz so extrem funkelte, aber meine Augen begangen trotzdem wieder zu schmerzen. Und die goldverzierten Türen, Teppiche, Bilder und Skulpturen taten ihr übriges. Sogar der Duft der Blumengestecke, die überall standen und hangen, verursachte mir Übelkeit. Wie konnte man hier nur leben?!
Plötzlich sah ich am Ende des Ganges eine riesige, bewachte Türe und mir wurde sofort klar, dass wir nun unser Ziel erreicht hatten. Der General wand sich an eine der Wachen und befahl ihm: „Richtet seiner Majestät aus, dass ich um eine dringende Audienz bitte!“
Der Soldat verschwand nur um kurz drauf wieder aufzutauchen und nickend zu verkünden: „Seine Hoheit empfängt euch!“
Wir wurden in den Thronsaal geführt, der den Gängen, was Kitsch betraf, leider in Nichts nachstand – im Gegenteil! Die Wände waren immer noch aus Kristall, aber hier schien von Hinter dem Thron direkt die Sonne hinein und tauchte damit den gesamten Raum in regenbogenfarbenes Licht. Ich musste ein paar Mal zwinkern bis sich meine Augen soweit dran gewöhnt hatten, dass ich den Rest erkennen konnte. In der Mitte des Raumes stand ein – was für eine Überraschung – ebenfalls kristallener Thron, der mit zwei riesigen, goldenen Flügen zu beiden Seiten verziert und mit unzähligen Juwelen in allen Farben bestückt war. Und auf diesem Thron saß ein hochgewachsener Mann in prunkvoller, goldener Rüstung und mit brünetten, halblangen Haaren. Aber bevor ich ihn weiter mustern konnte, wurde ich harsch zu Boden gedrückt und meine Begleiter knieten sich vor dem Mann nieder.
„Habt dank, euer Majestät!“ sagte der General und sah zu seinem Herrscher auf.
„Was ist so dringend, Opal?“ fragte der Engellord und deutete dem General und den Soldaten aufzustehen, aber ich wurde weiter am Boden gehalten.
„Meine Männer...“ begann dieser zu erklären.
„...haben diese Frau im verbotenen Bezirk festgenommen. Sie hatte dies bei sich!“ setzte er fort und reichte dem Engellord Hevshire.
Dieser nahm das Schwert an sich und während er es ebenfalls genauer musterte, zeigte er dieselbe Reaktion wie der General.
„Dieses Schwert... das kann nicht sein... ist das etwa Hevshire?“ fragte er mehr zu sich selbst als zu irgendjemand anders, aber ich entschied mich trotzdem zu antworten. Die Soldaten wollten mich nicht reden lassen, aber vielleicht würde mir der Engellord zuhören? Schließlich hatte er das Schwert erkannt!
„Ja, das ist Hevshire!“ antwortet ich und versuchte ihm dabei in die Augen zu schauen, aber meine drei Wächter drückten mich noch tiefer zu Boden und pfauchten: „Wie könnt ihr es wagen ungefragt...“ Doch ich saß aus dem Augenwinkel wie der Herrscher ihnen mit einer Armbewegung gebot zu schweigen.
„Wo hast du das her?“ fragte er mich nun direkt und die Soldaten ließen nun soweit von mir ab, dass ich ihm, wenn ich antwortete, in die hellblauen Augen schauen konnte.
Für ein paar Sekunden überlegte ich, ob ich mir eine geschickte Lüge hätte einfallen lassen solle, aber ich entschied mich dann für die Wahrheit und sagte, während ich ihm fest in die Augen blickte: „Es ist seit Generationen im Besitz meiner Familie!“
Er riss erstaunt die Augen und sogar etwas den Mund auf und sah mich für ein paar Sekunden perplex an. Dann hatte er sich wieder weit genug gesammelt um etwas zu sagen und stammelte: „Prin... Prinzessin Esmeralda...? Seid... ihr das...?“
Nun war ich es, die erstaunt schaute. Woher in aller Welt kannte er mich nur?
„Ja...“ antworte ich nun verblüfft.
„Aber wie...?“ flüsterte er.
Im nächstem Moment sah er die Soldaten an und befahl: „Lasst die Prinzessin sofort los!“
In den nächsten Moment wurde ich – nun jedoch äußerst sanft auf die Füße gezogen und dann traten sich die Ritter peinlich berührt zurück.
Daraufhin sah mich der Kaiser wieder an und fragte schließlich: „Wie kann es sein, dass ihr noch lebt...? Es muss mehr als 2000 Jahre her sein... “
„Ich wurde wiedergeboren.“ purzelte es aus meinem Mund heraus.
„Zuerst hatte ich keine Erinnerung an mein altes Leben, doch als ich sie zurückerlangte, habe ich mir Hevshire wiedergeholt und bin mit seiner Hilfe hier her geflüchtet, da ich wusste, dass wir hier Verbündete hatten!“ setzte ich fort und sagte dabei wieder nichts als die Wahrheit – das war am Einfachsten. Ich ließ nur ein paar Details aus – dass ich mich Hals über Kopf in eine Dämonenlord verliebt und ihn geheiratet hatte, wäre bei einem Engel sicher nicht so gut angekommen....
Während er meiner Erklärung lauschte wurden seine Augen immer größer und als ich schließlich fertig war, schloss er sie und schüttelte den Kopf. Ich fürchtete schon für einen Moment, er würde mir nicht glauben, aber als er mich wieder ansah war sein Blick voller Mitleid und Reue.
„Ich... ich kann euch gar nicht sagen, wie schrecklich leid es mir tut, Prinzessin!“ erklärte er nun mit brüchiger Stimme. „Als ich von dem Angriff erfuhr, war es schon zu spät... laut meinen Spähern war euer Land vernichtet und ich glaubte euch und euren edlen Vater tot. Hätte ich geahnt, dass es nur die winzigste Chance gegeben hätte euch zu retten, ich hätte nichts unversucht gelassen, das schwöre ich euch!“
Nun war ich es, die baff war. Wer hätte das erwartet? Aber gut, damit war ich hoffentlich außer Gefahr. Nun musste ich nur noch eine gute Ausrede finden um von hier zu verschwinden und dann Sei wiederfinden, der sicher schon verrückt vor Sorge war.
„Könnt ihr mir trotz all der Schmerzen, die ihr deswegen habt erleiden müssen, vergeben?“ setzte er nun noch nach als ich ihn nur perplex anblicke.
„Natürlich...“ schoss es mir fast reflexartig heraus. Wieso sollte ich ihm deswegen böse sein? Schließlich hätte ich sonst nie Alon kennengelernt... und die Erinnerung an ihn stach mir Mitten ins Herz. Ich sah ihn vor mir, wie er damals auf den Thron meines Vaters saß und mich mit seinem glühenden Blick betrachtete... es wurde mir erst später bewusst, aber ich hatte mich sofort in ihn verliebt! „Prinzessin...“ flüsterte der Engellord, der plötzlich ganz nah vor mir stand und holte mich damit wieder zurück in die Gegenwart.
„...ich weiß, der Verlust euers Vaters muss sehr hart für euch gewesen sein. Ihr habt mein tiefstes Beileid!“ setzte er fort und mir wurde im selben Moment bewusst, dass man mir meine Gefühle hatte im Gesicht ablesen können. Zum Glück hatte er sie falsch interpretiert – denn um diesen Mann, der mich nur zum Wohl seines Landes hatten verkaufen wollen, hatte ich nie getrauert!
„Ich danke euch...“ stotterte ich und schaute zu Boden - ich ertrug den intensiven Blick, mit dem er mich durchbohrte, einfach nicht länger.
„Dann...“ sagt er schließlich und sank plötzlich auf die Knie. Er nahm meine Hand und schaute mich wieder durchdringend an. „...erlaubt mir zumindest eines meiner alten Versprechen einzulösen, Prinzessin! Schließlich habe ich euch als Beweis für die Verbundenheit unserer Reiche die Ehe versprochen!“
Was?! Er ist es, an dem Vater mich hatte verheiraten wollen?!
Im nächsten Moment hätte ich mich ohrfeigen können, dass ich nicht schon früher dran gedacht hatte. Wer hätte es denn sonst sein sollen?!
„Ich habe zwar, nachdem ich euch tot glaubte und lange getrauert hatte, eine Andere zu Frau genommen – aber sie ist schon vor vielen Jahrhunderten von uns gegangen. Das Einzige, was mich noch an sie erinnert ist unsere Tochter, Crystal! Aber ich bin mir sicher, ihr werdet ihr eine großartige Mutter sein!“
Eine Tochter aus erster Ehe – das wird ja immer besser!
Plötzlich sah ich wie seine Augen sich leicht verengten und er nun mit einem leicht schärferen Ton fragte: „Ihr wollt doch meine Gemahlin werden, oder?“
Nein, wollte ich natürlich nicht – aber so, wie er mich ansah, wusste ich, dass ich in Wirklichkeit keine andere Wahl hatte. Entweder das oder der Kerker... oder gar Schlimmeres!
„Natürlich!“ antwortete ich mit zuckersüßer Stimme und versuchte mich herauszureden. „Ich war nur so überrascht, dass ich gar nicht wusste, was ich sagen soll...“
Zumindest das war die Wahrheit – und er schien, als würde ihn das zufriedenstellen, denn er lächelte nun wieder freundlich. Aber mir ging nur eine Sache durch den Kopf: Wie komm ich aus diesem Schlamassel nur wieder raus?!

Mittwoch, 30. April 2014

Camelot Restaurant

Bei meinem Japan-Post habe ich mich darüber ausgelassen, wie schade ich es finde, dass es bei uns keine "Themed Restaurants" gibt. Nun, so 100% stimmt das nicht, eines fällt mir in Wien nämlich ein: Das Camelot Restaurant auf der rechten Wienzeile. Wie der Name schon vermuten lässt handelt es sich dabei um ein Mittelalter-themed Restaurant und ich finde, das haben sie auch sehr gut umgesetzt.

Eingangsbereich

Selbst von Außen erkennt man das Camelot gut, weil ein großes Schmiedeeisenschild ausgehängt, an dem auch ein Streitkolben befestigt ist. Auch einige Wappen sind an die Hauswand gemalt. Durch eine schwere Holztüre kommt man ins Innere und fühlt sich sofort um ein paar Jahrhunderte zurückversetzt. Das Innere sieht aus wie der Festsaal einer Burg mit allem, was dazugehört. Und auch die Kellner passen ins Bild, da sie als Mägde und Ritter verkleidet sind.

Mittealterlich gedeckter Tisch

Die Karte schaut aus wie aus altem Papier hergestellt und auch die Speisen haben klingende Namen wie "Sir Lancelots Schmaus" oder "Trostpreis des Ritters". Das Ganze wird auf Metall- oder Tontellern serviert, Porzellan gab es damals ja noch nicht. Früher hat man sogar keine Gabel bekommen, weil man damals mit Löffel und Messer gegessen hat, das haben sie inzwischen aber geändert. Behalten haben sie aber die Tatsache, dass man statt einer Servette einen Latz bekommt. :-D

"Leibgericht des Abtes" - Gänsekeule mit Rotkraut und Zwiebekartoffeln

Aber nicht nur die Atmosphäre ist toll sondern auch das Essen. Die Gerichte sind nicht nur sehr lecker (und leider auch fettig, aber auch das war damals so :-D) sondern die Portionen sind auch sehr großzügig. Besonders empfehlen kann ich "Sir Galahads Mittagsmahl" (eine der besten Spareribs, die ich je gegessen habe) und die hausgemachte Limonade (einfach lecker und erfrischend).

Merlin als Wächter des Gästebuchs

Ich kann euch das Restaurant also nur wärmstends empfehlen, ich gehe immer wieder gerne hin! Besonders am Freitag- und Samstagabend, da gibt es nämlich auch immer wieder Künstler, die eine Show zum Besten geben. Wir haben schon Feuersakrobaten und Bauchtänzer gesehen, auch eine Wahrsagerin, zu der man gehen konnte, war dabei. Das gibt dem Ganzen noch zusätzlichen Flair! ;-)